Veranstaltungsleiter wertet den Eppinger Festivalsommer als Werbung für die Stadt
Wird es eine zweite Auflage geben? Veranstaltungsleiter Marcel Gencgel berichtet von durchweg positivem Feedback zum Eppinger Festivalsommer. Von wo überall her die Gäste kamen und was das Erfolgsrezept ausmachte.

Sechs Wochen lang Musik, Kabarett und Bewegung: Der erste Eppinger Festivalsommer ist am Samstag mit der Abschiedsparty und der C3ntral Hausband zu Ende gegangen. Die Heilbronner Stimme befragte den Veranstaltungsleiter Marcel Gencgel, wie die Chancen für eine Neuauflage im kommenden Jahr stehen.
Herr Gencgel, man hört in Eppingen viel Lob aus dem Publikum. Wann ist die nächste Ausgabe geplant?
Marcel Gencgel: Lob und viel Anerkennung gab es regelmäßig, aber vor allem nun am Ende des Festivalzeitraumes. Der Gemeinderat wird im Herbst 2023 die Premiere des Festivalsommers auswerten und über eine mögliche nächste Ausgabe entscheiden.
Welche Veranstaltung hat Ihnen persönlich am besten gefallen?
Gencgel: Besonders gelungen ist uns meines Erachtens der Spartenmix: Von Kultur und Kabarett, über verschiedene Musikgenres bis hin zu Mitmachaktionen und einem Kindermusical war für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas dabei.
Welches Feedback kommt bei den Festivalmachern an und auf welchen Kanälen?
Gencgel: Das durchweg positive Resümee kommt über verschiedene Kanäle bei uns an: per Mail und Telefon genauso wie im persönlichen Gespräch. Die gute Resonanz über die verschiedensten Wege zu hören, bestätigt unser Konzept einmal mehr.
Wie weit hat der Festivalsommer ins Umland ausgestrahlt?
Gencgel: Die Resonanz aus dem Umland ist überwältigend, wir hatten beispielsweise Besucher aus Vaihingen an der Enz, Bad Rappenau, Heilbronn oder Waibstadt. Man kann sagen, dass rund die Hälfte der Besucher aus dem Umland waren.
Geplant war, ein Stück vom Zauber der Gartenschau zurückzuholen. Inwieweit ist das gelungen?
Gencgel: Die Atmosphäre der Gartenschau wurde durch den Festivalsommer definitiv zurückgeholt. Die Besucherströme und die einzigartige Stimmung haben gezeigt, dass die Menschen den Weiherpark als grüne Mitte, Treffpunkt und Veranstaltungsort annehmen und schätzen.

Ist das gastronomische Konzept aufgegangen?
Gencgel: Das Gastrokonzept hat durch den Besatz mit regionalen Anbietern großen Anklang gefunden. Besucherströme an den Getränke- und Essenausgaben konnten durch die entzerrten Standorte gut verteilt werden.
Für den Festivalsommer hat die Stadt rund 200.000 Euro ausgegeben. Warum leistet sich Eppingen solch ein Event, was hat es langfristig davon?
Gencgel: Es ist klar, dass die Investition als Standortmarketing und touristische Werbung zu sehen ist. Was wir uns in den letzten Jahren in diesem Bereich erfolgreich aufgebaut haben, wurde nun nochmals gestärkt. Farbanzeigen sind gut und schön, aber Veranstaltungen erzeugen Emotionen, und diese bleiben den Menschen in positiver Erinnerung. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Bürgergesellschaft profitiert von einem solchen Projekt unheimlich.
Welche Veranstaltungen stehen jetzt noch auf der Agenda?
Gencgel: Die Reihen Fit im Park und Sundowner gehen noch bis zum Monatsende weiter. Details zu den Einzelveranstaltungen gibt es unter unserer Homepage eppingen-tourismus.de.
Was hat sich bewährt, was ist zu verbessern?
Gencgel: Bewährt hat sich der bunte Veranstaltungsmix, der alle Generationen abgeholt hat. Nach der Gartenschau und der Premiere ist es nun eine Herausforderung, ein ähnlich gutes Programm für eine mögliche zweite Auflage des Festivalsommers zusammenzustellen. Besonders hervorzuheben ist das Engagement im Haupt- und Ehrenamt. Auf unser Team im Rathaus, aber insbesondere auch auf die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist stets Verlass.
Im Vorfeld des Festivals war über fehlende Toiletten im Weiherpark viel diskutiert worden. Dann kamen die mobilen Anlagen. Wann gibt es eine dauerhafte Lösung?
Gencgel: Im November wird ein neuer Container für eine dauerhafte Nutzung vor Ort installiert. Eine Miettoilette wird bis zum Tausch im Weiherpark bleiben.
Der Leiter des Eppinger Festivalsommers 2023, Marcel Gencgel, ist ein echter Eppinger. Aufgewachsen in Rohrbach, absolvierte er das Studium "Public Management" an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl.
Der 36-jährige Verwaltungswirt wohnt mit Partnerin in Eppingen. Gencgel leitet im Rathaus den Geschäftsbereich Liegenschaften und Infrastruktur. Außerdem ist er Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus. Privat besucht er gerne Festivals und hört Musik "querbeet", wie er verrät.

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