Wo im Wald Gefahren lauern
Bad Rappenau - In Grombach vermittelt ein Kurs den richtigen Umgang mit der Kettensäge

Beim Motorsägenkurs in Grombach: Helmut Baur aus Erlenbach (links) und Rudolf Müller aus Bad Rappenau. Foto: Marc Schmerbeck
Theorie
Denn ganzen Freitag wird im Grombacher Feuerwehrhaus Theorie gebüffelt. Unter anderem erklärt Huber die richtige Wartung und Pflege der Säge. Außerdem geht es um eine vernünftige Schutzausrüstung und die Gefahren im Wald. Zudem werden einige Techniken zum Bäumefällen genau erklärt. Am Samstag geht es dann in den Wald, um die Theorie in der Praxis umzusetzen.
Helmut Baur aus Erlenbach ist Jäger. Immer wieder blockiert sogenanntes Sturzholz befestigte Wege im Wald. Dieses gilt es fachmännisch aus dem Weg zu räumen. Und um dies offiziell zu dürfen, wird so ein Kurs benötigt. „Weil einfach zu viele Leute mit der Säge vom Discounter und einer Jogginghose bekleidet in den Wald gehen und es immer wider Unfälle gibt, ist dies auch vernünftig.“ Mittlerweile stelle sich die eine oder andere Krankenkasse streitig, bei einem Unfall zu bezahlen. „Gerade die richtige Pflege macht das Arbeiten leichter“, sagt Baur. „Ich konnte bei dem Kurs viel lernen.“
Sicherheitsvorschriften
Sein Wissen verfeinert hat auch Joachim Piott aus Grombach. „Ich wusste zwar vorher schon ein bisschen. Aber nicht bis ins Detail. Gerade auch, was die Sicherheitsvorschriften betrifft.“ Er geht vor allem in den Wald, um Brennholz zu machen. Schon ein paar Bäume gefällt hat der Neckarsulmer Thomas Blümmert. Doch auch er wollte die richtige Technik lernen. „Der Kurs hat sich auf jeden Fall gelohnt. Gerade die Gefahren, die lauern, waren einem vorher nicht so bewusst.“
Er schaut ein Stückchen in den Wald rein. Dort ist gerade Rudolf Müller aus Bad Rappenau an einem Baum am Werk. Soeben hat er die Fallkerbe geschnitten. Sie gibt die Richtung vor, in die der Baum kippen wird. Dann sägt er, etwas nach oben versetzt, von der anderen Seite weiter. In diese Stelle treibt er einen Keil. Laut ertönt der Ruf:„Achtung“. Mit einigen Hieben auf den Keil bringt er die Eiche zu Fall. Der praktische Teil ist geschafft. Nun müssen die Teilnehmer das neu erworbene Wissen beim nächsten Gang in den Wald nur noch umsetzen.
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