Von Bad Rappenau nach Usedom: Das Bikini-Art-Museum geht neue Wege
Das Bikini-Art-Museum aus Bad Rappenau plant eine neue Zweigstelle auf der Ostseeinsel Usedom. Mit einer zunächst temporären Ausstellung will das Museum neue Besucher erreichen und seine internationale Bademoden-Schau erweitern.
Das Bikini-Art-Museum (BAM) leitet den nächsten Schritt ein: Eine Zweigstelle auf der Insel Usedom, nahe der polnischen Grenze, soll entstehen. Damit erweitert das auf Bademode ausgerichtete Museum seine Präsenz und bringt seine Ausstellung an einen der beliebtesten Touristenorte Deutschlands.
Seit seiner Eröffnung 2020 zieht das Bad Rappenauer Museum viele Besucher an. Nun setzt das Team um die Eigentümerfamilie Ruscheinsky und Marketingchef Servin Schuler auf Expansion. „Usedom ist ein attraktiver Standort mit Millionen von Übernachtungen jährlich“, erklärt Servin Schuler. „Hier erreichen wir ein ganz neues Publikum.“
Bikini-Art-Museum Bad Rappenau plant zunächst temporäre Ausstellung
Geplant ist die Ausstellung auf einer Fläche von 800 Quadratmetern. Ursprünglich sollte das Projekt bereits früher starten, doch Verzögerungen im Bebauungsverfahren führten zu einer Verschiebung. Inzwischen liegt die Genehmigung vor – zunächst für sechs Monate. „Es handelt sich dabei um eine Art Pilotprojekt“, so Schuler. „Wir wollen Erfahrungen sammeln und sehen, wie die Ausstellung ankommt.“ Sollte das Konzept erfolgreich sein, könnte die Zweigstelle langfristig bleiben. Geplant ist jedoch zunächst ein sogenannter „fliegender Bau“, also eine temporäre Ausstellungshalle. Im Mai startet die Aufbauphase.

Inhaltlich bleibt sich das Museum treu, passt die Ausstellung jedoch teilweise an die Region an. Neben internationalen Exponaten sollen auch regionale Bezüge stärker berücksichtigt werden. Der globale Ablauf der Ausstellung bleibt weitgehend unverändert, wobei Länder wie Frankreich, die USA und Brasilien weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Ergänzend werden Exponate mit regionalem Bezug gezeigt, etwa aus dem Bereich der polnischen Grenze, Usedom oder aus Berlin.
Bikini-Art-Museum: Highlight auf Usedom ist geplanter Hollywood-Bereich
Die Auswahl soll die internationale Entwicklung mit lokalen Einflüssen der Badekultur verbinden. Marketingchef Servin Schuler betont, dass sich eine Reise nach Usedom auch für Besucher lohnt, die schon in der Kurstadt das Museum besucht haben. Besucher erhalten einen Überblick über die Geschichte der Bademode von der Antike bis heute.
Zu den Highlights auf Usedom zählen unter anderem der geplante Hollywood-Bereich, mit Bademode von Amy Winehouse, ikonischen Stücken aus der Serie „Baywatch“ und weiteren Ausstellungsobjekten. Die Eröffnung der temporären Ausstellung ist laut Pressestelle des Bikini-Art-Museums für Juni dieses Jahres geplant.
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