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Eppinger Hellberg-Grundschule erhält südliche Erweiterung

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Nach erneuter Standortsuche einigt sich der Technische Ausschuss der Stadt Eppingen auf einen Anbau der Hellberg-Grundschule in Richtung Berliner Ring. Hintergrund ist der Mehrbedarf durch die Ganztagsbetreuung. Insgesamt sieben Standortkonzepte wurden vorgestellt.

Genügend Platz ist vorhanden: An dieser Seite der Hellberg-Grundschule soll nun das neue Gebäude für den Ganztagsschulbetrieb angebaut werden.
Foto: Jörg Kühl
Genügend Platz ist vorhanden: An dieser Seite der Hellberg-Grundschule soll nun das neue Gebäude für den Ganztagsschulbetrieb angebaut werden. Foto: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

Bei der Suche nach einem Standort für die Erweiterung der Hellberg-Grundschule in Eppingen gibt es einen Durchbruch. Der Technische Ausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung auf "Konzept 5" geeinigt. Es sieht einen Anbau an den von der Grundschule genutzten Pavillon 1 vor, und zwar südlich angrenzend, in Richtung Berliner Ring. Die Erweiterung ist notwendig, weil die Grundschule für den ab 2026 geltenden Anspruch auf Ganztagsbetreuung mehr Platz vorhalten muss. In einer früheren Planungsvariante war vorgesehen, den Pavillon in östlicher Richtung zu erweitern. Dies hätte aber bedeutet, dass der Zweigeschosser an ein privates Wohnhaus heranrücken würde.

Die Stadt hatte sich nochmals mit Planungsvarianten beschäftigt, nachdem es in der vorigen Sitzung des Gemeinderats Kritik an der Planung gegeben hatte. Vertreter verschiedener Fraktionen, am deutlichsten Hartmut Kächele von der SPD, hatten mögliche Belastungen der Nachbarschaft als Grund genannt, die Planung zu überdenken.

Warum ein Raumtausch nicht in Frage kommt

Eine alternative Planungsvariante, die eine Erweiterung des Pavillons 5 in Richtung Friedhof bedeutet, war vom Gemeinderat zwar als konfliktfrei gewertet worden. Das Problem hier: Die Stadt kann nur Fördermittel für die Entstehung von Räumlichkeiten beantragen, die direkt dem Ganztagsbetrieb dienen. Pavillon 5 ist aber vom Grundschulpavillon 1 ein gutes Stück entfernt.

Ein Raumtausch in dem Sinne, dass der neue Anbau Richtung Friedhof von der Gemeinschaftsschule genutzt wird und diese im Gegenzug Pavillon 2 für den Mehrbedarf der Grundschule zur Verfügung stellt, ist laut der Förderrichtlinie nicht möglich, erläuterte Baubürgermeister Peter Thalmann dem Gremium. Verworfen wurde auch die Variante, auf dem Schulhof einen Querriegel zu bauen. Der Schulhof werde in Gänze benötigt, gerade auch für den künftigen Ganztagsbetrieb, hieß es.

Ebenfalls chancenlos: Pavillon 2 und 3 erhalten einen Anbau in östliche Richtung. Das Problem hier: So entstehen Durchgangsräume, die gesondert erschlossen werden müssten. Auch die Variante, die Pavillons 1 und 2 baulich miteinander zu verbinden und so mehr Raum zu schaffen, wird nicht weiterverfolgt. Problematisch seien Niveauunterschiede im Gelände. Im Ergebnis sei das Gesamtgebäude kaum barrierefrei nutzbar.

Welche Standorte die Ausschussmitglieder favorisieren

In der Aussprache lobte die Mehrheit der Gesprächsteilnehmer die Variante 5, also die Erweiterung in Richtung Berliner Ring. "Erfreulich, dass man das nochmal angefasst hat", sagte Michael Mairhofer von der SPD. "Sehr gefällig", befand Herbert Meixner. Die vorige Planung seitlich in Richtung des Wohnhauses hätte "wie ein Klotz" gewirkt, so der CDU-Mann. Der Vorsitzende der Grünen, Peter Wieser, signalisierte grundsätzlich Zustimmung, gab der Verwaltung aber den Prüfauftrag mit, einen Anbau an die Turnhalle als Option zu prüfen.

Die Ausschussmitglieder Jörg Haueisen (Freie Wähler) und Ute Knopp (CDU) gaben sich als ehemalige Verfechter des Konzepts 1 zu erkennen. Dabei handelt es sich um den Anbaus an Pavillon 5, also Richtung Friedhof. Beide akzeptierten aber die nun gefundene Lösung. Konzept 1 habe Charme, der Pavillon sei aber von der Grundschule zu weit entfernt, was die Aufsichtspflicht erschwere, so Haueisens Position.

Ute Knopp: "Konzept eins hat auch für mich den meisten Charme, aber wenn es förderschädlich ist, bin ich auch mit Konzept 5 zufrieden." Abschließend bemerkte Baubürgermeister Thalmann, dass mit der Erweiterung des Neubaugebietes Zylinderhof innerhalb der kommenden zehn Jahre mit rund 500 Wohneinheiten und 250 zusätzlichen Kindern gerechnet werden müsse. Diese könnten in der Grundschule im Rot nicht untergebracht werden.

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