Kindergarten Kirche wird Sprach-Kita
Der Eppinger Kindergarten Kirche hat sich erfolgreich um die Aufnahme ins Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" beworben. Der Fokus liegt weiterhin auf der Förderung von Sprache im Alltag.

Pfarrer Friedhelm Bokelmann hat diese Woche gemeinsam mit Jessica Wells, Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Kultur im Eppinger Rathaus, das Hinweisschild an der Hauswand des Kindergartens enthüllt. Damit ist das Profil der Einrichtung auch nach außen sichtbar. Intern wird die Sprachkompetenz der Mädchen und Jungen allerdings schon seit geraumer Zeit gefördert. "Das liegt uns schon lange am Herzen", betont Ute Aupperle. Mit ihrem Team möchte die Leiterin allen Kindern gerecht werden - jenen die Deutsch als Zweitsprache lernen und Unterstützung brauchen, und jenen, fit sind und nach Herausforderungen suchen. Dafür sei auch die Zusammenarbeit mit den Eltern notwendig: "Das ist ein entscheidender Punkt."
Den Mensch sehen, wie er ist
Drittes Standbein der Förderung sei die Inklusion. "Den Mensch so zu sehen, wie er ist" sei Teil des Leitbild des Kindergartens. Mit Hilfe des Programms sollen gute Bedingungen für alle Kinder geschaffen werden. Mit dem Bundesprogramm könne man jetzt noch besser werden, ist Aupperle überzeugt. Es ermöglicht die Beschäftigung einer Fachkraft für vier Jahre. Die 50-Prozent-Stelle hat Christine Gauch übernommen. Weitere 25 Prozent bleibt sie als Erzieherin tätig.
"Sprache ist spannend", erklärt die Erzieherin, die seit 20 Jahren im Kindergarten Kirche arbeitet. Die Besetzung der Stelle aus dem bestehenden Team heraus sei ein Vorteil, findet Pfarrer Bokelmann. Alle Erzieherinnen der Einrichtung haben eine Langzeitfortbildung besucht, um Sprache im Alltag zu fördern. "Das ist sehr effektiv", sagt Bokelmann. In jeder Situation ist Sprache wichtig, weiß Christine Gauch. Man müsse den Kindern Gelegenheit geben, ihren Wortschatz zu erweitern. Mit Begeisterung finden Kinder "Worte für ihr tun", hat die Erzieherin beobachtet. Dabei sei die Haltung der Erwachsenen wichtig, man müsse offen für die Gedanken der Kinder sein und spannende Gespräche nicht abbrechen und auch mal "anderes sein lassen", empfiehlt sie.
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