Kreidezeichen in Eppingen: Polizei vermutet Kinderkritzeleien statt Gaunerzinken
Nach Hinweisen auf mutmaßliche Gaunerzinken in der Eppinger Fleischgasse hat die Polizei die Kreidezeichen überprüft. Einen Zusammenhang mit Einbrüchen sieht sie nicht.
Am Dienstagabend ist die Polizei in Eppingen über mutmaßliche Gaunerzinken an zwei Häusern in der Fleischgasse informiert worden. Das teilte Polizeisprecherin Petra Rutz am Donnerstag auf Nachfrage mit. Polizeibeamte hätten die Kreideschmierereien daraufhin vor Ort in Augenschein genommen und Lichtbilder angefertigt.
Polizei: Kreidekreuze an Eppinger Häusern wohl von Kindern
Laut Einschätzung der Beamten handle es sich bei den Kreidekreuzen jedoch eher um von Kindern oder Jugendlichen aufgebrachte Symbole als um sogenannte Gaunerzinken, so Rutz weiter.

Als Gaunerzinken werden kleine, unauffällige Symbole bezeichnet, die von Einbrechern angebracht werden sollen, um Informationen über mögliche Ziele zu markieren. Entsprechende Berichte über solche Zeichen tauchen in Deutschland regelmäßig in Medien und sozialen Netzwerken auf. Ob sie tatsächlich systematisch verwendet werden, ist jedoch umstritten. Viele Polizeipräsidien sehen dafür keine belastbaren Hinweise, raten aber grundsätzlich zu Wachsamkeit.
In Fachveröffentlichungen wird zudem darauf hingewiesen, dass vermeintliche Gaunerzinken häufig auch andere, harmlose Ursachen haben können und mitunter entsprechend eingeordnet werden.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare