Gefährliche A6-Abfahrt nach Bad Rappenau – Sorge vor schweren Unfällen
Regelmäßig gibt es an der A6-Autobahnabfahrt bei Bad Rappenau-Bonfeld Stau. Jetzt hat sich das Verkehrsministerium zur Situation geäußert – und zu möglichen Lösungen.
Bereits im Juli befürchtete Timo Reinhardt das Schlimmste. Es sei "nur eine Frage der Zeit, bis an der Abfahrt von der A6 ein Unfall passiert". Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bad Rappenauer Gemeinderat bezog sich damit auf den regelmäßigen Stau, der sich an der viel befahrenen Stelle in Fahrtrichtung Heilbronn bildet. Schuld daran, da waren sich die meisten Stadträte einig, sind die unverhältnismäßig langen Rotphasen der Ampelanlage.
A6-Abfahrt in Bad Rappenau: Sorge vor schweren Unfällen wegen Rückstau
Jetzt hat der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Preusch auf Anregung der Christdemokraten diesbezüglich eine Anfrage beim Verkehrsministerium in Stuttgart eingereicht und auf Abhilfe gedrungen. Die Situation sei bekannt, heißt es in einem Antwortschreiben. Verschiedene Maßnahmen seien aktuell in der Umsetzung.
Konkret ist das unter anderem eine mobile Warnanlage auf der A6, die vor einem Rückstau warnen soll. Außerdem werde der Ausfädelstreifen verlängert. Weiterer Punkt: Eine Verkehrszählung, die seit 2017 eine Zunahme in Spitzenzeiten von 60 Prozent ergeben habe.

Auch Ideen zur Abhilfe hat das Ministerium in petto: So sollen die Ampelanlagen, fünf an der Zahl, mit neuer Software ausgestattet werden, um eine Koordination der Ampeln zu ermöglichen. Zusätzlich ist eine optische Erfassung des Verkehrs geplant. Sie soll für eine gezielte Steuerung sorgen.
Bad Rappenauer CDU hofft auf Normalisierung des Verkehrs an A6-Abfahrt
Bei der CDU hofft man nun auf eine schnelle Verbesserung der Situation sowie "eine Entzerrung und Normalisierung des Verkehrs in diesem Bereich", so Timo Reinhardt und Michael Preusch. Auch ein Kreisverkehr anstelle einer Ampelanlage sei vorstellbar, um eine Entlastung zu erreichen.
Ein weiterer kritischer Knotenpunkt befinde sich an der L1107/L549/Buchäckerring. Dort soll laut Verkehrsministerium in einer Machbarkeitsstudie ein weiterer Fahrstreifen geprüft werden.
Auf der A6 selbst hat es erst kürzlich einen schweren Lkw-Unfall gegeben, der enorme Verkehrsprobleme rund um Bad Rappenau und die B39 mit sich brachte.
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