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Vereine bereiten Eppinger Saftscheune für die Gartenschau vor

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Streuobstler, Obst- und Gartenbauvereine bereiten die Saftscheune in der Eppinge Leiergasse für die Gartenschau vor. Das Fachwerkgebäude werde an allen Veranstaltugstagen täglich geöffnet, versprechen die Vereinsvorstände. Was die Gäste erwartet:

Saft- und Mostverkostung: Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine Eppingen und Rohrbach in der Saftscheune in Eppingen.
Saft- und Mostverkostung: Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine Eppingen und Rohrbach in der Saftscheune in Eppingen.  Foto: Kühl, Jörg

Die Saftscheune in der Eppinger Leiergasse wird an jedem Tag der Gartenschau geöffnet sein. Das kündigen die Vorsitzenden der Obst- und Gartenbauvereine Eppingen und Rohrbach, Werner Großhans und Bettina Pacius-Kistler sowie die Streuobstler um Rudolf Mayer-Ullmann an.

In diesen Tagen haben die Vereinsmitglieder die Hochbeete neben der Saftscheune für die 136-tägige Großveranstaltung vorbereitet. Hier sollen verschiedene Gemüsesorten, Salate und Kräuter, Hülsenfrüchte sowie eine insektenfreundliche Blühmischung angepflanzt und präsentiert werden. "Um Personal und Wasser zu sparen, werden wir Tropfbewässerung einrichten", berichtet Großhans. Außerdem werden auf dem Außengelände Kübel mit Obstbäumen aufgestellt.

Auch das zählt zum Repertoire: Selbst produzierter Apfelessig.
Auch das zählt zum Repertoire: Selbst produzierter Apfelessig.  Foto: Kühl, Jörg

Mit welcher Attraktion Gäste gelockt werden

Kürzlich erst haben die Obst- und Gartenbauer 175 Auflagen mit Obstgehölzen veredelt. Sie konnten im Frühjahr vergangen Jahres von Interessenten nach einem Zeitungsaufruf vorbestellt werden, berichtet Vorstandsmitglied Josef Kuhmann. Die veredelten Gehölze stehen ab dem Eröffnungstag der Gartenschau in der Saftscheune zur Abholung bereit. Darunter befinden sich so seltene Apfel-Exemplare, wie Zabergäu Renette, Schöner vom Gießhübel, Schöner von Berwangen, Horneburger Pfannkuchapfel und Kaiser-Wilhelm.

In der Scheune wird ein großer Flachbildschirm installiert. Hier wollen die Vereine Filme, Präsentationen und Fotos zeigen, die mit Obst- und Gartenbau zu tun haben. "Und vielleicht auch andere Filme und Übertragungen, die für das Publikum interessant sind", ergänzt Kuhmann. Die Vorstandsmitglieder hoffen, dass sich die Saftscheune als rege frequentierter Anlaufpunkt entpuppen wird. "Hier werden bestimmt jeden Tag Trauben von Besuchern beisammen sitzen", glaubt Mayer-Ullman. Saft, Most und Edelbrände wollen die Streuobstler gegen gemeinnützige Spende zum Verkosten anbieten.

Hier wollen die Vereinsmitglieder verschiedene Gemüsesorten anbauen: Bettina Pacius-Kistler (links) und Angelika Braun vermessen die Gemüse-Hochbeete für die Gartenschau.
Foto: Jörg Kühl
Hier wollen die Vereinsmitglieder verschiedene Gemüsesorten anbauen: Bettina Pacius-Kistler (links) und Angelika Braun vermessen die Gemüse-Hochbeete für die Gartenschau. Foto: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

Wann die hydraulische Presse in Aktion zu sehen ist

Da die letzten Tage und Wochen der Gartenschau mit der Erntezeit der Äpfel, Birnen und Quitten zusammenfällt, dürfen sich Besucher auf einen weiteren Höhepunkt freuen: Dann nämlich wird die imposante hydraulische Saftpresse in Aktion zu erleben sein. Natürlich wird der frisch gewonnene Saft den Besuchern nicht vorenthalten, versprechen die Vereinsvorstände.

Bereits in den ersten Wochen der Gartenschau, die am 20. Mai beginnt, wird Klaus Rupp aus Rohrbach vor Publikum Sensen dengeln. Großhans wird am Tag nach der Eröffnung und ab da an jedem zweiten Wochenende die Wartung und Pflege der Gartenschere demonstrieren. "Das ist das am meisten benutzte Gartengerät."

Welches Getränk beim Baumschnittkurs angeboten wird

Der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach zählt etwa 100 Mitglieder , der Eppinger Verein etwa 120. Letzterer verfügt über eine 20 Jahre alte Streuobstwiese am Hellberg. Einmal im Jahr, meistens im Februar, bietet der Verein einen Gratis-Baumschnittkurs mit einem fachlich versierten Referenten an. "Bei dieser Gelegenheit gibt es bei uns traditionell Glühmost", berichtet Mayer-Ullmann.

Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) und die Akademie für Umwelt und Naturschutz Stuttgart haben am Eppinger Hellberg 2016 das landesweit erste Kompetenzzentren für Obst und Garten eröffnet.

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