Krämer kehren auf die Burg zurück

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Sulzfelder Verein organisiert buntes Pfingstspektakel

Von Heike Kinkopf
Ottmar Sager von der Burgwehr Sulzfeld fiebert wie seine Vereinskollegen dem Fest auf der Ravensburg entgegen. Pfingsten halten dort Krämer und Musikanten Einzug. (Foto: Heike Kinkopf)
Ottmar Sager von der Burgwehr Sulzfeld fiebert wie seine Vereinskollegen dem Fest auf der Ravensburg entgegen. Pfingsten halten dort Krämer und Musikanten Einzug. (Foto: Heike Kinkopf)

An was die Organisatoren alles denken müssen: Nachtwache. Feuerwehrzufahrten. Vorschriften des Wirtschaftskontrolldienstes. Toilettenwagen. Genehmigungen für Böllerschüsse. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Das Ziel haben die Mitglieder der Burgwehr fest im Visier: Das erste Burgwehrfest auf der Ravensburg soll reibungslos an Pfingsten, 15. und 16. Juni, vonstatten gehen.

Fünf Mal bereits haben die Vereinsmitglieder ihr Fest beim Rathaus gefeiert. Kein Vergleich mit dem, was die rund 30 Männer und Frauen um den Vorsitzenden Ulrich Weiß dieses Jahr planen. Zusammen mit den Restaurantbesitzern Ulrike und Claus Burmeister organisieren sie ein mittelalterliches Treiben rund um das altehrwürdige Gemäuer. Um den inneren Burghof kümmern sich die Burmeisters, den äußeren füllen die Burgwehrmitglieder mit Leben.

Pfingstsonntag und -montag bevölkern Weber und Korbflechter die Anlage; sieben, acht Händler, erläutert Kassierer Ottmar Sager, bauen Krämerstände auf. Mittelalterliche Spiele denkt sich eine Gruppe für Kinder aus. Die dreiköpfigen Bands Musikus Rainer und Minnesänger Thomas wechseln sich mit ihren Auftritten ab. Es spielt der Fanfarenzug Brettener Herolde.

Die Burgwehr investiert kräftig ins Event. Das gibt Ottmar Sager zu. Wie viel? Das behält der Kassierer lieber für sich. "Im ersten Jahr wollen wir nur rauskommen", macht er die Rechnung auf. Ausgerichtet ist das Fest auf etwa 1000 Besucher pro Tag. "Wenn 2000 kommen, werden wir überrollt."

A und O - die Logistik. Extraschläuche bringen Wasser. Stromkabel müssen her. "Es gibt ein paar Steckdosen da oben", drückt es Sager überspitzt aus. Um die erhofften Besucherströme mit Essen und Getränken zu versorgen, braucht es um einiges mehr, als vorhanden ist. "Aber wir haben sehr gute Verbindungen zur Gemeindeverwaltung", freut sich Sager.

Bei örtlichen Metzgern ist das Fleisch bestellt, davon ein Teil auf Kommission. Burgwehrmitglied und Bäcker Andreas Krauß formt aus Brotteig die essbaren Schüsselchen für das Gebrutzelte. "Lieber zahlen wir ein paar Cent mehr", macht Sager deutlich. Hauptsache, die Qualität des Angebots stimmt, zu dem gegrillte Forelle, Würste und "Bibeleskäs" zählen.

Die Premiere soll gelingen, wünschen sich die Burgwehrmitglieder. Wie es nächstes Jahr weitergeht, "sieht man dann", so Sager. Sind die Burgwehrleute Pfingsten auch pausenlos im Einsatz, ist Sager dennoch sicher: Sie werden ihr Fest genießen - abends, wenn der Besucherkreis kleiner geworden ist, verschnaufen sie am Lagerfeuer.

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