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Das Eppinger Lichterfest ist ein absolutes Highlight

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Das Spektakel zieht trotz trüber Wetterlage tausende Besucher nach Eppingen.

Als märchenhafte Lichtgestalten überraschen die Mitglieder des Vereins Artificium Eppingen die Besucher ihres Stands.
Als märchenhafte Lichtgestalten überraschen die Mitglieder des Vereins Artificium Eppingen die Besucher ihres Stands.  Foto: Berger, Mario

Das Fest eine Woche vor Ende der Eppinger Gartenschau entpuppt sich als fulminantes Highlight: „9100 Besucher waren heute da“ verkündet Veranstaltungsleiter Wolf Grünenwald um 22 Uhr, bevor er als Schlusspunkt des Funkelnden Lichterfests die 20-minütige Lasershow ansagt. Dass unter den alle Generationen umfassenden Gästen viele von außerhalb gekommen sind, bezeugt um 23 Uhr die den Lichterreigen munter fortsetzende Kette von Autorückleuchten auf der B 239.

Bereits um 19 Uhr ist das Gelände in der Stadt gut gefüllt. Längs der Weiherwiese sprießen bunte Blumen meterhoch – grün die Stängel, magentarot die Blüten, gelb oder orange die nach außen gestülpten Kelche: aufgeblasene, beleuchtete Stoffgebilde. Auf der anderen Seite der Wiese ranken sich skurril-organische Formen in den Abendhimmel.

 


Wie damals auf der Buga in Heilbronn

Esoterische Klänge begleiten eine gigantische Lichtfigur, die graziös um den Weiher schreitet. Wer die Dundo-Puppe vor drei Jahren auf der Buga in Heilbronn erlebt hat, hat ein Déjà-vu: Einmal mehr präsentiert sich Eppingen als Austragungsort einer Mini Buga. 

Während beleuchtete Pylone sowie in Pastelltönen angestrahlte Gewächse den kühlen Abend in warmes Ambiente hüllen, sich funkelnde Elfen, Stelzenläufer und andere Lichtgestalten unter die Menge mischen, zieht es diese vor allem zur Musik. Ob Italo-Pop auf der Sparkassenbühne, Rock’n Roll auf den Weiherwiesen oder Schlager auf der Dieffenbacher Bühne – überall wird mitgesungen, gewippt und getanzt.

Oder andächtig gelauscht, wie in den historischen Gärten im westlichen Geländeteil. Die Lichtinstallation des Gemminger Kukuk-Vereins hat den Bereich in einen Zaubergarten verwandelt, Flamenco-Gitarrist Pepe de Alida verleiht dem magischen Ort andalusisches Flair.

 


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Rock am See oder: Was kommt nach der Gartenschau in Eppingen?


Begeisterten Applaus spenden die Umstehenden auch Ralf Baumgärtner. Auf der Artificium-Bühne trommelt der Eppinger Musiker auf Fässern. Wie im schwarzen Theater leuchten nur in Neonfarben gehaltene Elemente auf. Die Verstärkung durch die Artisten von Feuerflug, die den Rhythmus für ein Tänzchen mit leuchtenden Hula-Hoop-Reifen und diversen Jonglagegeräten nutzen, sei nicht abgesprochen, ruft Baumgärtner lachend ins Publikum.

Derweil springt Christian Engel nach der von ihm angeführten Polonaise wieder atemlos auf die benachbarte Dieffenbacher Bühne. Wieder einmal hat der Erfinder des Gartenschaulieds „Der Sommer, die Stadt und du“ den Titel live angestimmt.

Live-Licht-Kunst

Noch einmal tanzt der Dundo zu „An Tagen wie diesen“ bei der Lasershow, dann ist das Fest vorbei.
Noch einmal tanzt der Dundo zu „An Tagen wie diesen“ bei der Lasershow, dann ist das Fest vorbei.  Foto: Schwarzbürger, Susanne

Streicherklänge locken Menschenmengen zum Stadtpavillon. Dabei gibt es hier kein Konzert, sondern was zum Gucken. Der Cellist Peter Nickel begleitet musikalisch einen Sandkünstler: Mit flinker Hand gestaltet Christian Kaiser Bilder auf einer Lichtplatte. Eine Kamera überträgt den Prozess auf die Leinwand. Das Publikum sitzt staunend und raunend davor, steht teilweise vor dem Pavillon, um zu sehen, wie Kaiser mithilfe von Pinseln und Spateln einen verwunschenen Wald, ein Fachwerkhaus, am Ende gar die Silhouette Eppingens entwirft. Großer Applaus.

Länger stehen müssen die Besucher an allen Essensständen. Die Schlangen sind hier endlos. Eine dreiviertel Stunde Wartezeit auf Flammkuchen oder Currywurst – am Gasthaus Schwanen werden Hungrige ungehalten. Zwischen all dem Licht bleibt es in der Hauptgastronomie am Westrand des Geländes an diesem Abend dunkel.

Dafür spielt der Himmel mit: Wetterleuchten ergänzt das Spektakel auf dem Gelände. Regen setzt erst kurz vor der Lasershow ein. Das tut der Festfreude keinen Abbruch. Der Niesel wirkt wie Sternenflimmern zwischen den Laserstrahlen. 

 


Gartenschau-Finale

Wenn die Gartenschau in Eppingen am kommenden Sonntag, 2. Oktober, die Fahne an Balingen übergibt, können die Veranstalter auf 136 Tage voller Events zurückblicken. Das bestbesuchte war dabei das Lichterfest am Samstag. Alle Ausstellungen und regelmäßigen Angebote laufen bis zum letzten Tag weiter. Höhepunkte dieser Woche sind die Filmvorführung von „Die Kirche bleibt im Dorf“ am Herzblut-Abend am Dienstag, der Auftritt von Sudden Inspiration in der Reihe Kraichgau-Helden am Donnerstag und der Afrikafilmabend „Wild & Weit“ am Samstag. 

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