Probleme sollen behoben werden

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Neue Führungsriege für Hüffenhardter Jugendtreff

Von Annette Gast-Prior

Dass dies auf Bitten der Jugendlichen geschah, freute Bürgermeister Bruno Herberich, und das Gremium zollte den sieben Besuchern Anerkennung auch dafür, dass sie bereit sind, im Jugendtreff Verantwortung zu übernehmen. Sebastian Thieme (16), Jan Kopp (17) und Steven Widmann (17) haben sich dazu bereit gefunden, außerdem Magdalena Neubauer (14), die die Homepage pflegen wird, Nina Rieger (15), die "alles, was mit Geld zu tun hat" regeln soll, Enrico Richter (16) als Getränkewart und Fabian Kublick (14), der gleich bei der Vorstellungsrunde seinem neuen Amt als Protokollführer gerecht wurde.

Nicht nur, dass die neue Treff-Generation von ihren Vorgängern angeleitet wird: Die Toiletten haben sie bereits renoviert und sind zufrieden mit der Besucherresonanz. Sie sind auch hautnah mit den Sorgen und Nöten in ihrem Gemeinschaftsraum im Untergeschoss der Grundschule beschäftigt. Wider Erwarten hat sich allein durch die kalte Witterung das Problem der Lärmbelästigungen nicht gelöst. Ganz aktuell berichtete Bruno Herberich auch von Beschwerden über Verschmutzungen an den Buswartehäuschen in Schulnähe, die zum Teil "als Toilette benutzt werden", und wo sich Alkoholflaschen sammeln. Dort und im Schulhof hielten sich, so die Jugendlichen, diejenigen auf, denen die Treff-Verantwortlichen den Zutritt verweigern.

In diesem Frühjahr hatte man, um einer ausufernden Besucherzahl Herr zu werden, Treff-Ausweise eingeführt, die Hüffenhardter und Kälbertshäuser Jugendliche sowie eine begrenzte Anzahl ihrer Freunde berechtigen, den Jugendraum zu besuchen. Dass regelmäßig auswärtige Gäste aus Haßmersheim, Hochhausen oder Siegelsbach vor der Tür stehen, ist aber offenbar nicht zu verhindern: Diese hielten sich, so die Schilderung, lautstark im Freien auf.

Herberich offerierte dem Gemeinderat als Lösung, rund um das Schulgebäude eine Art Bannmeile einzurichten und dort nach 20 Uhr ein Aufenthaltsverbot zu verhängen. Er ist sicher: "Wir kriegen das Problem anders nicht in den Griff". Andernfalls drohe die Schließung.

Sogar ein polizeilicher Platzverweis habe kürzlich nicht gefruchtet. Erklärter Wille der Verwaltung sei es nach wie vor, den Betrieb zu gewährleisten, die Klagen der Anwohner könne man aber nicht ignorieren: "Ich denke, wir sind es dem Umfeld schuldig zu handeln", sagte Bruno Herberich.

Auch Kreisjugendpfleger Rainer Wirth bemühe sich um eine Lösung. Doch die Verantwortung der Eltern für ihren Nachwuchs hört nach Auffassung Herberichs nicht an der Treff-Tür auf. Nach wie vor denkt man in Hüffenhardt über einen anderen, besseren Standort nach, noch immer ohne Ergebnis.

Nach vorn gerichtet ist auch der Blick der Treff-Aktiven. An Fasching wollen sie wieder beim Umzug dabei sein, im Sommer beim Straßenfest. Ein Fußballturnier wollen sie organisieren, einen Kindertrödelmarkt zur Kerwe und zum ersten Mal eine Faschingsdisco für Grundschüler - in Absprache mit der Schulleitung, kündigten sie an.

Im Sommer haben Hüffenhardter Jugendlichen die so genannte SPD-Hütte im alten Steinbruch instand gesetzt - verantwortlich für diese ehrenamtliche Aktion war der Jugendtreff. (Foto: Annette Gast-Prior)

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