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Badrappenau
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Die Arbeit mit Kindern macht ihr besonders Spaß

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Pastoralassistentin Katja Reinhard unterstützt katholische Seelsorgeeinheit − Ökumene liegt ihr am Herzen

Von Gabriele Schneider
Katja Reinhard in der Bad Rappenauer Herz-Jesu-Kirche.Foto: Gabriele Schneider
Katja Reinhard in der Bad Rappenauer Herz-Jesu-Kirche.Foto: Gabriele Schneider

Die neue Pastoralassistentin der katholischen Seelsorgeeinheit Bad Rappenau-Obergimpern heißt Katja Reinhard. Ihren Magister in katholischer Theologie hat sie in der Tasche. Nun absolviert sie seit November 2016 bis Sommer 2018 nach einem mehrwöchigen Einführungskurs in Freiburg die Ausbildung zur Pastoralreferentin.

Aufgaben Ihre Mentorin vor Ort ist Pastoralreferentin Monika Haas. Zu Reinhards Aufgaben gehören die Mitarbeit in der Kur- und Klinikseelsorge, Erstkommunion- und Firmvorbereitung, ökumenische Zusammenarbeit, Arbeit mit dem Pfarrgemeinderat und den acht Gemeindeteams, Ministrantenarbeit. Mit Diakon Gerald Vogt von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Rappenau bereitet sie zudem eine ökumenische Taizé-Fahrt vor. Überhaupt liege ihr Ökumene sehr am Herzen, sagt die 27-Jährige.

Einen Schwerpunkt legt Katja Reinhard auf den Kontakt zu den Kindergärten. Diese unterstützt sie etwa mit religionspädagogischen Angeboten. Ihr starker Bezug zu Kindern komme wohl daher, dass sie seit Jahren bei Ferienprogrammen einer Campingkirche mitwirkt und sich ihre Studien-Abschlussarbeit um Kinder und Liturgie drehte: "Das Arbeiten mit Kindern macht einfach Spaß."

Die Pastoralassistentin hat sich schon bei allen acht Gemeinden vorgestellt. Das einzig Regelmäßige an ihrem Arbeitsalltag derzeit: "Mittwochs habe ich Schule."

Die Schule in Mosbach besucht Katja Reinhard nicht als Schülerin, sondern als Lehrerin. Sie unterrichtet Berufsschüler, die Erzieher und Altenpfleger werden wollen, sowie Abiturienten in katholischer Religion. Neben Arbeit in der Seelsorgeeinheit und Lehrtätigkeit gehören noch Kurseinheiten in Freiburg zur Ausbildung.

Als Elftklässlerin machte Katja Reinhard ein Praktikum in einer Seelsorgeeinheit. "Danach war klar, dass ich Theologie studieren und in diesem Bereich arbeiten möchte." Nach der Schule absolvierte sie zunächst ein freiwilliges ökologisches Jahr auf einem Bauernhof. "Aus Interesse", meint sie schmunzelnd, "denn ich bin großer Fan von Landwirtschaft." An ihrem Berufswunsch änderte dies allerdings nichts. Sie studierte katholische Theologie. Zwischendrin arbeitete sie vier Monate in einem Frauen-kloster mitten im norwegischen Oslo. "In Norwegen gibt es gerade einmal drei Prozent Katholiken", weiß sie, und ein Poster in ihrem Büro zeigt deren spärliche räumliche Verteilung.

Nach dem Studium bewarb sich Katja Reinhard um einen Ausbildungsplatz als Pastoralassistentin. Ihr Einsatzort wurde ihr als einem von zehn Teilnehmern vom Erzbistum Freiburg zugeteilt. Am Ende ihrer Zeit in Bad Rappenau legt sie eine Prüfung ab und schreibt eine Abschlussarbeit, bevor sie im dritten Jahr eine Planstelle erhält. Erst danach wird aus der Pastoralassistentin eine Pastoralreferentin.

Hobbys "Die Arbeit hier in der Seelsorgeeinheit macht viel Spaß", sagt sie zufrieden. "Man kann sehr viele Dinge machen, die einem einfach liegen." Passende Freizeitbeschäftigungen müsse sie indes erst noch finden, schließlich sei sie ganz neu nach Bonfeld gezogen. Ursprünglich kommt sie aus dem Östringer Stadtteil Odenheim. Katja Reinhard treibt gern Sport und singt.

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