Pfingsten - Schlepper - Bockschaft
Das Konzept des Schleppertreffs in Bockschaft hat sich bewährt und viele Freunde gefunden.

Er findet an Pfingsten seit über einem Jahrzehnt statt. Das Konzept des Schleppertreffs in Bockschaft hat sich bewährt und viele Freunde gefunden.
Samstags reisen die ersten Schlepper an, abends wird mit Tanzkapelle und am Lagerfeuer gefeiert. Sonntags folgen ein buntes Programm für Klein und Groß sowie eine Sonderschau zu einem immer anderen Thema - diesmal die Maisernte im Wandel der Zeit. Im Lauf des Montags fahren die, die auf dem Gutshofgelände übernachtet haben, wieder los, und die Organisatoren haben Zeit, ohne Hektik aufzuräumen.
Jedes Jahr schaut der Eppinger Karl-Heinz Lösch vorbei. "Es ist schön, die restaurierten Schlepper anzusehen", sagte er, "und auch solche, die schon lange nicht mehr gebaut werden." Der Quickly-Fan besucht auch andere Schlepper- und Oldtimer-Treffen und hat bemerkt: "Es gibt manche, die sind immer dabei, zum Beispiel ein goldener Lanz-Traktor." Auch von den Schlepperfreunden Adelshofen kommen immer einige. Diesmal waren es 25; von ihnen reisten 15 auf Schleppern an. "Man braucht zwischen einer halben und einer Dreiviertelstunde", sagte Heiko Wiederroth, der sich über viele bekannte Gesichter freute. Die Adelshofener feiern am 21. und 22. Juni ihren actionreichen Trecker-Treck.
Reizvolle Aktionen hatten auch die Bockschafter vorbereitet. Schleppergolf etwa, bei dem ein Golfball mit einem Schläger durch einen Landmaschinen-Parcours bugsiert werden musste. Oder einen Tretschlepper-Parcours für Kinder. 370 Schlepper besuchten diesmal den Gutshof. "Für uns eine normal hohe Zahl", so Jochen Rudy, Vorsitzender des Schlepperteams, zufrieden. Schon der Samstag war gut besucht. In der leeren Gerätehalle spielte eine Kapelle. "Auch draußen war viel los", erzählte Karin Rudy. Und die Kinder hätten Unmengen an Stockbrot verdrückt.
Nicht allzu weit hatte es der Kirchardter Markus Trunzer, der bei 36 Grad auf seiner kleinen Agria durch die pralle Sonne kutschierte, stilecht mit Hut und Rennfahrerbrille. Sein Bruder Peter Trunzer reiste mit einem Traktor-Wohnanhänger-Gespann aus Bad Rappenau an. "Wir haben schon vor, damit auch mal Urlaub zu machen", sagte er schmunzelnd.
Keinen Schlepper, dennoch einen Oldtimer brachte Bernd Reinke aus Kirchardt mit: einen roten Motorroller Heinkel Tourist von 1960 mit integriertem Kindersitz. Seit 30 Jahren fährt er seinen Heinkel und erläutert: "Es heißt der Heinkel, weil die Heinkel ein Flugzeug war."
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