Stimme+
Ehrgeiziges Projekt
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

VfL Mühlbach gewinnt mit Soccer-Hallen-Umbau den Würth Vereinsheimwerker-Preis

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

In vielen Stunden Eigenleistung hat der VfL Mühlbach aus einer Rumpelkammer eine Soccer-Halle gemacht. Finanzielle Unterstützung gab es vom Förderprogramm Leader und von Würth.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Eine „Halle für Alle“ sollte die lange Jahre kaum noch genutzte Fläche im Vereinsheim des VfL Mühlbach werden. Dort, wo früher regelmäßig Veranstaltungen wie die Kerwe-Disco oder der Osterrock stattfanden. Die mussten, sagt Vorstandsmitglied Dennis Grittmann, wegen der hohen Auflagen allerdings gestrichen werden.

Aus der Halle wurde im Laufe der Zeit eine „Rumpelkammer“. „Mitte des vergangenen Jahres haben wir dann überlegt, was wir damit machen wollen“, erinnert sich Grittmann. Das Ergebnis der Überlegungen: ein kompletter Umbau zu einer Soccer-Halle.

Für den Umbau hatte der VfL Mühlbach nur wenige Wochen Zeit

Dass das Vorhaben nicht günstig werden wird, war den Beteiligten von vornherein klar. Also bewarb sich der Verein mit seinem ehrgeizigen Projekt bei Leader. Das Förderprogramm unterstützt innovative Vorhaben im ländlichen Raum, die von lokalen Aktionsgruppen wie der Leader-Aktionsgruppe Kraichgau ausgewählt und begleitet werden. Im Mai kam die Zusage: 80 Prozent der veranschlagten 20.000 Euro wurden übernommen. „Wir haben dann direkt losgelegt, weil wir bis 30. September fertig sein mussten“, erzählt Dennis Grittmann.

Auf den ersten Blick sieht der Kunstrasen in der Soccer-Halle des VfL Mühlbach täuschend echt aus. Seit der Umbau abgeschlossen ist, wird das Feld von den Mannschaften regelmäßig genutzt.
Auf den ersten Blick sieht der Kunstrasen in der Soccer-Halle des VfL Mühlbach täuschend echt aus. Seit der Umbau abgeschlossen ist, wird das Feld von den Mannschaften regelmäßig genutzt.  Foto: Hofmann, Elfi

Jedes Wochenende packten die Mitglieder an, demontierten die alten Lampen, entrümpelten die Halle und strichen die Wände. „Durchgepowert“ hätten die rund 70 Frauen und Männer, so Grittmann, um den engen Zeitplan einzuhalten. „Ohne die finanzielle Unterstützung hätten wir die Pläne nicht so umsetzen können.“ Stattdessen wäre nur eine Low-Budget-Variante möglich gewesen. Stattdessen konnte Dank der finanziellen Unterstützung eine Sonderanfertigung verbaut werden. Denn die gängigen Maße von der Stange hätten nicht in die Halle gepasst.

Die neue Halle wird von allen Mannschaften genutzt

Auch bei den Fangnetzen griff der VfL Mühlbach auf extra dafür hergestellte Exemplare zurück. „Nur die Tore sind aus dem Katalog“, sagt Dennis Grittmann. Sie bilden außerdem den Eingang zum Spielfeld: Über eine kleine Tür können die Sportler den schwimmend verlegten Kunstrasen betreten. Besondere Pflege benötige der Belag nicht.

Genutzt werde die neue Halle bereits von den Jugendmannschaften und den Herren, sagt Grittmann. „Es ist einfach eine Bereicherung für alle.“ Der VfL Mühlbach sei der einzige Verein im Umkreis, der seinen Spielern diese Möglichkeit biete. Das hat auch die Jury der Aktion „Würth Vereinsheimwerker“ so gesehen und letztendlich überzeugt. Während die Arbeiten schon in vollem Gange waren, reichten die Verantwortlichen auch dafür entsprechende Unterlagen ein.

Verein schafft es unter die Top 10 der Aktion „Würth Vereinsheimwerker“

In der ersten Runde erreichte der Verein direkt einen Platz unter den Top 150 von insgesamt 1363 Bewerbern, verbunden mit einem 500-Euro-Gutschein, der direkt in Arbeitsmaterial angelegt wurde. Doch damit nicht genug: Im Finale, für das ein kurzer Film gedreht wurde, der auch auf dem Instagram-Account des Vereins zu sehen ist, schaffte es der VfL Mühlbach in die Top 10. Der Lohn der Mühe: 10.000 Euro. Die Preisübergabe fand im Rahmen des Länderspiels der Männernationalmannschaft gegen Luxemburg in Leipzig statt.

In der Jury saß auch der ehemalige Fußball-Profi Jens Nowotny, der sich beeindruckt von der Leistung des Eppinger Vereins zeigt: „Da wurde nicht nur eine Sporthalle renoviert, sondern etwas Besonderes für die ganze Gemeinschaft geschaffen.“ Das sei richtig spürbar und auch emotional gewesen. Neben Nowotny saßen außerdem der Ex-Stürmer Cacau und die ehemalige Nationalspielerin Renate Lingor in der fünfköpfigen Jury.

Die weitere finanzielle Unterstützung durch die Würth-Aktion tue der klammen Vereinskasse sehr gut, sagt Dennis Grittmann und käme wie gerufen: „Im Sommer ist die Markise kaputtgegangen. Es ist einfach ständig irgendetwas.“

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben