Parks strahlen im Lichterglanz

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Bad Rappenau - Spät, aber heftig: Es dauerte eine Weile, ehe am Samstagabend der Ansturm auf das Bad Rappenauer Lichterfest einsetzte. Kurz vor dem ersten von zwei Feuerwerken im Salinenpark schätzte Veranstaltungsleiter Hans Peter Schmitt die Besucherzahl dann auf rund 15.000 - eine Marke, die eigentlich für beide Wochenendtage zusammen angepeilt war.

Von Alexander Hettich


Bad Rappenau - Spät, aber heftig: Es dauerte eine Weile, ehe am Samstagabend der Ansturm auf das Bad Rappenauer Lichterfest einsetzte. Kurz vor dem ersten von zwei Feuerwerken im Salinenpark schätzte Veranstaltungsleiter Hans Peter Schmitt die Besucherzahl dann auf rund 15.000 - eine Marke, die eigentlich für beide Wochenendtage zusammen angepeilt war.

Terminkollision

Rückblende: Am frühen Abend füllt sich das weitläufige Gelände in Kur- und Salinenpark nur langsam. „Das ist wegen der Hitze“, schlussfolgert Schmitt, keinesfalls nervös. Dass Heilbronner und Rappenauer Lichterzauber zeitgleich über die Bühne gehen, findet der Organisator von der städtischen Touristik- und Bäder-Gesellschaft, „unglücklich“, mehr nicht: „Unsere Besucher kommen eher aus Richtung Heidelberg und Karlsruhe.“ Eine Besucherin packt ihn am Ärmel, etwas ratlos blickt sie auf die prall gefüllte Programmbroschüre. „Wo soll man sich denn hier aufhalten?“, fragt sie, und Schmitt macht eine ausladende Geste mit dem Arm. Will heißen: überall. Das Fest ist eine einzige Attraktion, die größte Veranstaltung in den Kurstadtparks seit der Landesgartenschau.

Mond-Angler

Klar, die beiden Feuerwerke will jeder sehen (siehe Hintergrund). Das Glitzer-Schauspiel zu den Klängen der „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé ist so etwas wie das Markenzeichen des Rappenauer Lichterfests. „Es ist aber für mich nicht der Höhepunkt“, erklärt Schmitt, „es ist ein Höhepunkt.“ Mit neuen Attraktionen haben die Veranstalter dem Traditionsfest neue Glanzlichter verpasst. So holt das Theater Anu in einer stimmungsvollen Inszenierung den Mond vom Himmel. Bäume sind in rotes und grünes Licht getaucht, Künstler Peter Grotz hat Laternen farbenfrohe Figuren übergestülpt. Überall im Park flackern hunderte Kerzen. Schattenspieler nutzen die Bäume als Kulisse, und von fünf Bühnen erklingt Musik.

„Toll, was hier für fünf Euro Eintritt alles geboten wird“, findet Besucher Achim Seiwald, der kein Lichterfest auslässt. „Wir sind jedes Jahr hier.“ Kein Lichterglanz ohne Mühsal. Ehrenamtliche Helfer zünden in der Dämmerung eine Kerze nach der anderen an. „Drei Stunden lang haben wir die Becher aufgestellt“, sagt Helfer Hartmut Weilbacher. „Bis alle brennen, dauert es eine Stunde.“ Es lohnt sich. „Das Ambiente hier“, schwärmt der Bonfelder, „ist einmalig.“

Markttreiben

Am südlichen Rand des Festgeländes lockt der Markt der schönen Dinge mit Kunsthandwerk, Schmuck und Dekoartikeln. Nach schleppendem Beginn strömt auch hier die Kundschaft. „Wir sind zufrieden“, verbuchte Manfred Dupper an seinem Mineralien- und Fossilienstand den Samstag als Erfolg. Irmgard Schierle-Bette hat Kunsthandwerk aus Glas im Angebot - und für das Rappenauer Lichterfest viel Lob übrig. „Das ist wirklich sehr schön gemacht.“ Einziger Kritikpunkt: Der Markt erschien ihr etwas zu weit vom Schuss. „Nächstes Jahr wünschen wir uns einen zentraleren Standort.“

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben