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Bonfelder Petition will Buslinie 683 retten – Pläne sorgen für Unmut

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Das Landratsamt steht unter Druck. Die Verärgerung über einen geplanten Wegfall der Buslinie 683 über die Bad Rappenauer Teilorte Treschklingen, Fürfeld und Bonfeld direkt nach Heilbronn ist groß.


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Mit der Streichung von Buslinien stoßen die verantwortlichen Behörden derzeit immer wieder Menschen in der Region vor den Kopf. Wie jetzt bekannt wurde, steht auch die Buslinie 683 vor dem Aus. Sie bringt unter anderem Einwohner der Bad Rappenauer Ortsteile Treschklingen, Fürfeld und Bonfeld auf kurzem Weg nach Heilbronn – und zurück. Es formiert sich Protest. Das Landratsamt kündigt indes an, Nachbesserungen zu prüfen.

Vincenzo Luongo vom Bonfelder Bürgerverein treibt mit anderen Akteuren aus dem Ort eine Petition voran. „Das Aus der Buslinie dürfen wir nicht einfach hinnehmen“, schreibt er in einem Aufruf auf Facebook. Man sei sich zusammen mit Bürgern aus Treschklingen und Fürfeld einig: „Wir stehen auf, wir werden laut und wir kämpfen für unsere Mobilität.“

In Bonfeld ist der Ärger groß: Wird ihre Busverbindung 683 auf kurzem Weg nach Heilbronn wirklich ab 2027 gestrichen?
Foto: Adrian Hoffmann
In Bonfeld ist der Ärger groß: Wird ihre Busverbindung 683 auf kurzem Weg nach Heilbronn wirklich ab 2027 gestrichen? Foto: Adrian Hoffmann  Foto: Hoffmann, Adrian

Protest gegen Aus der Buslinie 683: Bad Rappenauer Ortsteile bangen um Verbindung

Die Busverbindung sei enorm wichtig, sagt Luongo – zum einen für Schulkinder, zum anderen für Berufspendler. Wie in den betroffenen Orten frühzeitig bekannt wurde, gibt es in den Ausschreibungen für 2027 die Linie 683 in dieser Form nicht mehr. Stattdessen soll es Busverbindungen zum Bahnhof nach Bad Rappenau geben. Ziel der Umstrukturierung ist es, Parallelverbindungen zwischen Bus und Bahn zu reduzieren. Aus Sicht der Petitionsunterstützer ist das in ihrem Fall jedoch sinnfrei. Während man zuvor in knapp einer halben Stunde Heilbronn erreicht habe, betrage die reine Fahrzeit künftig rund eine Stunde – Wartezeiten für Umstiege unberücksichtigt.

Man sei bereits im Gespräch mit der Stadt Bad Rappenau, sagt Andreas Zwingmann, Pressesprecher des Landratsamts. Nachbesserungen in Bezug auf die Verbindungen von Fürfeld und Bonfeld nach Heilbronn würden geprüft.

Bad Rappenauer Hauptamtsleiter Wolfgang Franke bezeichnet Pläne des Landratsamts als Verschlechterung

Bad Rappenaus Hauptamtsleiter Wolfgang Franke sagt, er könne den Protest verstehen. Auch in der Verwaltung sei man „nicht sehr glücklich“ über die Pläne. Er habe erwartet, dass es im Zuge neuer Ausschreibungen zu Verbesserungen komme. Die 683 nach Heilbronn zu streichen, sei jedoch eine Verschlechterung.

Luongo betont: „Wir wollen eine gute Lösung.“ Diese könne auch so aussehen, dass die Buslinie 694 nicht von Bad Wimpfen nach Heilbronn startet, sondern von den Rappenauer Ortsteilen aus über Bad Wimpfen nach Heilbronn führt. Sven Hofmann, Stadtrat der Freien Wähler, sagt: „Viele werden von den Plänen völlig überrumpelt.“ Die Buslinie 683 sei oft voll ausgelastet.

Beim Landratsamt heißt es, die Pläne stünden im Zusammenhang mit der Neuordnung des Verkehrs im Verkehrsraum Bäderstädte. Treschklingen, Fürfeld und Bonfeld würden „weiterhin in gutem Takt bedient“ – nur nicht direkt nach Heilbronn, sondern über Bad Rappenau, gegebenenfalls mit Umstieg. Es sei nicht so, dass diese Orte nicht mehr bedient würden, sagt Behördensprecher Zwingmann. „Es hat sich nur der Linienweg geändert.“

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