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Neue Pächter im Clubhaus
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Nachfolge im Vereinslokal des FVS Sulzfeld – „Alman“ setzt auf moderne Traditionsküche

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Junge Gastronomen haben die Sportlerklause des FVS in Sulzfeld übernommen. Womit die Nachfolger des Ehepaars Hildebrand kulinarisch punkten wollen

Ilja Nuhu (mit Karte) und Serhat Cankurtaran haben die Gastronomie im Clubhaus gepachtet. Zuvor waren Ulrike und Bernd Hildebrand Pächter.
Foto: Jörg Kühl
Ilja Nuhu (mit Karte) und Serhat Cankurtaran haben die Gastronomie im Clubhaus gepachtet. Zuvor waren Ulrike und Bernd Hildebrand Pächter. Foto: Jörg Kühl  Foto: Kühl, Jörg

Serhat Cankurtaran und Ilja Nuhu haben den gastronomischen Teil des Clubhauses des FVS Sulzfeld übernommen. Das Paar bietet unter dem neuen Namen „Alman“ deutsche Küche mit mediterranen Einflüssen an.

Als Besonderheit nennen die Wirtsleute, dass ihre Küche, auch aus persönlicher Betroffenheit, glutenarm organisiert ist.

Neue Wirtsleute übernehmen Clubhaus-Gastronomie des FVS Sulzfeld mit frischem Konzept

Zuvor hatten Bernd und Ulrike Hildebrand das Vereinslokal 20 Jahre lang gepachtet. Das Ehepaar zieht sich aus Altersgründen aus der Bewirtung zurück.

Dass sie den Betrieb 2005 übernommen hatten, geschah aus Sicht von Bernd Hildebrand aus Verantwortungsgefühl. Schließlich war die gastronomische Einrichtung kurz davor von den Vorgängern aufgegeben worden, was für Hildebrand als Vereinsmensch ein Unding darstellte: „Ich war 29 Jahre lang Vorstand im Verein, in dieser Zeit ist das Vereinsheim aufgebaut worden.“

So hat es mit dem Clubhaus des FVS Sulzfeld angefangen

Spatenstich war zwar bereits 1994. Weil das Clubhaus aber fast vollständig in Eigenleistung entstand, wurde es erst 1999/2000 fertiggestellt. „Es bestand beim Bauen auch keine Eile, weil das alte Sportlerheim bis zur Fertigstellung unsres neuen Clubhauses ja noch stehenblieb“, erinnert Bernd Hildebrand.

Da der Sulzfelder bis heute im Ort das Fachgeschäft Sportkantine betreibt und seine Frau Ulrike bis 2024 Ulis Blumenecke, führten die beiden die Gaststätte im Nebenerwerb, oder, um es mit den Worten der Gastronomin zu sagen: „mit Notstrom“. Dies aber offenbar mit Herzblut. So ist das Klubhaus als Ort für Familienfeiern seither eine feste Adresse. Legendär auch das Fischbuffet an den Karfreitagen. Auch für Hochzeiten, Geburtstage, Kerweessen, Silvesterabende, Beerdigungen oder Heimspiele wurde das Lokal gebucht: „Wir brauchten keine Werbung“, so Bernd Hildebrand selbstbewusst.

Das haben die neuen Gastronomen des Clubhauses des FVS Sulzfeld geplant

Auch Serhat Cankurtaran und Ilja Nuhu machen sich mit Herzblut an die Arbeit. Die gesamte Küchentechnik wurde erneuert, der Gastraum aufgemöbelt. Mit 44 beziehungsweise 34 Jahren fühlt sich das Paar außerdem im richtigen Alter, um durchzustarten: „Wann, wenn nicht jetzt“, so Serhat Cankurtaran, der zuvor in Öhringen 13 Jahre lang gastronomische Erfahrungen „in schwäbischer Küche“ gesammelt hat, verrät er.

Als ambitionierter Autodidakt möchte er sich mit seiner Lebensgefährtin in der Region einen Namen machen. „Deutsche Küche trifft aufs Mittelmeer, und zwar glutenarm“, hält Cankurtaran für einen passenden Slogan. So bereitet er die Sauce für den Rostbraten mit Reis- oder Maismehl statt mit herkömmlichen glutenhaltigen Saucenbindern zu. „Ich finde, das Ergebnis sieht sogar optisch noch besser aus“, so der experimentierfreudige Gastronom. Eine Balkannote bringt die in Albanien aufgewachsene Ilja Nuhu mit.

Das Erdgeschoss des Vereinsheims bleibt dem FVS Sulzfeld für sportliche Zwecke erhalten. Hier befinden sich auch die sanitären Einrichtungen und Umkleiden.

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