Craftbeer-Festival im Kurhaus
Getränkehändler Jörg Huster und Bad Rappenaus Kurhaus-Pächter Michael Güthlein ziehen beim Craftbeer an einem Strang. Unabhängig voneinander hatten sie überlegt, eine Veranstaltung rund um dieses besonders gebraute Bier auszurichten.

Getränkehändler Jörg Huster und Bad Rappenaus Kurhaus-Pächter Michael Güthlein ziehen beim Craftbeer an einem Strang. Unabhängig voneinander hatten sie überlegt, eine Veranstaltung rund um dieses besonders gebraute Bier auszurichten. Zufällig stellten sie fest, dass sie Ähnliches vorhaben. Nun organisieren sie gemeinsam ein Craftbeer-Festival am Freitag, 10. Juni, ab 17 Uhr am Bad Rappenauer Kurhaus. Eintritt frei.
Mit der Premiere, die Jörg Huster vor einem Jahr allein stemmte, ist die zweite Auflage kaum zu vergleichen. Hatten sich damals sieben Brauereien beteiligt, sind es nun 13. "Sie haben über 50 Biere im Ausschank", wirbt Jörg Huster, der mit dieser Resonanz zufrieden ist. Diese Größe könne sich sehen lassen, sagt er und ist überzeugt: "Wir haben alles am Start, was es in der Craftbeer-Szene gibt." Wem die Trendgetränke zu experimentell sind oder wer zwischendurch einen neutraleren Geschmack benötigt, für den gibt es auch herkömmliche Biere.
Es geht nicht allein ums Bier, ein Straßenfest-Charakter soll das Festival keinesfalls erhalten. Die Brauereien bringen ihre Braumeister oder Inhaber mit, die an diesem Abend Rede und Antwort stehen. Die ihre Geschichten den interessierten Besuchern erzählen, wie Jörg Huster es nennt. Ausgeschenkt wird im 0,1-Liter-Glas, zu haben ab einem Euro. Gezahlt wird über Wertmarken. Die Band Dicke Fische spielt, das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft wird übertragen. Und Michael Güthlein und seine Mitarbeiter servieren Steaks, Burritos oder Frühlingsrollen. Die Getränke-Vielfalt am Kursee ist groß. Zu testen ist Bier, das im Bourbonfass gereift sei. Die Klosterbrauerei Weißenohe ist ebenso präsent wie der relativ junge Aschaffenburger Betrieb Hanscraft. Selbstverständlich fehlt Bad Rappenaus Häffnerbräu nicht, die mit ihrem Hopfenstopfer von Braumeister Thomas Wachno für Aufsehen sorgt. Palmbräu aus Eppingen und die Brauerei Distelhäuser kommen.
"Mit solchen Veranstaltungen kann man Personen erreichen, die noch kein Craftbeer probiert haben", hofft Palmbräu-Verkaufsleiter Wolfgang Plag. Roland Brandt, bei Distelhäuser Gebietsverkaufsleiter, sieht das ähnlich. "Beim Festival können wir die Geschmacksvielfalt zeigen." Ein wenig neidisch blickt er auf die Weinbranche, die solche Veranstaltungen schon lange macht. "Die macht es uns seit Jahrzehnten vor." Thomas Wachno war kürzlich bei einem Craftbeer-Fest. Größte Überraschung dabei sei gewesen, dass sehr viele jüngere Personen gekommen seien.
Wachno sieht es übrigens ganz entspannt an, dass er sich den Bad Rappenauer Markt an diesem Abend mit mehreren Brauereien teilt. Von Konkurrenz keine Spur. "Beim Craftbeer sieht man das nicht so eng", sagt er. Zustimmung kommt von Roland Brandt: "Hier sieht man sich als Kollegen an."
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