Ittlingen steigt in die Kleinkindbetreuung ein

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Gemeinde will Kindergarten für Zweijährige öffnen - Pläne für eine neue Betreuungseinrichtung im Neubaugebiet sind vom Tisch

Von Alexander Hettich
Viel Platz haben die Kleinen im Ittlinger Kindergarten an der Friedhofstraße. Ab Herbst wird mangels Nachfrage wohl eine weitere Gruppe dichtgemacht. Um die Lücken zu schließen, sollen bald auch Zweijährige aufgenommen werden. (Foto: Alexander Hettich)
Viel Platz haben die Kleinen im Ittlinger Kindergarten an der Friedhofstraße. Ab Herbst wird mangels Nachfrage wohl eine weitere Gruppe dichtgemacht. Um die Lücken zu schließen, sollen bald auch Zweijährige aufgenommen werden. (Foto: Alexander Hettich)

Erst sechs, jetzt fünf, bald nur noch vier: Die Zahl der Kindergartengruppen in Ittlingen schrumpft weiter. Ab dem kommenden Herbst werden voraussichtlich nur noch vier Gruppen mit je 25 Plätzen benötigt. Derzeit haben zwölf Mitarbeiterinnen 109 Kinder unter ihren Fittichen. Nur eine Momentaufnahme. "Auch bei hundert Plätzen wird es künftig Lücken geben", macht sich Kindergartenleiterin Carmen Albrecht keine Illusionen. Viel Raum, immer weniger Kinder - um dieses Missverhältnis zu beheben, hat der Gemeinderat jetzt beschlossen, künftig in einer der Gruppen auch schon Zweijährige aufzunehmen. Über Details wurde noch nicht beraten.

Ob ein Betreuungsbedarf da ist und zu welchen Zeiten, darüber soll eine Umfrage unter Eltern Aufschluss geben. "Dabei muss auch gleich klar gemacht werden, dass dieses Angebot etwas kostet", betont Gemeinderätin Daniela Uhler. Für Zweijährige, so die Pläne, werden 30 Prozent mehr Gebühren fällig als für Kinder ab drei Jahren. Das wären bis zu 100 Euro monatlich zu den Regelzeiten. Die Ganztagesbetreuung schlüge mit 200 Euro zu Buche. Organisatorisch wäre die Aufgabe zu bewältigen, ist Carmen Albrecht überzeugt. Ein abgetrenntes Wickelzimmer mit Bad und Räume zum Ausweichen sind vorhanden. "Natürlich würde auch das pädagogische Konzept anders aussehen", so die Leiterin. Neue Spielgeräte müssten angeschafft werden, "und mit Eltern von Zweijährigen muss man andere Absprachen treffen, weil sich die Kinder noch nicht so artikulieren können". Eins sei klar: Der derzeitige Personalstand werde bei nur noch vier Gruppen nicht zu halten sein.

Das Thema Kindergartenplätze tangiert auch die Planungen im Neubaugebiet Dieterstal. Dort sind derzeit Flächen für einen zusätzlichen Kindergarten vorgesehen. Der Gemeinderat hat aber beschlossen, den Bebauungsplan zu ändern und drei zusätzliche Bauplätze für Wohnhäuser auszuweisen.

 

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