In Eppingen sind gleich zwei neue Brücken geplant
Eppingens Technischer Ausschuss beschließt, die marode Holzbrücke am Festplatz durch eine Stahlkonstruktion zu ersetzen. Auch ein paar Meter weiter stadteinwärts gibt es wohl bald einen neuen Steg. Das sind die Details:

Die hölzerne Fußgängerbrücke, die den Eppinger Festplatz mit der Adelshofer Straße verbindet, ist morsch und muss ersetzt werden. Dafür hat der Technische Ausschuss am Dienstag einen Beschluss gefasst. Auch zur Gestaltung des Neubaus gab das Gremium seine Meinung ab.
Hintergrund ist, dass das Bauwerk, das den Hilsbach überspannt, bei einer turnusmäßigen Kontrolle beanstandet wurde mit dem Befund: „Der Überbau ist nahezu an allen Bauteilen rissig, verwittert, angefault und mit Schimmelpilz und Insekten befallen.“
Das Ingenieurbüro Rothenhöfer aus Karlsruhe hatte drei Varianten erarbeitet, wie das Ersatzbauwerk gestaltet werden könnte. Das Gremium entschied sich für die günstigste Variante, die aus Stahl gefertigt ist. Zur Auswahl standen ferner ein Modell aus aus Aluminium und eines aus Edelstahl.
So breit wird die neue Brücke über den Hilsbach unweit des Eppinger Festplatzes
Der Technische Ausschuss fasste den Finanzierungsbeschluss in Höhe von 180 000 Euro vorbehaltlich der Rechtskraft des noch in Prüfung befindlichen Haushalts 2026 der Stadt Eppingen.
In der Aussprache behandelten die Gremienmitglieder unter der Leitung des Baubürgermeisters Peter Thalmann Materialien und Konstruktionsmerkmale. Edelstahl kommt laut Thalmann aufgrund der historischen Bausubstanz der Umgebung nicht in Frage. Die neue Brücke soll sich optisch anlehnen an jene Brücken, die die Stadt schon besitzt, etwa auf dem Gelände der Gartenschau. Eine zweite, baugleiche, soll ein paar Meter weiter stadteinwärts, zur Erschließung des Stadtwinkels entstehen. Das Gremium erfuhr auch Anfrage von Ulrike Stahl, dass mit dem Neubau die gleichzeitige Nutzung für Radfahrer und Fußgänger möglich sei. Dazu trägt bei, dass der Ersatzneubau fast doppelt so breit geplant wird, als das bestehende Brücklein.
Das regen Mitglieder des Technischen Ausschusses an
Reinhard Keller hätte ein schmaleres Brücklein als Ersatzbauwerk lieber gesehen. Er fragte, was das preislich ausmachen würde. Nur das Material käme etwas billiger, erwiderte der Fachplaner. Thalmann verteidigte die 2,50-Meter-Variante: „Wenn man unsere Gartenschau-Brücken sieht, wenn da Mütter kommen, mit Kinderwägen und dann noch andere Nutzer, braucht man schon die Breite.“
Herbert Meixner sorgte sich, dass die kalkulierten Kosten nicht reichen könnten. Frank Edlinger von der Abteilung Tiefbau bemerkte dazu, dass die Stadt über Erfahrung verfüge, nicht zuletzt durch die neue Elsenzbrücke in Richen. Mit Änderungen sei immer zu rechnen, der Kostenrahmen sei aber realistisch.


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