Neue Eppinger Gutscheinkarte kommt gut an
Die neue Gutscheinkarte des Handels- und Gewerbevereins Eppingen wird von den Kunden gut angenommen und von den Anbietern gelobt. Einer der Gründe: Das System kommt ohne Lesegeräte aus. Welcher Vorteil sich für die Kunden ergibt:

Sie ist klein und handlich wie eine EC-Karte: die neue Gutscheinkarte des Eppinger Handels- und Gewerbevereins (HGV). Seit Anfang des Jahres wird sie ausgegeben. Sie ersetzt die alte Gutscheinkarte aus Papier und gleichzeitig die Eppingen-Card. 14 Betriebe, darunter Händler, Gastronomen und Dienstleister, nehmen aktuell an dem neuen Gutschein-System teil.
Karl Knoll greift in eine Schublade und holt ein ganzes Bündel von Papierbögen heraus. Jede der alten Gutscheinkarten hat die Größe eines Kuverts für gefaltete DIN A4-Bögen. Buchhändler Knoll und seine Kollegen vom HGV sind überzeugt, dass das unhandliche Format einer der Gründe ist, warum die alten Gutscheinkarten allzu oft bei den Kunden auf dem Küchentisch liegen geblieben waren, anstatt sie zum Shoppen mitzunehmen. Die neue Gutscheinkarte passt hingegen in das selbe Fach im Geldbeutel wie Bankkarte-, Gesundheitspass oder Führerschein. „Die neue Karte ist für die Kunden viel praktischer“, urteilt Bettina Höfle, Chefin der gleichnamigen Metzgerei in Eppingen. Sie hatte sich schon am alten Gutschein beteiligt und kann beide Systeme vergleichen.
Das sind die Pluspunkte der neue Eppinger Gutscheinkarte
Für die teilnehmenden Händler und Handwerker ist die neue Karte ebenfalls von Vorteil, sie loben die Neuerung entsprechend. Wichtigster Vorteil: Die Geschäfte brauchen kein Extra-Lesegerät mehr, denn die neue Gutscheinkarte kann mit dem Handy ausgelesen werden. Daher entfällt auch die Monatsgebühr an den Provider in Höhe von 70 Euro. Die Handhabung der neuen Karte ist denkbar leicht, wie Angelika Müller vom gleichnamigen Elektro-Fachgeschäft in der Bahnhofstraße, demonstriert. Sie öffnet mit ihrem Handy eine App und gibt „10 Euro“ ein – den Betrag, der zu Recherchezwecken erstmals eingezahlt werden soll. Anschließend scannt die Händlerin mit ihrem Smartphone die eben frisch aufgeladene Karte ein und: Der Betrag wird wird prompt angezeigt.
Wie das mit dem Umtausch praktisch läuft
„Rein rechtlich gesehen behalten die alten Gutscheine drei Jahre Gültigkeit“, erläutert Bernd Müller, einer der vier Vorstände des HGV. Aber die Eppinger möchten das alte System gerne bis Jahresende ablösen. Kunden können ihre „alten“ Scheine in der Buchhandlung Holl&Knoll sowie bei Elektro-Müller vorbeibringen und die Restwerte auf die neue Karte übertragen lassen. Genau das hat Annemarie Jerke-Daiber eben in der Buchhandlung erledigt. „Den Gutschein hatte ich von einer Patientin geschenkt bekommen, ihn aber noch nicht eingelöst“, erzählt die Eppingerin. Nun hat sie den Wert des Alt-Gutscheins auf die neue Karte übertragen lassen.
Wie die Eppinger Gutscheinkarte das Betriebsklima fördert
Lokale Arbeitgeber aus Eppingen können den Eppinger Gutschein auch als Instrument zur Mitarbeitermotivation einsetzen. Dazu werden im Rahmen des steuerfreien Sachbezugs automatisch jeden Monat bis zu 50 Euro steuerfrei auf den Mitarbeitergutschein aufgeladen. Arbeitnehmer können Beträge auch ansparen, die Gutscheine müssen nicht in dem Monat verwendet werden, in dem sie ausgezahlt wurden. Auf diese Weise können Arbeitnehmer auch größere Beträge sammeln und für eine größere Anschaffung ansparen.
Karl Knoll überzeugt die Möglichkeit, die neue Gutscheinkarte als Arbeitgeber-Gutschein zu nutzen: „Man stärkt die Personalbindung und gleichzeitig bleibt das Geld in der Stadt“, lobt der Buchhändler. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt die Stadtverwaltung, wie die Pressestelle berichtet. Der Gutschein werde nach Geburten an junge Familien ausgegeben oder bei bestimmten Anlässen, die mit einer Anerkennung oder Glückwünschen verbunden sind.
Deshalb ist die Citycard Eppingen Geschichte
Mit der alten Gutscheinkarte wurde auch die „Citycard Eppingen“ abgeschafft. Hintergrund ist, dass das Rabattpunkte-Sammelsystem für die teilnehmenden Händler nicht mehr wirtschaftlich war. Obwohl die Frist zur Rückgabe der Citycard zum Jahresende abgelaufen ist, gesteht der HGV seinen Kunden eine Verlängerung der Abgabefrist bis Ende März zu: bei Elektro-Müller und Holl&Knoll. Der Umtausch geht so: Der Kunde lädt eine neue Gutscheinkarte mit fünf Euro auf. Die gesammelten Rabattpunkte werden dann auf den Einzahlungsbetrag obendrauf addiert.
„Gleichzeitig bleibt das Geld in der Stadt.“Karl Knoll



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