Sinsheimer Hotelier übernimmt Villa Waldeck in Eppingen
Die Villa Waldeck von Melitta und Uwe Krepp geht in neue Hände, ein Sinsheimer Hotelier übernimmt. Was das für das Familienhotel und die Stadt Eppingen bedeutet.
Die Nachricht verbreitete sich in Eppingen wie ein Lauffeuer: das Villa Waldeck, die Hotelanlage mit Restaurant, Kegelbahn und Tagungsräumen hat den Besitzer gewechselt. Arthur Kick, der in Sinsheim das alteingesessene Hotel „Zum Prinzen“ betreibt, hat das Familienhotel in der Waldstraße gekauft.
„Der Betrieb geht nahtlos weiter“, versichert Kick in einem Telefonat mit der Kraichgau Stimme. „Wir machen so weiter wie bisher.“ Zu seinen zukünftigen Plänen für die Eppinger Institution wollte sich Kick noch nicht äußern. Er deutete nur an: „Ich weiß, was ich mit der Villa machen werde.“
Villa Waldeck: Arthur Kick übernimmt Eppinger Hotelbetrieb
Dass es weitergeht, das war für Melitta und Uwe Krepp immer wichtig. 30 Jahre führte das Hoteliersehepaar den Familienbetrieb, den es einst von Uwe Krepps Eltern Horst und Irmgard übernommen hatte. Sie entwickelten das Haus weiter, bauten den Hotelbetrieb aus, schufen größere Zimmer und Familienbereiche und legten einen Schwimmteich an und spezialisierten sich letztendlich als Familien- und Kinderhotel.
Seit einigen Jahren beschäftigten sie sich mit der Frage, wie es mit dem Haus weitergeht. Verkaufen ja – aber dann mit einer Perspektive. Deshalb stand die Immobilie lange zum Verkauf. Gerüchte, ein Investor habe das Haus erworben und baue es zum Pflegeheim um, erwiesen sich als haltlos. Doch dann kam Arthur Kick.
Arthur Kick vom Prinzen in Sinsheim übernimmt Eppinger Villa Waldeck
Der Hotelier kaufte vor einigen Jahren das Hotel „Zum Prinzen“ in Sinsheim und gliederte das Haus in drei Bereiche. Zum einen in einen reinen Hotelbetrieb, in einen Bereich, der sich Appart-Hotel nennt und ausschließlich aus Appartements besteht und ein Gästehaus mit Zimmern ohne eigenes Bad im eher unteren Preissegment.
Hier hat Kick speziell junge Reisende, Fußballer, Langzeitreisende, Wohnungssuchende, Monteure oder Besucher der Therme und des Technikmuseums im Blick und verweist darauf, mit der Dreiteilung ein Angebot für das gesamte Spektrum an Reisenden zu haben.
Investition in Villa Waldeck in Eppingen wird notwendig sein
Auch wenn sich Kick erst später zu seinen Plänen für Eppingen äußern möchte: Klar ist, er wird in den Standort investieren müssen, vor allem der Altbau bedarf einer Frischzellenkur.
Dass das Hotel erhalten bleibt, ist ganz im Sinne der Eppinger Verwaltung. „Wir brauchen die Übernachtungskapazitäten, die wir haben“, machte Wirtschaftsförderer Marcel Gencgel deutlich. „Nicht nur für den Tourismusbereich, sondern auch für den Businessbereich sind Hotelkapazitäten wichtig. Deshalb müssen wir die Hotels, die wir haben, halten.“
Gencgel sagte dies ganz bewusst, denn inzwischen ist der Neubau des Zolltrainingszentrums im Gewerbegebiet Tiefental weit fortgeschritten. „Es entsteht ein reines Trainingszentrum, ohne Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Daher werden die Lehrgangsteilnehmer, die länger dort trainieren, eine Übernachtungsmöglichkeit in der Stadt brauchen und sie werden auch in der Stadt Essen gehen müssen.“
Dass Kick bereits auf der Suche nach einem neuen Koch ist, stärkt die Vermutung, dass auch der Restaurantbetrieb uneingeschränkt fortgesetzt werden wird.
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