Kleine Indianer entdecken Bibel
Ferienaktion der Kirchengemeinden in Gemmingen mit dem Schwerpunkt Freundschaft
Marie von Degenfeld-Schonburg und Philipp Krebs gehören zur Gruppe der "Springenden Steinböcke". Sie stehen vor der schwierigen Aufgabe, als blinder Indianer den Pfeil ins richtige Feld zu stechen. Sobald die Trompete ertönt, geht es weiter zur nächsten Station. Fünf Nachmittage ist auf dem Gelände der katholischen Kirche allerlei geboten. Veranstalter sind die drei Kirchengemeinden im Ort.
Katholische, evangelische und die evangelisch-freikirchliche Gemeinde blicken über die konfessionellen Grenzen und bereiteten die Kinderbibelwoche vor im Rahmen des Kinderferienprogramms. "Unter Rothäuten und Bleichgesichtern" lautet das Motto, bei dem vor allem die Freundschaft im Mittelpunkt steht. Mehr als ein halbes Jahr lang trafen sich 25 Mitarbeiter, um Inhalte und Methoden zu erarbeiten und die Arbeit auf kleinere Teams zu verteilen. Ein Musikteam, ein Werbeteam und ein Kreativteam probten Lieder, stimmten Bastelangebote ab und kauften Material ein.
Professionelle Unterstützung leistet Bernhard Maier von der Kinderevangelisationsbewegung. Als Oberhäuptling versteht er es, das Indianerleben mit den biblischen Geschichten von David und Jonathan zu verknüpfen. David mit seinem großen Vertrauen zu Gott findet in Jonathan einen Freund fürs Leben. "Jesus ist mein bester Freund" singen die Kinder lautstark das Wochenlied der Kinderbibelwoche.
Dann treffen sich die sechs Stämme zur Vertiefung in altersgerechten Kleingruppen. Jeder Stamm hat einen echten Indianernamen. "Crow" heißt die älteste Gruppe, "Navayo" nennen sich die Zehnjährigen. Bevor es mit Spielen und Aktionen weitergeht, gibt es für alle einen Imbiss, den die fleißigen Helfer des Küchenteams selbst zusammenstellen. Spurensuche, Bastelangebote, beim Kampf der Stämme um Geschicklichkeit und Schnelligkeit wetteifern und ein Indianerfest mit Lagerfeuer feiern - all dies steht auf dem Aktivprogramm. Auf dem Gelände neben der Kirche steht ein Original-Tipi-Zelt für persönliche Gespräche bereit. Die Sechs- bis Zwölfjährigen sind von den fröhlichen Indianertagen zum Schluss des Ferienprogramms begeistert.
Nach der Kinderbibelwoche soll es in Gemmingen mit der überkonfessionellen Bibelarbeit weitergehen. So werden die sechs- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen in die Gruppen aller Gemeinden eingeladen. Wer tieferes Interesse hat, die Bibel kennen zu lernen, kommt in den Bibelklub.
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