Etwas tun, bevor es endgültig zu spät ist

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Bad Rappenau Energieberatungszentrum Rhein-Neckar stellte sich rund 50 Interessenten vor

Von Stefanie Pfäffle
Das Energieberatungszentrum Rhein-Neckar will bei energiesparenden Maßnahmen beraten. Oft fehlt den Verbrauchern fachkundige Unterstützung bei ihren Entscheidungen.Fotos: dpa/Pfäffle
Das Energieberatungszentrum Rhein-Neckar will bei energiesparenden Maßnahmen beraten. Oft fehlt den Verbrauchern fachkundige Unterstützung bei ihren Entscheidungen.Fotos: dpa/Pfäffle  Foto: A3817 Tobias Hase (dpa)

Bad Rappenau - Dieter Vigano ist es ernst mit dem Klimaschutz. „Pro Kopf liegen die CO2-Emissionen in den USA bei 20 Tonnen pro Jahr, in Deutschland bei etwa 14 Tonnen“, erklärt der Steuerberater. „Diese besorgniserregende Entwicklung gibt uns allen Anlass, im Kampf um den Klimaschutz alles zu tun, um der Vernichtung unserer Erde mit allen legalen Mitteln entgegen zu wirken.“

Um allen Menschen, die energiesparende Maßnahmen an ihrem Gebäude durchführen wollen, zu helfen, hat der Bad Rappenauer im Januar dieses Jahres mit neun Mitstreitern den gemeinnützigen Verein Energieberatung Rhein-Neckar (EBZ), inzwischen mit Sitz in Bad Rappenau, gegründet. Am Donnerstag stellte er ihn in der Volksbank Kraichgau etwa 50 Interessierten vor.

Verbraucher unterstützen Bereits 1965 hatte Vigano in einer Tageszeitung zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen über dieses Thema gelesen und war entsetzt. „Schon seinerzeit haben Wissenschaftler vor der exorbitanten Energieverschwendung gewarnt“, erinnert sich der Steuerberater.

Um der drohenden Klimakatastrophe entgegen zu wirken, sind umfangreiche Energiesparmaßnahmen notwendig. „Unser Ziel ist es, die Verbraucher, die durch die unterschiedlichsten Aussagen der miteinander im Wettbewerb stehenden Anbieter verwirrt sind, zu unterstützen.“ Für einen steuerlich absetzbaren Mitgliedsbeitrag von 100 Euro im Jahr bekommen die Interessenten Beratung in den verschiedensten Bereichen von Energiespar- über Förderungs- zu Steuersparmöglichkeiten. Auch beim Erhalt des ab dem Jahr 2008 schrittweise vorgeschriebenen Energieausweises bei Mieter- oder Eigentümerwechsel wird unter die Arme gegriffen.

Dabei sieht sich das Energieberatungszentrum Rhein-Neckar vor allem als Vermittler zwischen dem Verbraucher und den diversen Kooperationspartnern wie Energieberater oder Handwerkern. „Wenn mal jemand nicht zufrieden ist, dann kann er zu uns kommen, denn unsere Kooperationspartner sind dazu verpflichtet, uns Unterlagen zur Verfügung zu stellen, damit wir den Vorgang nachprüfen können.“ Dabei lege man Wert auf Neutralität. Alle inhaltlichen Serviceleistungen sind für Nichtmitglieder für 150 Euro zu haben. Kosten für Energieausweis oder andere Leistungen der Partner sind in diesen Preisen nicht inbegriffen.

Fördermöglichkeiten Jan Wanner, Firmenkundenberater bei der Volksbank, gab einen kurzen Überblick über die Fördermöglichkeiten, die Bauherren für energiesparende Maßnahmen vom Staat etwa über die KfW-Förderbank erhalten können. Das sind vor allem um je nach Maßnahme bis über 50 Prozent reduzierte Kreditzinsen. „Es ist aber ganz wichtig, dass Sie sich vorher beraten lassen, nicht erst, wenn schon gebaut wird.“

Vereinsmitglied und Energieberater Torsten Karl aus Bad Rappenau-Grombach zeigte anhand eines Beispielgutachtens auf, welche Sanierungsmöglichkeiten es bei Altbauten gibt, welche Kosten auf die Besitzer zukommen können und welcher Ersparnis diese gegenüber stehen. Vigano betonte, dass sich die Investitionen „bei stets steigenden Kosten für Heizöl, Gas oder Strom relativ schnell amortisieren werden“.

Mehr Informationen gibt es direkt beim Energieberatungszentrum Rhein-Neckar, Adlerstraße 2 in Bad Rappenau, Telefon 07264 / 8901217, per Mail: info@ebz-rhein-neckar.com oder im Internet unter www.ebz-rhein-neckar.com .

Torsten Karl
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