Wird die Ittlinger Schulmensa Teil der Festhalle?
Die Mensa der Ittlinger Grundschule wird nach dem Willen von Verwaltung und Gemeinderat in die Festhalle integriert. Bisher sollte der Anbau an der Schule erfolgen. Wie die Argumente ausfallen und was das Regierungspräsidium zur neuen Idee sagt:

Die Mensa der Ittlinger Grundschule soll nach dem Willen des Gemeinderats in Form eines Anbaus der benachbarten Festhalle realisiert werden. Das haben Mitglieder des Gremiums am Donerstag einhellig betont. Bisher hatte die Verwaltung für die Mensa einen Anbau an die Grundschule ins Auge gefasst.
Anlass der Umplanung ist, dass das Regierungspräsidium Stutgart offenbar eine entsprechende Umleitung der beantragten Fördermittel zulässt. Dies habe das Rathaus mit der übergeordneten Verwaltungsbehörde klären können, teilte Bürgermeister Kai Kohlenberger in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag mit.
Welche positiven Nebeneffekte von der Mensa an der Festhalle Ittlingen erwartet
Die Gemeinde will den Mensabau nun in die Förderkulisse der Sanierung der Festhalle integrieren. Ittlingen fahre womöglich besser, wenn beide großen Projekte unter einer Klammer zusammengefasst werden, hofft Kohlenberger. Bereits jetzt wird die Festhalle von den sogenannten „Kaltessern“ der Grundschule genutzt. Die „Warmesser“ werden im Vereinsraum der Turnhalle versorgt. Die Trennung ist derzeit noch nötig, weil der Vereinsraum der Turnhalle nur 50 Personen fasst.
Mit einer Zusammenfassung der Warm- und Kaltesser an einem Platz entfalle künftig der doppelte Aufwand bei Versorgung und Betreuung, so der Bürgermeister weiter. Der Mensaanbau an die Festhalle soll nach den neuen Ideen der Verwaltung auf der Schulhofseite erfolgen. Von einer Kombination beider Großprojekte erhofft sich das Rathaus Synergieeffekte und damit weniger Kosten.
Was bisher die Marschrichtung bei der Sanierung der Festhalle und der Mensa war
Bisher bestand allerdings das Problem, dass die Verwaltung einen Förderantrag im Rahmen der Beschleunigung der Ganztagsschule gestellt hatte. Doch jetzt habe die Gemeinde die „tolle Nachricht“ des Regierungspräsidiums ereilt: „Es ist möglich, die Fördermaßnahme umzuschichten“, so Kohlenberger. Die Verwaltung beauftrage das Sinsheimer Büro Fischer-Ziebold mit der Planung der Mensa in der Festhalle.
Im Ratsrund wurde die Idee begrüßt, die Mensa als Anbau der Festhalle zu realisieren. Die Zusammenfassung beider Projekte sei sinnvoll, sie spare Geld, meinte Gemeinderätin Mareike Naumann-Hutzler. Außerdem wäre ein Anbau an die Grundschule „schade“ gewesen, da diese ja während der Ferienzeiten geschlossen sei.
Das sagt der Ittlinger Gemeinderat zum Bau der Schulmensa
Gemeinderat Karlfred Ebert pflichtete seiner Kollegin bei: „Warum sind wir da nicht gleich draufgekommen?“ Vorteil des neuen Plans: Die Gemeinde bekäme einen kleinen Veranstaltungsraum dazu, weil der Vorbereich, der jetzt für die Kaltesser genutzt wird, frei würde, so Ebert. Gemeinderat Peter Vogel zeigte sich erleichtert: „Der Mensaanbau an der Grundschule wäre uns im Weg gestanden.“
Vor der Abstimmung skizzierte Bürgermeister Kohlenberger noch die bisher kalkulierten Kosten, die allerdings inflationsbedingt nicht mehr aktuell sein könnten. Demnach werde die Sanierung der Festhalle auf 2,4 Millionen Euro geschätzt. Für den Mensaanbau hatte die Gemeinde bisher mit 1,7 Millionen Euro gerechnet, bei einer Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro.
„Warum sind wirda nicht gleich draufgekommen?“Karlfred Ebert

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