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Richener Feuerwehr-Gerätehaus mit mehr Platz und mehr Sicherheit 

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Freiwillige Feuerwehr Richen weiht die sanierte Gerätehalle und den neuen Sozialraum-Pavillon ein. Die Stadt Eppingen beziffert die Gesamtinvestition auf eine knappe Million Euro. Was in Richen alles gemacht wurde:

Besichtigung der neuen Sozialräume, die in der ehemaligen Filiale der Volksbank eingerichtet wurden.
Besichtigung der neuen Sozialräume, die in der ehemaligen Filiale der Volksbank eingerichtet wurden.  Foto: Jörg Kühl

Neue Rolltore, neuer Anstrich, neue Elektrik, die Spinde raus aus der Fahrzeughalle, ein eigener Raum für den Funkverkehr, getrennte Sanitäranlagen für Männlein und Weiblein, klare Schwarz-Weiß-Hygienetrennung, kurzum: Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Richen ist nach zweijähriger Sanierung mit einigen Verbesserungen feierlich eingeweiht worden.

Bevor die mehr als 130 Gäste in den Genuss von Palmbräu und der obligatorischen „Richemer Worscht“ kamen, dankten verschiedene Redner Geldgebern, Verwaltung und ehrenamtlichen Helfern sowie den beteiligten Bauunternehmen. „Wir sind sehr froh, dass wir nach knapp zwei Jahren nun die Einweihung feiern können“, meinte der Kommandant der Eppinger Feuerwehrabteilung Richen, Jens Gebhard.

Das würdigt der Ortsvorsteher am sanierten Gerätehaus

Ortsvorsteher Giselbert Seitz würdigte in seinem Grußwort, dass es der Stadt Eppingen gelungen ist, die benachbarte Volksbank-Filiale, die das Kreditinstitut vor gut zwei Jahren zum Verkauf gestellt hatte, zu erwerben. Der halbrunde Pavillon dient nun als Schulungs- und Gemeinschaftsraum der Feuerwehr. Angesichts der Bauzeit meinte Seitz: „Es ist etwas Größeres geworden, aber gut Ding braucht Weile.“

Eppingens Oberbürgermeister (OB) Klaus Holaschke rechtfertigte, dass die Stadt in Richen ordentlich Geld in die Hand genommen hat, um der Feuerwehr zeitgemäße Räumlichkeiten zu schaffen. „Wer sich in der Feuerwehr engagiert, verdient Respekt und bestmögliche Unterstützung durch Politik und Gesellschaft.“

Darum ist das Gerätehaus jetzt sicherer geworden

Dass sich die Einsatzkräfte nun nicht mehr neben und hinter den startenden Einsatzfahrzeugen umziehen müssen, sei auch ein Sicherheitsaspekt. Holaschke erinnerte daran, dass die Feuerwehr in der Gesamtstadt statistisch gesehen jeden Tag einen Einsatz fährt. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren stets in die Infrastruktur investiert. „Und jetzt war Richen dran.“

Baubürgermeister Peter Thalmann fasste den Zeitrahmen der Maßnahme sowie Kosten und Förderungen zusammen. Wenn man das gesamte Gebiet samt Feuerwehr, Rathaus und Umfeld betrachte, habe die Stadt an dieser zentralen Stelle Richens knappe eine Million Euro investiert: „Ein großer Baustein bei der Stadtteilsanierung.“ Als die Volksbank im August 2023 die Filiale zum Verkauf anbot, sei es der Stadtverwaltung wichtig gewesen, „schnell auf die Bank zuzugehen, bevor andere es tun.“ Bereits im Dezember erfolgte der Kauf und im Februar die Vorberatung zum Baubeschluss. Die Bauzeit dauerte von Februar 2024 bis Februar 2026.

Deshalb hat die Stadt die Fenster der ehemaligen Bankfiliale abkleben lassen

Im ehemaligen Voba-Pavillon wurden eine neue Klimaanlage installiert sowie Küche und Sanitäranlagen neu eingebaut. Die Fenster wurden teilweise beklebt, um einen Rückzugsbereich zu erzielen für den Kameradschafts- und Schulungsbereich.

Richener Feuerwehrleute haben während der Bauphase intensiv mitgefiebert, berichtet Thalmann. Dass sich in Richen die Mitglieder der Feuerwehr ganz persönlich mit „ihrer“ Feuerwehr identifizieren, machte Ortskommandant Jens Gebhard in seinem Statement deutlich.

Ähnlich äußerte sich Eppingens Stadtbrandmeister Thomas Blösch: Eine gute Ausstattung und gute Unterkunft seien die Basis für guten Einsatzerfolg. „Dass die Richener so intensiv beim Bau dabei waren, ist auch ein Zeichen dafür: Wir Feuerwehrleute kümmern uns anschließend so, als ob es unser eigenes Haus wäre.“ 700 Arbeitsstunden seien im Zuge der Sanierung ehrenamtlich geleistet worden.

Wie Eppingens OB Holaschke über Strukturreformen bei der Feuerwehr denkt

Die Richener Feuerwehr hat nach Angaben ihres Kommandanten Jens Gebhard 33 aktive Mitglieder. Außerdem zählen sieben Mitglieder der Jugendabteilung sowie eine Alters- und Ehrenabteilung zur Richener Feuerwehr.Noch hat jeder Eppinger Ortsteil eine eigene Einsatzabteilung. Doch längst wird auch in Eppingen, wie in vielen anderen Orten auch, über Strukturveränderungen nachgedacht. „Inwieweit auch Zusammenschlüsse denkbar sind, darüber darf es keine Denkverbote geben“, gab Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke bei der Einweihung des sanierten Gerätehauses in Richen zu bedenken. Es gehe um nichts Geringeres, als um die „Zukunftsfähigkeit“ der Feuerwehr.

Gruppenbild mit Feuerwehrleuten und der Eppinger Verwaltungsspitze um OB Klaus Holaschke. Hinter der Gruppe: der ehemalige Pavillon der Volksbank.
Fotos: Jörg Kühl
Gruppenbild mit Feuerwehrleuten und der Eppinger Verwaltungsspitze um OB Klaus Holaschke. Hinter der Gruppe: der ehemalige Pavillon der Volksbank. Fotos: Jörg Kühl  Foto: Jörg Kühl
Mehr Platz: Richens Komandant Jens Gebhard (links) und Ortsvorsteher Giselbert Seitz in den neuen Umkleideräumen des Gerätehauses.
Mehr Platz: Richens Komandant Jens Gebhard (links) und Ortsvorsteher Giselbert Seitz in den neuen Umkleideräumen des Gerätehauses.  Foto: Jörg Kühl
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