Grundsätzlich gut: Der Suzuki Vitara beim Tüv
Das Kompakt-SUV des japanischen Herstellers hat Geländewagen-Gene - Allradantrieb ist bei ihm gewöhnlich. Gebrauchte Modelle sind «im Kern solide», dennoch hat der Vitara Schwachstellen.

Der Vitara zählt zu den SUV, die von den Offroadern abstammen. Auch der ADAC nennt das japanische Modell eine «Mischung zwischen Kompakt-SUV und Geländewagen». Passenderweise gibt es alle Motoren optional auch mit Allradantrieb.
Wer sich nach einem Gebrauchten umschaut, bekommt es mit einem Modell zu tun, das «im Kern solide» ist, so der «Auto Bild TÜV-Report 2026» über dessen Abschneiden bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU).
- Modellhistorie: Der betrachtete Vitara mit dem Baureihenkürzel LY kam 2015 heraus – als Nachfolger des Grand Vitara. Das erste Facelift von 2018 brachte hauptsächlich optische Veränderungen an Kühlergrill und Heckleuchten sowie den Austausch größerer Aggregate gegen 1,0-Liter-Motoren. Die zweite, rein optische Modellpflege stammt von 2024.
Der erste Vitara debütierte in den 1980er-Jahren, er war noch als Geländewagen konzipiert. Die Neuauflage wird für 2026 erwartet.
- Karosserie und Varianten: Der Vitara ist ein Fünftürer mit vier Sitzplätzen und rangiert in der Kompaktklasse. 2022 wurde er auch als Vollhybrid aufgelegt.
- Abmessungen (laut ADAC): 4,17 m bis 4,18 m x 1,78 m x 1,60 m bis 1,61 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 375 l bis 1.120 (Vollhybrid: 289 l bis 1.046 l).
- Stärken: «Unter dem Strich bleiben mehr Fahrzeuge mängelfrei als im Schnitt», so der «Auto Bild TÜV-Report 2026». Achsaufhängungen sowie Achsfedern und Antriebswellen sind beim LY unauffällig, das gilt auch für die Bremsschläuche sowie die Funktion von Fuß- und Feststellbremse. Die Abgasanlage zeigt sich haltbar.
- Schwächen: Überdurchschnittlich hohe Beanstandungsquoten fährt der Vitara schon bei der ersten HU ein, es liegt an den unzuverlässigen Beleuchtungskomponenten. Nur die vordere und hintere Beleuchtung bleibt im Fahrzeugalter von drei Jahren unauffällig.
Beim ersten und zweiten HU-Termin stellen die Prüfer schon mal Ölverlust an Motor und Getriebe fest, dies kommt aber nicht überdurchschnittlich oft vor. Spätestens zum vierten Check schlagen Probleme mit der Lenkung durch.
- Pannenverhalten: Mit Blick auf seine Pannenstatistik bescheinigt der ADAC dem Modell eine «hohe bis sehr hohe Zuverlässigkeit». Auch Pannenschwerpunkte oder auffällige Bauteile vermeldet der Club nicht. Rückrufe trafen den Japaner wegen loser Halteschrauben an der Hinterachse oder falsch eingebauter Bremsleitungen, wie der Report vermeldet.
- Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 82 kW/111 PS und 103 kW/140 PS; Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 88 kW/120 PS; Hybrid: 85 kW/115 PS und 95 kW/129 PS (je Systemleistung).
Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:
- Vitara 1.5 Hybrid Comfort+ 4x4 (6/2022); 85 kW/115 PS (Vierzylinder + E-Motor); 43.000 Kilometer; 19.880 Euro.
- Vitara 1.0 Club (6/2019); 82 kW/111 PS (Dreizylinder); 76.000 Kilometer; 9.416 Euro.
- Vitara 1.6 DDiS Comfort+ 4x4 (6/2018); 88 kW/120 PS (Vierzylinder); 104.000 Kilometer; 11.648 Euro.
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