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Lärmbelästigung für Anwohner

Eppinger Festivalsommer 2026 an vier Wochenenden

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Festivalsommer 2026 in Eppingen: Der Zeitraum der Großveranstaltung steht nun fest. Wie die Stadt versucht, die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen.

Der Festivalsommer 2024 lockte Tausende Fans nach Eppingen. Die Veranstaltung ist aus der Eppinger Gartenschau 2022 abgeleitet.
Der Festivalsommer 2024 lockte Tausende Fans nach Eppingen. Die Veranstaltung ist aus der Eppinger Gartenschau 2022 abgeleitet.  Foto: Stadtverwaltung

Der Eppinger Festivalsommer 2026 wirft schon jetzt seine Schatten voraus. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den Zeitraum festgelegt. Demnach findet der Festivalsommer vom 6. bis 29. August 2026 an vier erweiterten Wochenenden statt. Die Hauptbühne wird wie bei den Festivalsommern davor im Weiherpark aufgebaut.

„Wir wollen gerne die gesamte Infrastruktur, darunter Strom, frühzeitig organisieren“, sagte der für Stadtmarketing zuständige Mitarbeiter im Rathaus, Marcel Gencgel, im Gemeinderat.

Wie der Gemeinderat zur Neuauflage des Eppinger Kultursommers steht

In der Aussprache unterstützte Jochen Oppolzer für die CDU-Fraktion den Verwaltungsvorschlag: „Uns reichen die vier Wochenenden aus, man muss es auch nicht übertreiben.“ Man sehe ja aktuell, dass es bis Ende Juli überall Stadtfeste gebe. Oppolzer erneuerte den von der CDU bereits in vorigen Sitzungen vorgebrachten Vorstoß, einen oder zwei Livemusikevents auf der Hauptbühne durch andere kulturelle Formate zu ersetzen.

Auch, um die Anwohner vor Lärm zu beschützen. Als Beispiel nannte Oppolzer einen Auftritt der Badischen Landesbühne oder die Ausrichtung des traditionellen Open-Air-Kinoabends im Weiherpark. Letzteres müsse in enger Absprache mit den Organisatoren geschehen.

Was direkt angrenzenden Anwohnern wichtig ist

Stefan Schlimm zeigte sich als Anwalt der direkt an den Weiherpark angrenzenden Anwohner. Die hatten bei vorherigen Großveranstaltungen regelmäßig über Lärmbelästigung geklagt. Die Anwohner würden es begrüßen, wenn man es so kurz wie möglich halten würde, vielleicht auch nur drei Wochen, so der Gemeinderat der FDP-Gruppe. Es werde moniert, dass die Bühne zu nah an den Häusern stehe und dass sich Festivalbesucher auch nach dem Ende des Programms noch auf dem Gelände aufhalten.

Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke verteidigte die Großveranstaltung: „Es gibt Interessen vieler und Interessen einzelner, das gilt es abzuwägen.“

Jedes Jahr Festivalsommer oder alle zwei Jahre?

Tatjana Hilker von der Wählergruppe „Miteinander für Eppingen“ lobte den Verwaltungsvorschlag als „gute Lösung, da können wir mitgehen.“ Vor allem die Umstellung auf den zweijährigen Turnus und die Verkürzung auf vier längere Wochenenden sei zu begrüßen. Die Gemeinderätin erinnerte: „Wir hatten ja vorher gesprochen, dass nicht alle Programmpunkte im Weiherpark stattfinden.“

Den Festivalsommer alle zwei Jahre auszutragen, hat der Gemeinderat nie so eindeutig gefasst, aber der Beschluss im Dezember 2024 wurde von Teilen der Öffentlichkeit gleich so ausgelegt. Beschlossen wurde damals mehrheitlich, den Festivalsommer einmal, nämlich 2025, pausieren zu lassen.

So lief der Eppinger Festivalsommer beim letzten Mal ab

Einige Abgeordnete, darunter Reinhard Ihle von der SPD, wollten von einem jährlichen Turnus des Gartenschau-Ablegers nicht abrücken. Es schien aber schnell plausibel, die Großveranstaltung generell auf einen zweijährlichen Turnus umzustellen und mit dem ebenfalls zweijährlichen Altstadtfest abzuwechseln.

Der Festivalsommer 2024 hat sechs Wochen gedauert. Die Hauptbühne befand sich, wie schon bei der Premiere im Jahr 2023, im Weiherpark. Eine kleinere Bühne stand am Schwanen. Die gastronomische Versorgung besorgten das Weiherbistro, das Restaurant Helgets, das Bistro Aras sowie die Freunde des Bürgerparks. An welchen Stellen der Festivalsommer 2026 stattfindet, darüber gibt es noch keine endgültige Beschlusslage.

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