Musikschule Eppingen beschließt turbulente Zeit mit besinnlichem Konzert
Die Musikschule Eppingen lädt am 14. Dezember zum Adventskonzert in die Stadthalle ein. Die MusE bewegt sich nach umfangreicher Neustrukturierung wieder in ruhigerem Fahrwasser.

Die Musikschule Eppingen (Muse) lädt am 14. Dezember zum diesjährigen Adventskonzert ein. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Stadthalle. Gäste können sich an diesem Abend von der Qualität der musikalischen Bildungseinrichtung überzeugen, nachdem die Muse eine turbulente Zeit hinter sich gebracht hat.
Die Muse hat ab sofort eine Tandemführung. Dr. Michael Preusch unterstützt jetzt die langjährige Vorsitzende Simone Körner an der Vereinsspitze. Preusch ist CDU-Landtagsabgeordneter und Vorstandsvorsitzender des Blasmusik-Kreisverbands Heilbronn. Hans-Günther Rau engagiert sich als Verbindungsmann der Musikvereine im Vorstand der Muse. Ebenfalls im Vorstand sind Vertreter der Mitgliedsgemeinden Eppingen, Gemmingen, Ittlingen, Kirchardt und Sulzfeld. Die Geschäfte führen weiterhin Adrian und Carolin Fischer.
Ein Urteil und seine Folgen: So heftig hat es die Eppinger Musikschule MusE erwischt
Die Muse ist seit einiger Zeit „in einer wichtigen Phase der Weiterentwicklung“, wie die Geschäftsführung mitteilt. Mit dem Herrenberg-Urteil im Juli 2022 standen die Musikschulen deutschlandweit vor der Herausforderung, alle Honorarverträge in Festanstellungen zu wandeln. Die Muse hatte, wie viele andere Musikschulen, keinen einzigen Festvertrag. „Inzwischen sind wir bei hundert Prozent“, verkündet Adrian Fischer.
Parallel nahm die Muse eine mehrstufige Reform in Angriff mit dem Ziel, die Finanzierung trotz der Mehrkosten beim Personal in Folge des Herrenberg-Urteils auf stabile Beine zu stellen. In einem gemeinsamen Kraftakt sagten die Trägerkommunen Eppingen, Kirchardt, Gemmingen, Ittlingen und Sulzfeld zu, den kommunalen Zuschuss zu erhöhen. Zaberfeld zählt nicht mehr zu den Trägerkommunen.
So erfolgreich haben sich die Ensembles entwickelt
Auch die Gebührenzahler wurden gebeten, sich stärker finanziell zu beteiligen, was die Kündigung von insgesamt 75 Beitragszahlern zur Folge hatte. Inzwischen segelt die Muse wieder in ruhigerem Fahrwasser. Der Kinderchor ist von fünf auf 25 Sänger gewachsen, die Bläserklasse in Gemmingen hat sich mit 20 Musikern gut entwickelt, und die Singpause ist an der Hellbergschule so etabliert, dass alle Schüler, von der ersten bis zur vierten Klasse, am Projekt teilnehmen, berichtet Fischer stolz.
Derzeit werden an der Muse 950 Schüler (ohne die Teilnehmer der Singpause) von 38 Lehrkräften unterrichtet. „Mit einem motivierten Team, einem modernen pädagogischen Konzept und einer breiten musikalischen Ausrichtung sind wir überzeugt, die Muse auch in Zukunft erfolgreich weiterzuführen“, teilt der Verein mit.
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