Lebensfreude hoch vier

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Formation Gospel 4 begeistert bei Auftritt in der Bonfelder Kirche

Von Fenja Thies
Rissen beim Konzert in der Bonfelder Kirche das Publikum mit: Katrin Haug (links) und Birgit Langer.Foto: Fenja Thies
Rissen beim Konzert in der Bonfelder Kirche das Publikum mit: Katrin Haug (links) und Birgit Langer.Foto: Fenja Thies

Dass Ein - Dass ein Gospelchor nicht aus 30 bis 40 Personen bestehen muss, bewies die Formation Gospel 4 am Freitagabend in der evangelischen Kirche in Bonfeld. Die vier Musiker Katrin Haug, Birgit Langer, Fritz "Toni" Haug und Martin Wüstner brachten mit stimmlicher Ausdruckskraft, begleitet von Gitarren, Schellenkranz und auch Mundharmonika, die Kirchenwände zum Wackeln.

Mitsingen Schon beim ersten Lied standen die Zuhörer auf. "Es liegt Musik in der Luft", meinte Birgit Langer, die eigentlich aus dem Bereich des Schlagers kommt. Zusammen mit Powerfrau Katrin Haug, deren Stimme an Tina Turner erinnert, zog sie jeden in den Bann. Ob bei "Go, tell it on the mountain", "Rock my soul" oder "Down by the riverside" − man sang gerne mit. Zwischen den Liedern gab es Informationen zur Entstehungsgeschichte oder Hintergründe, wann beispielsweise "Precious Lord" gesungen wurde. Dies war das Lieblingslied von Martin Luther King und wurde auch bei seiner Beerdigung angestimmt.

"Es gibt einen Titel, der immer wieder gerne von der Braut gewünscht wird", berichtete Langer schmunzelnd über Auftritte bei Hochzeiten: "Zu dem Zeitpunkt glaubt sie das auch noch − I will follow him." Doch auch weniger bekannte Gospels waren zu hören, zum Beispiel ein Lied der Clark Sisters, einer der bekanntesten Gospelformationen in Amerika. Und es gab immer wieder Erklärungen. So wurden in Gospels nicht nur Geschichten aus der Bibel vertont, sondern auch geheime Botschaften ausgetauscht. "Wade in the water" war ein Tipp für die Sklaven, auf ihrer Flucht durch Wasser zu laufen, da Hunde im Wasser die Spur verloren. Nach der Pause ging es noch mehr zur Sache. Singend kam Gospel 4 in die Kirche zurück. "Oh when the saints" lud dabei wirklich jeden zum Mitsingen ein. Stimmgewaltig, rhythmisch und schwungvoll ging es weiter mit "The Rose" oder auch einem Medley von Les Humphries. Immer wieder ging Katrin Haug auf die Zuschauer zu, die aus dem Mitsingen und Mitklatschen sowieso nicht mehr herauskamen. Wie aber auch Birgit Langer meinte: "Klatschen ist einfach ein Ausdruck der Lebensfreude." Und die gab es an diesem Abend zur Genüge.

Kindergarten Mit dem Konzert wollte Marita Klenk, Leiterin des evangelischen Kindergartens Biberacher Straße, dessen Jubiläum gebührend abschließen. Gesehen hatte sie Gospel 4 das erste Mal in Mosbach, und schon da war ihr klar: "Bei denen kann man nicht sitzen bleiben." Spontan ging sie auf die Gruppe zu und lud ein. "Ich wollte auch etwas machen, das nicht nur für Kinder, sondern auch für den Ort ist", meinte Klenk. Zweifellos eine gute Entscheidung.

Nach oben  Nach oben