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Mühlbacher See bei Eppingen: Badehotspot ohne Drängelei

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Der Mühlbacher See ist eine ruhige Alternative zur vielbesuchten Ehmetsklinge. Der Imbiss vor Ort lockt mit allerlei selbstgemachten Speisen. Bäume spenden am Ufer Schatten. Und das Auto kann kostenlos geparkt werden.

Campingstühle mit guter Aussicht: Marie Schäfer und ihre Bekannte Ibo Böhm genießen den Platz unter Bäumen. Auch das junge Paar links wirkt entspannt.
Campingstühle mit guter Aussicht: Marie Schäfer und ihre Bekannte Ibo Böhm genießen den Platz unter Bäumen. Auch das junge Paar links wirkt entspannt.  Foto: Kühl, Jörg

Ein Geheimtipp zum Baden und sich Sonnen ist der Mühlbacher See. Nur wenige Kilometer von der vielbesuchten Ehmetsklinge entfernt, bietet das Eppinger Gewässer eine ruhige Alternative. Der See befindet sich in Mühlbach am Ortsausgang in Richtung Ochsenburg, er wird vom Himmelreichbach gespeist, der nur wenige Meter entfernt entspringt. Die nord-westliche Seeseite verfügt über einen Sandstrand, terrassierte Sitzmöglichkeiten und einen Kiosk, der während der Badesaison täglich geöffnet ist.

 


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Unter den Bäumen am Seeufer haben es sich Marie Schäfer aus Eppingen und Ibo Böhm aus Kleingartach gemütlich gemacht. Die beiden Frauen genießen die Ruhe und den Schatten am See. "Das Wasser ist auch sehr gut", meint Maria Schäfer. Die Quelle sei schließlich nicht weit entfernt. Sie war vor 35 Jahren von Mühlbach nach Eppingen umgezogen und ist ihrem Heimat-Badegewässer treu geblieben. Ein Vorteil sei der sanft abfallende Sandstrand. "Man kann weit in das Wasser hineinlaufen." Die Benutzung der Toiletten und Duschen sei gratis, freuen sich die Frauen. "Auch das Parken kostet nichts", ergänzt Ibo Böhm. "Man kann den See nur loben", so das Fazit der Damen.

Warum der See bei Familien beliebt ist

Familie Reisenhauer am Mühlbacher See: Irina und Dimitri mit den Kindern Amelie (5), Melissa (9) und Melina (15) sowie deren Freund Julien (17).
Fotos: Jörg Kühl
Familie Reisenhauer am Mühlbacher See: Irina und Dimitri mit den Kindern Amelie (5), Melissa (9) und Melina (15) sowie deren Freund Julien (17). Fotos: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

Für Familien mit Kindern ist der See besonders geeignet. "Die Sanitäranlagen sind okay und die Preise des Imbisses für Familien erschwinglich", urteilt Irina Reisenhauer. Sie ist mit Ehemann Dimitri und den Kindern Melina (15), Melissa (9) und Amelie (5) zum Baden nach Mühlbach gekommen. "In diesem Jahr ist es das erste Mal", so die Mutter. Sie wundert sich, dass der See trotz der Lufttemperatur um 34 Grad nicht überlaufen ist. Die Töchter vertreiben sich ihre Zeit mit Tauchen und Sandburgenbauen. Was sich die Familie wünschen würde, wären Spielgeräte für Kinder direkt am Strand, zum Beispiel eine Wasserrutsche. Zwar gibt es einen Spielplatz am anderen Seeufer. Wenn die Familie aber am Strand bleiben möchte, hat sie keine Aufsicht über die Kinder, die auf dem Spielplatz spielen.

Die Toiletten und Duschen wurden 2021 erneuert. In diesem Jahr kam eine Umkleidekabine am Strand hinzu. Seit 2013 sind die Geschwister Ursula und Theo Müller Pächter der städtischen Immobilie. Dass sie im kommenden Jahr 20-jähriges Bestehen feiern, ist den beiden noch gar nicht so recht bewusst.

Was am Kiosk besonders gut läuft

Terrasse am Kiosk: Wolf Waldemar aus Mühlbach genießt mit seiner "generationenübergreifenden Feierabendgruppe" ein Kaltgetränk.
Terrasse am Kiosk: Wolf Waldemar aus Mühlbach genießt mit seiner "generationenübergreifenden Feierabendgruppe" ein Kaltgetränk.  Foto: Kühl, Jörg

Pommes und Currywurst sind die Verkaufsschlager, berichten die Wirtsleute. "Vieles machen wir selbst. Mein Bruder die Currywurst, ich die Saucen", erzählt Ursula Müller. Das Problem mit den Nilgänsen sei in diesem Jahr etwas besser, beobachten die Müllers. Dass der Mardersteg auf die Seeinsel daran einen Anteil hat, glauben sie eher weniger. Der Bau des Holzbalkens vom südöstlichen Seeufer auf die Insel hatte vor einem Jahr überregionale Medienresonanz hervorgerufen. Die Idee war damals, der Marder werde über den Steg gelangen und das Gelege der invasiven Vögel stören.

Der Imbiss lebt im Somme von den Badegästen, aber nicht nur: "Wir haben viele Stammgäste", sagt Ursula Müller. So besuche der Fahrrad-Club Berwangen einmal pro Woche den Seekiosk. Eine wichtige Stütze seien die treuen Gäste, die jeden Tag erscheinen, sofern es das Wetter zulässt. "Abends schieben unsere Stammgäste die Tische zusammen und machen es sich dann gemütlich." Einen Wunsch an die Stadt Eppingen als Eigentümerin des Imbisses hat die Pächterin: "Ein Vordach zum Daruntersitzen bei Regen wäre ideal."

Was sich Stammgäste wünschen

Auch Stammgast Waldemar Wolf aus Mühlbach springt für den Imbiss in die Bresche: "Es wäre wichtig, dass die Stadt den Imbiss mal so richtig ausbaut." Als Argument nennt der Mühlbacher, dass die Pächter in die Lage versetzt würden, auch abseits der Badesaison Gäste zu bewirten und zu Stoßzeiten im Sommer mehr Personal unterbringen zu können. "Das hier wäre auch eine Super-Wanderhütte."

 
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