Siegelsbach hebt Nutzungsgebühr für öffentliche Räume an

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Wer im Bügerzentrum oder in der Sporthalle Veranstaltungen ausrichten will, muss tiefer in die Tasche greifen - Defizit wurde der Gemeinde zu groß

Von Christine Weller
Siegelsbach dreht an der Gebührenschraube: Für die Nutzung der Säle im BÜZ müssen Vereine und Privatleute bald mehr bezahlen. (Foto: Christine Weller)
Siegelsbach dreht an der Gebührenschraube: Für die Nutzung der Säle im BÜZ müssen Vereine und Privatleute bald mehr bezahlen. (Foto: Christine Weller)

Auch wenn es dem ein oder anderen Gemeinderat Bauchschmerzen bereitete: Der Not gehrochend schloss sich das Gremium dem Verwaltungsvorschlag an, die Nutzungsgebühren anzuheben. Das kann im Einzelfall so aussehen, dass örtliche Vereine und Institutionen im großen Bürgersaal bis 22 Uhr für 200 Euro feiern dürfen und für den Ratssaal, den Konferenzraum, den kleinen Bürgersaal sowie für Foyer und Toiletten jeweils 50 Euro berechnet werden.

Weitere Gebühren werden fällig, wenn auch die Küche gebraucht wird. Wer seine Veranstaltung erst nach 22 Uhr beendet, muss 150 Euro berappen. Örtliche Gewerbetreibende oder Privatpersonen müssen für die Hallenmiete 300 Euro aufbringen. Damit der Gemeinde durch Nachlässigkeit oder Mutwillen kein Schaden entsteht, verlangt sie von Vereinen bei Nutzung des großen Bürgersaals eine Kaution von 150 Euro; für den Ratssaal, den Konferenzraum, den kleinen Bürgersaal, das Foyer und die Toiletten 50 Euro. Für Küchennutzung werden hier 150 Euro fällig. Die Kaution für örtliche Gewerbetreibende und Privatpersonen beträgt bei Nutzung des großen Bürgersaals und der Küche je 300 Euro, für den Ratssaal und den Konferenzraum müssen je 100 Euro hinterlegt werden. Wer die Halle bis 22 Uhr bucht, aber die Zeit überzieht, muss mit Sanktionen in rechnen und hinterher das Doppelte der Gebühr hinblättern. Hier schloss sich das Gremium einem Vorschlag von Marlene Dietz an.

Der Gastraum der Sporthalle kostet in Zukunft für Vereine und Institutionen im Rahmen von Sportzwecken 70 Euro mit einer Kaution von 50 Euro; die Sporthalle 100 Euro mit einer Kaution von noch einmal 100 Euro. Gewerbetreibenden und Privatpersonen müssen für den Raum 120 Euro zaheln. Kaution: 200 Euro Kaution.

Bedenken aus der Ratsrunde, dass hier das Vereinsleben kaputt gemacht werde , hielt Bürgermeister Uli Kremsler entgegen: In anderen Kommunen müssen sich die Vereine ihre Hallen selbst bauen. Außerdem seien die Gebühren für die Nutzung der Sporthalle seit rund 20 Jahren nicht erhöht worden.

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