Kinderbetreuung

Mit Gottes Segen und hohem Tempo

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2026 soll der Erweiterungsbau für den Bad Rappenauer Kindergarten St. Raphael bezugsfertig sein. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Der Rohbau der Erweiterung für den katholischen Kindergarten St. Raphael steht. Im kommenden Jahr soll das neue Gebäude bezogen werden.
Der Rohbau der Erweiterung für den katholischen Kindergarten St. Raphael steht. Im kommenden Jahr soll das neue Gebäude bezogen werden.  Foto: Hofmann, Elfi

Viel schiefgehen kann auf der Baustelle für den Anbau des katholischen Kindergartens St. Raphael eigentlich nicht – schließlich steht sie unter göttlichem Beistand: Bereits beim Spatenstich im Oktober hatte Pfarrer Lukas Biermayer seinen Segen gegeben. Beim Richtfest wiederholte er diesen nun, allerdings diesmal in luftigen Höhen.

Drei neue Räume für Krippekinder 

Schaden kann es nicht, denn Baumaßnahmen sind mit Blick auf die steigenden Preise und den Fachkräftemangel in letzter Zeit nicht leicht durchzuführen. Bisher läuft allerdings alles nach Plan. „Ich bin baff, dass es so schnell ging“, sagt Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei beim Blick auf die Baustelle.

Die lässt erahnen, auf was sich die Kinder und Erzieher in Zukunft freuen dürfen. Im neuen Gebäude sind nicht nur drei Gruppenräume für Krippenkinder vorgesehen. Auch eine Mensa sowie ein Versammlungs- und ein Bewegungsraum sind eingeplant. 30 Mädchen und Jungen unter drei Jahren können dort ab 2026 betreut werden.

Rund 5,5 Millionen Euro wird der Neubau kosten. Dafür bekommen die Kinder drei Gruppenräume, eine Mensa und einen Bewegungsraum.
Rund 5,5 Millionen Euro wird der Neubau kosten. Dafür bekommen die Kinder drei Gruppenräume, eine Mensa und einen Bewegungsraum.  Foto: Hofmann, Elfi

Gemeinschaftsprojekt von katholischer Kirche und Stadt Bad Rappenau 

Der Neubau ist ein Gemeinschaftsprojekt von katholischer Kirche und der Stadt und soll eine Lücke in der Betreuung stopfen. Denn besonders im Kernort und Zimmerhof sind die Plätze immer wieder knapp und decken in manchen Jahren die hohe Nachfrage nicht vollständig ab.

Nach der Fertigstellung sei der allgemeine Versorgungsgrad sehr gut, ist sich Sebastian Frei sicher. „Wir glauben, damit kommen wir vor die Lage“, beschreibt er den schmalen Grat zwischen einem leichten Puffer und zu großen Kapazitäten. Sobald der Anbau fertig ist, soll der ältere Gebäudeteil kernsaniert und 2027 fertiggestellt werden. Beide Bauten werden miteinander verbunden. Dort, wo heute eine Küche ist, wird die Wand durchbrochen. 

Neue Einrichtung in Fürfeld, Sanierung in Bonfeld

Allerdings reichen die Räumlichkeiten alleine nicht aus, um allen Eltern ein Betreuungsangebot machen zu können. Deshalb ist die Stadt immer wieder auf der Suche nach Erziehern. In Ortsteil  Fürfeld, wo im neu gebauten Ärztehaus an der Bonfelder Straße im Herbst eine neue Einrichtung für Krippe- und Kindergartenkinder eingeweiht werden soll, laufe die Personalgewinnung gut, sagt Sebastian Frei. Für die Besetzung in St. Raphael ist hingegen die katholische Kirche als Träger zuständig, der die Ausschreibungen übernehmen wird.

„Ich bin baff, dass esso  schnell ging.“Sebastian Frei

Weil man im Rathaus um die Lage weiß, plane die Stadt gemeinsam mit der Kirchengemeinde, sagt Olivia Braun. „Wir übernehmen schon jetzt die Auszubildenden“, erklärt die für Kindergartenthemen zuständige Mitarbeiterin im Hauptamt. Denn neben den beiden Einrichtungen im Kernort und in Fürfeld wird auch in Bonfeld nach über zwei Jahren Sanierungszeit Anfang Juni die  Kita in der Biberacher Straße ihrer Bestimmung übergeben.

Erweiterungsbau in Grombach nicht einfach umsetzbar

Mittelfristig gibt es außerdem Pläne, in Treschklingen eine Einrichtung zu bauen. Der Ortsteil ist neben Wollenberg der einzige, in dem es bisher keine städtischen oder kirchlichen Betreuungsmöglichkeiten gibt. Wann genau aus den groben Plänen Realität wird, stehe aber noch nicht fest, sagt Sebastian Frei.

Auch in Grombach wünschen sich die Eltern eine Erweiterung der katholischen Kita. Denn viele Kinder müssen in umliegende Teilorte ausweichen. Man sei mit dem Träger im Austausch, so der OB. Platz sei vorhanden: „Aber die Umsetzung ist technisch und organisatorisch nicht ohne weiteres möglich. Und würde viel Geld kosten.“

„Erzieher und Kinder sind aber das Wichtigste“

Klar ist aber: In allen Neu- und Erweiterungsbauten werden auch gut ausgebildete Erzieher benötigt. Generell sei in diesem Bereich allerdings nach einer schwierigen Phase eine „gewisse Entspannung“ zu spüren, so der Oberbürgermeister. „Das Gebäude ist immer eine Sache“, sagt Sebastian Frei. „Die Erzieher und Kinder sind aber das Wichtigste.“

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