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Bad Rappenau
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Neues Kapitel Stadtgeschichte

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Auf diesen Tag haben viele gewartet: Der Heilbronner Projektentwickler Kruck & Partner lud gestern Vormittag zum Spatenstich für das neue Hotel im Bad Rappenauer Kurgebiet ein.

Von unserer Redakteurin Ulrike Plapp-Schirmer

Auf diesen Tag haben viele gewartet: Der Heilbronner Projektentwickler Kruck & Partner lud gestern Vormittag zum Spatenstich für das neue Hotel im Bad Rappenauer Kurgebiet ein. Betreiber ist das Goslaer Familienunternehmen Dörschel mit demnächst elf Sonnenhotels in Deutschland und in Österreich. Eineinhalb Jahre lang soll gebaut werden, die Eröffnung ist - pünktlich zur Bundesgartenschau in Heilbronn - für Anfang 2019 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt 17 Millionen Euro.

Neues Quartier

Die Stadt Bad Rappenau betrachtet den Hotelneubau direkt neben ihren Bädern als wichtiges Infrastrukturprojekt: "Ein weiteres Hotel steht schon lange auf unserer Wunschliste", sagte Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen. Den Spatenstich nannte er den "Anfangspunkt für ein Kapitel Stadtgeschichte, das an dieser Stelle neu aufgeschlagen wird". Zusammen mit der von Kruck & Partner geplanten Wohnbebauung gegenüber, für die die alte Rosentrittklinik abgerissen wird, entstehe hier in den nächsten Jahren ein ganz neues Quartier.

Visitenkarte

Über zehn Jahre ist ein weiteres Hotel im Kurgebiet bereits im Gespräch. "Wir erleben heute den Start eines Projekts, mit dem sich schon meine Amtsvorgänger beschäftigt haben", erklärte Hans Heribert Blättgen. Schon bei der Einweihung des Stadtcarrés, mit dem der Heilbronner Projektentwickler vor genau zehn Jahren seine Visitenkarte in Bad Rappenau abgegeben habe, sei er mit Geschäftsführer Joachim Kruck darüber ins Gespräch gekommen. "Das Rathaus hat uns immer unterstützt", sagte der Heilbronner über die konstruktive Zusammenarbeit: "Das ist der Grund, warum wir hier stehen."

Standort mit Potenzial

Allerdings habe auch die Familie Dörschel das Potenzial erkannt, das in diesem Standort schlummert, so Kruck. Das Hotel wird im ersten Stock über einen sogenannten Bademantelgang mit der Rappsodie verbunden. Die Betreiber wenden sich mit ihrem Angebot an Geschäftsreisende, "von denen es im Raum Heilbronn viele gibt" so Karina-Anna Dörschel, aber auch an Erholungssuchende und Familien.

Größe des Hotels

Das Hotel wird 132 Zimmer haben, das Restaurant werde "recht großzügig geplant: Wir wünschen uns ein offenes Haus und kein Hotel, um das Einheimische einen Bogen machen", so Dörschel. Als "erstes, vollkommen barrierefreies Hotel" habe man in der Region ein Alleinstellungsmerkmal: "Wir sind glücklich, mit Kruck & Partner einen Partner zu haben, die hier ein zukunftsfähiges Projekt baut."

Meilenstein

Auf einen Betreiber habe man lange gewartet, sagte Heribert Blättgen zu Karina Dörschel. Zu einem Zeitpunkt, wo vieles noch in der Schwebe gewesen sei, habe man sich dann gefunden: Die Hoteliers aus Goslar konnten sich in die Planung mit einbringen. Das Gebäude mit seiner außergewöhnlichen Fassadengestaltung wurde von dem Coburger Architekturbüro Schleifenheimer entworfen, das auch für das Heilbronner Marrahaus verantwortlich ist. Seit 2002 arbeiten Alexander Schleifenheimer und Kruck & Partner zusammen. "Das ist eine kontinuierliche Arbeit, die uns auch mit Bad Rappenau verbindet", sagte er. Mit der Innenarchitektur hat Kruck & Partner das renommierte Designbüro Ippolito Fleitz beauftragt: "Ich bin überzeugt, sie setzen hier an diesem Standort einen Meilenstein", sagte Karina Dörschel zu dem Bauherren.

 Foto: Plapp-Schirmer
Das Hotel im Kurgebiet bezieht die geschützte Villa Botsch mit ein.
Das Hotel im Kurgebiet bezieht die geschützte Villa Botsch mit ein.  Foto: Plapp-Schirmer, Ulrike
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