Tennisclub Rohrbach will Platz für eine halbe Million Euro erweitern
Der TC Rohrbach wächst und wächst. Jetzt müssen die Trainingseinheiten auf der Tennisanlage schon rationiert werdern. Mit diesem Mammutprojekt will der Verein seine Kapazität erweitern:


Der Rohrbacher Tennisclub (TC Rohrbach) plant, in den örtlichen Tennisplatz knapp eine halbe Million Euro zu investieren. Geplant ist unter anderem die Anlage mit vier Courts um ein Spielfeld zu erweitern. Zudem sollen zwei der Courts zu Allwetterplätzen aufgerüstet werden.
Da die Erweiterung auf der dorfzugewandten Seite geplant ist, müssen die Parkplätze verlegt werden. Autos sollen künftig dort stehen, wo sich bisher die Boulebahnen befinden. Die Erweiterungsfläche stellt die Stadt Eppingen dem Verein gegen Pacht bereit.
Was der Rohrbacher Ortschaftsrat zur Parkplatzsituation am Tennisclub sagt
Die Pläne des TC Rohrbach waren Thema des jüngsten Ortschaftsrats. Das Gremium äußerte sich grundsätzlich zustimmend, bat aber, zu prüfen, ob die Boulebahnen wirklich geopfert werden müssen, oder ob es nicht doch noch andere Möglichkeiten gibt, die Autos abzustellen. Limitierender Faktor: Aufgrund der Lage zwischen der Rohrbach, dem Hügel und dem Sumpfgebiet im Westen ist eine Erweiterung nur an der östlichen Flanke der Tennisanlage möglich.
Der Verein hat sich laut dessen Vorsitzendem Nico Mäule zwei Jahre lang Gedanken gemacht und mit dem Badischen Sportbund beraten. Die Erweiterung sei dringend notwendig. Der Verein gewinne konstant neue Mitglieder. Zur Zeit verfüge der Verein über 223 Mitglieder, 68 davon seien unter 18 Jahre alt. Dies ist laut Mäule ein Resultat der „sehr guten Jugendarbeit“.
Diese Vorzüge bieten die angestrebten Allwetterplätze
Mittlerweile müsse der Verein die Trainingsgelegenheiten rationieren, um alle zum Zuge kommen zu lassen. Da die Anlage im Jahr 1978 gebaut wurde, ist sie mit fast 50 Jahren grundlegend sanierungsbedürftig. „Wir hatten voriges Jahr einen Rohrbruch, da waren wir kurz vor dem Schließen“, so der Vereinsvorsitzende.
Die geplanten zwei allwettertauglichen Courts seien beinahe wartungsfrei. So fallen beispielsweise keine Wasserkosten zur Beregnung mehr an. Sie ermöglichten zudem eine Verlängerung der Saison. Im Zuge der Modernisierung soll auch eine Flutlichtanlage installiert werden.
Der Verein hofft, die anvisierten 475.000 Euro Gesamtkosten mit 110.000 Euro gefördert zu bekommen. Der Vereinsvorstand sei zuversichtlich, Spenden in Höhe von mehr als 220.000 Euro anwerben zu können. 30.000 Euro Eigenkapital sowie 50.000 Euro an Eigenleistung sollen zudem den Kostenblock mildern. „Wir haben die Arbeitsstunden pro Vereinsmitglied von 8 auf 20 erhöht“, berichtet Kassier Sebastian Sauter.
Warum der Verein von den Padelplätzen abrückt
Der Verein ist von der Idee, Padel-Plätze einzurichten, abgerückt. „Unser Verein würde dadurch wahrscheinlich entzweigerissen“, schätzt Sauter ein. Es sei allerdings wesentlich leichter möglich, aus einem Allwetterplatz in ein paar Jahren einen Padelplatz zu machen, als umgekehrt.
In der Aussprache äußerte Ortschaftsrat Bernd Ries, ihm missfalle, dass der Bouleplatz für Autos wegfallen soll: „Wir hatten einst vor, den Platz für andere Sportmöglichkeiten zu nutzen.“
Laut Vorstandsmitglied Sauter steht dem Verein für die Maßnahme nur ein enges Zeitfenster zur Verfügung: „Die Firma arbeitet über den Winter und im April muss der Spielbetrieb wieder losgehen.“ Deshalb habe der Vorstand die Idee Anfang März zunächst der Stadt vorgestellt, um die grundsätzlichen rechtlichen Rahmenbedingungen abzuklopfen. „Wir wollten den Ortschaftsrat nicht übergehen, aber wenn wir den Platz nicht bekommen hätten, hätten wir die ganze Vorplanung in den Sand gesetzt“, erläutert Nico Mäule. „Und das bei dem engen Zeitplan.“
Am Ende bekundete der Ortschaftsrat mit acht Stimmen bei einer Gegenstimme deutliche Zustimmung zum Vorhaben. Entscheidende Gremien sind der Technische Ausschuss der Stadt Eppingen sowie der Gemeinderat. Stimmen beide zu, könnte bereits im Oktober die Maßnahme beginnen. Auf die Fertigstellung hofft der Verein für April kommenden Jahres.
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