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Eppingen

Freude und Ärger über den neuen Wohnmobil-Stellplatz in Kleingartach

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Der neue Stellplatz für Wohnmobile in Kleingartach wird gut angenommen. Bis zu fünf Camper sind hier an jedem Wochenende anzutreffen - und das noch ganz ohne Werbung. Was dem Ortschaftsrat allerdings Kopfzerbrechen bereitet:

Andreas Oechsner, Ortsvorsteher von Kleingartach, präsentiert die Servicesäule des neuen Wohnmobil-Stellplatzes.
Foto: Jörg Kühl
Andreas Oechsner, Ortsvorsteher von Kleingartach, präsentiert die Servicesäule des neuen Wohnmobil-Stellplatzes. Foto: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

Freude und Ärger über den neuen Wohnmobilstellplatz in Kleingartach: Der Platz werde von Anfang an gut angenommen, berichtete Ortsvorsteher Andreas Oechsner jüngst im Ortschaftsrat. Jedes Wochenende halten sich demnach bis zu fünf Wohnmobile auf dem Platz an der Heuchelbergstraße auf. Doch es gibt auch eine Schattenseite: Der Parkplatz ist oft von Autos, Anhängern und kleineren Lkw zugeparkt.

Der Ortschaftsrat hat sich nun über mögliche Lösungen Gedanken gemacht. Der erste Teil der Beratung drehte sich um das Problem der Zweckentfremdung des Parkplatzes. Im zweiten Teil ging es um die Frage, ob und wie das Areal zu bewirtschaften sei. Ortschaftsrat Nico Weissert plädierte dafür, die Wohnmobil-Plätze besser auszuschildern. In der anschließenden Abstimmung votierte der Ortschaftsrat dafür, den Parkplatz mit dem Schild "Nur für Pkw" zu kennzeichnen.

Soll die Stadt Eppingen für den neuen Wohnmobil-Stellplatz in Kleingartach eine Gebühr nehmen?

Nach einer Anlaufphase könne man gerne über eine Gebühr beraten, schlug Oechsner vor. Er erinnerte dran, dass für den Wohnmobilstellplatz in der Eppinger Talstraße sieben Euro pro Tag fällig werden. Die Übernachtungszahlen des ersten Jahres müssten zeigen, ob sich die Ausstattung mit einem Automaten lohnt: "Das wird sich nicht so schnell amortisieren." Auch Weissert will erst rechnen und dann entscheiden: In Eppingen seien in der Gebühr bestimmte Leistungen wie WLAN mit drin: "Das müssen wir ja von unseren Einnahmen abziehen. Lohnt es sich dann überhaupt noch, eine Gebühr zu erheben?"

Ortschaftsrätin Stefanie Waidmann plädierte für das Modell, keine Grundgebühr zu nehmen und dafür die Verbrauchsgebühren für Strom und Wasser zu erhöhen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, können Wohnmobilisten in Kleingartach ihre Akkus für 50 Cent pro Kilowattstunden aufladen. Trinkwasser gibt es für einen Euro, der Fäkalienschacht öffnet sich, nach dem man ebenfalls einen Euro entrichtet hat. Noch wird der Stellplatz nicht aktiv beworben und ist dennoch bereits von Campern entdeckt worden. Ortschaftsrat Daniel Daub ist überzeugt, dass sich die Zahlen deutlich erhöhen werden, sobald der Stellplatz in den einschlägigen Camping-Online-Portalen erscheint.

Wo künftig die Altpapiersammlung stattfinden könnte

Am Ende der Aussprache fasste der Ortsvorsteher das Stimmungsbild im Gremium so zusammen: Es gebe eine Tendenz, "einen gewissen Mehrwert" mit dem Wohnmobil-Stellplatz zu erzielen. Im Herbst wolle man das Thema erneut auf die Agenda setzen: "Dann haben wir handfeste Zahlen." Ortschaftsrat Timo Maurer regte an, sich mit Elsenz auszutauschen. Der Eppinger Ortsteil hat ebenfalls unlängst erst einen Wohnmobilstellplatz erhalten: "Die haben vielleicht die selben Fragen wie wir."

Bis Herbst will der Ortsteil gemeinsam mit der Stadtverwaltung auch klären, wo künftig die Altpapiersammlungen stattfinden sollen. Direkt neben den Urlaubern sei es wenig sinnvoll, die Container eine Woche lang stehen zu lassen, findet Oechsner. Denkbar sei ein Ausweichquartier am städtischen Bauhof oder auf dem Schillerplatz.

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