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Gemeinderat macht Weg für private Agri-PV-Anlage im Ortsteil Bonfeld frei

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Das Thema Agri-PV ist in Bad Rappenau nicht neu: Ende September 2025 weihten die Bürger-Energie-Genossenschaftau Kraichgau, Michael Freiherr von Gemmingen und weitere Beteiligten in Fürfeld ein solche Anlage ein. Diese ist 23,9 Hektar groß und verfügt über eine Leistung von 5,45 Megawatt/Peak. Nun kommt in Bonfeld auf einer Fläche von 21 Hektar eine zweite. 

Sonne ernten und trotzdem Landwirtschaft betreiben: Das ist das Ziel von Argi-PV-Anlagen. In Fürfeld steht bereits eine, in Bonfeld soll jetzt eine weitere dazukommen.
Sonne ernten und trotzdem Landwirtschaft betreiben: Das ist das Ziel von Argi-PV-Anlagen. In Fürfeld steht bereits eine, in Bonfeld soll jetzt eine weitere dazukommen.  Foto: Hofmann, Elfi

Das Thema Agri-PV ist in Bad Rappenau nicht neu: Ende September 2025 weihten die Bürger-Energie-Genossenschaftau Kraichgau, Michael Freiherr von Gemmingen und weitere Beteiligten in einer Projektgesellschaft im Stadtteil Fürfeld eine solche Anlage ein. Diese ist 23,9 Hektar groß und verfügt über eine Leistung von 5,45 Megawatt/Peak. Damit können pro Jahr gut 2172 Haushalte mit Strom versorgt werden. Nun soll eine solche Anlage auch in Bonfeld im Gewann „Stützen“ entstehen – als private Initiative der Landwirte Helmut Wacker und Adrian Schäfer. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung im Jahr dafür 2025 grünes Licht gegeben.

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „AGRI-PV im Stützen“ wurde bereits bei der ersten Vorstellung des Projektes in der Septembersitzung gefasst. Ein Vorentwurf liegt zwischenzeitlich vor. Hinsichtlich des Themas Erneuerbaren Energien entspricht die Anlage den Zielen der Landesregierung und der Regionalplanung.

Münchener Projektentwickler Feldwerke bringt in Bonfeld seine Erfahrung mit ein

Das Gewann „Stützen“ liegt westlich des Bonfelder Waldes. Auf rund 21 Hektar Fläche planen Helmut Wacker und Adrian Schäfer zusammen mit dem Münchener Projektentwickler Feldwerke eine Anlage, die Strom produziert, die es ihnen aber trotzdem noch erlaubt, Landwirtschaft zu betreiben. 15 Megawatt/Peak soll die Agri-PV-Anlage leisten. Dass Feldwerke als Partner hier Erfahrung hat, zeigt ein Blick auf deren Website: „Unsere einachsigen Tracker fangen 20 Prozent mehr Sonne ein als südausgerichtete Anlagen“, heißt es da.

„Das platzsparende Konzept nimmt nur 15 Prozent der Fläche in Anspruch. Durch verstellbare Modultische ist eine einfache Bewirtschaftung möglich.“ Und: „Die Technologie ist skalierbar bis weit über 100 Hektar.“ Mindestens neun Meter sollen die Module auseinander stehen. Durch die Bauweise soll die Auswirkung auf das Landschaftsbild geringer sein als bei herkömmlichen Freiflächenphotovoltaikanlagen, betont das Bauamt der Stadt Bad Rappenau in seiner Gemeinderatsvorlage.

Im Bonfelder „Stützen“ bleibt landwirtschaftliche Nutzung möglich trotz Solaranlage

Wacker und Schäfer nutzen die Flächen für ihren Bio-Betrieb derzeit ausschließlich landwirtschaftlich. Der Acker liege nicht im regionalen Grünzug und könne somit ohne Regionalplanänderung entwickelt werden, heißt es seitens des Hochbauamtes. Allerdings muss die Stadt Bad Rappenau einen Bebauungsplan auf den Weg bringen, um die Sondernutzung mit einer Agri-PV-Anlage zu ermöglichen.

Solar wird zum zusätzlichen wirtschaftlichen Standbein für Landwirte

Dem Bonfelder Bio-Betrieb Wacker ermöglicht die Anlage „ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein“, so Birgit Stadler, die stellvertretende Hochbauamtsleiterin der Stadt Bad Rappenau. Der Planungsbereich liegt auf einer nach Südwesten hin abfallenden Hangfläche nördlich des Ortsteils Bonfeld und und Treschklingen. Die Böden wiesen günstige Ertragsbedingungen auf: „Aufgrund der Art des Vorhabens bleibt ackerbauliche Nutzung weiterhin erhalten.“

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