Qualitätsbewusstsein wird ausgezeichnet

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DIN EN ISO 9001 : 2000 für Nieden-Haus Bad Rappenau

Von Ulrike Plapp-Schirmer
Neben der Vulpius Klinik ist das Adolf-Nieden-Haus die zweite Gesundheitseinrichtung in Bad Rappenau, die nach DIN EN ISO 9001 : 2000 zertifiziert ist. Das Siegel wird nur an gut geführte Häuser vergeben. (Foto: Rudolf Landauer)
Neben der Vulpius Klinik ist das Adolf-Nieden-Haus die zweite Gesundheitseinrichtung in Bad Rappenau, die nach DIN EN ISO 9001 : 2000 zertifiziert ist. Das Siegel wird nur an gut geführte Häuser vergeben. (Foto: Rudolf Landauer)  Foto: Von Ulrike Plapp-Schirmer

Der Altenhilfe- und Pflegemarkt ist im Umbruch. Immer mehr Häuser bieten immer mehr Betten an. Der Konkurrenzkampf unter den Einrichtungen wird härter. Und so sind Zertifikate eine Möglichkeit, seine Leistung auch nach außen hin zu dokumentieren. Es geht um Qualität in der Pflege und Betreuung, darum, "heutigen Standards gerecht zu werden", wie Heimleiter Albert Walter sagt. Und darum zu erkennen, wo was schief läuft, um das rechtzeitig abzustellen.

Das Adolf-Nieden-Haus ist seit Anfang der neunziger Jahre Mitglied eines Regionalen Qualitätssicherungsverbunds, zu dem sich verschiedene Häuser im Landkreis Heilbronn unter Federführung des Landratsamtes zusammengeschlossen haben. Darüber hinaus wurden die Häuser der evangelischen Stadtmission Heidelberg 2004 von der Zertifizierungsgesellschaft proCumCert nach DIN EN ISO 9001 : 2000 geprüft und für gut befunden. Ein Siegel, von dem alle profitieren: Heimbewohner und Mitarbeiter. Denn die Prüfer haben bei ihren Hausbegehungen vieles im Auge: Sauberkeit, Umgang, Atmosphäre.

Bei einer Feierstunde gab Albert Walter die Anerkennung, die hinter dem Zertifikat steckt, an die Mitarbeiter weiter, allen voran Pflegedienstleiterin Anita Heiß: Sie habe als Qualitätsbeauftragte die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen in die Praxis umgesetzt, sagt er. Walter betont, dass die Mitarbeiter an diesem Qualitätsprozess maßgeblich beteiligt seien. Als eine von wenigen Pflegeeinrichtungen bietet ihnen das Adolf-Nieden-Haus umgekehrt beste Arbeitsbedingungen mit regelmäßiger Supervision und Tarifverträgen, wie sie in der Branche nicht selbstverständlich sind.

Ein weiterer Baustein des neuen Zertifikats sind Fortbildungen: Elke Breunig hat sich im abgelaufenen Jahr auf die Gerontopsychiatrische und geriatrische Rehabilitation spezialisiert; Monika Kerusch nahm an einer Schulung für Pflegehelfer teil.

Auch nach Jubilaren halten die Prüfer von proCumCert Ausschau, denn langjährige Treue spricht für ein gutes Arbeitsklima: Anita Heiß wurde vergangenes Jahr für 25 Jahre geehrt, Anja Henn und Karla Österle für zehn Jahre. Ehrenamtliche wie Beate Friedrich, Ingrid Hewig, Margot Quinzer, Hedwig Ufer und Ruth Wackenhut entlasten die Hauptamtlichen das ganze Jahr: Sie gehen mit den Bewohnern spazieren, beschäftigen sie und gestalten Feste.

Dass man sich über den Regionalen Qualitätssicherungsverbund stationärer Pflegeeinrichtungen nach einem weiteren Siegel umschaute, hat einen ganz praktischen Grund: Das Zertifikat mit dem sperrigen Namen wird auch von den Pflegekassen anerkannt, auch wenn manches beim regionalen Zirkel besser sei: Bei gegenseitigen Besuchen etwa lerne man voneinander.

Durch die Qualitätssicherung sei das Haus generell "auf dem neuesten Stand", erklärt Walter. Und die Resonanz gibt ihm Recht. Die 61 Pflegeplätze und zehn betreute Seniorenwohnungen sind belegt. Und auch das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Neben der Vulpius Klinik ist das Adolf-Nieden-Haus die zweite Gesundheitseinrichtung in Bad Rappenau, die nach DIN EN ISO 9001 : 2000 zertifiziert ist. Das Siegel wird nur an gut geführte Häuser vergeben. (Foto: Rudolf Landauer)

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