Die Stadtbücherei in Eppingen hat eine neue Leiterin: Melissa Malsch übernimmt die Stelle
Die neue Leiterin der Eppinger Stadtbücherei heißt Melissa Malsch. Die 27-Jährige hat viele Pläne für den Standort in der Innenstadt.

Die Stadtbücherei in Eppingen hat eine neue Leiterin. Melissa Malsch ist seit dem 1. April im Amt und übernimmt somit die Stelle, die seit einem Jahr vakant war.
Malsch kommt eigentlich aus Hannover, ist für ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Bibliothek aber nach Stuttgart gezogen und hat dann in Ludwigsburg an der Stadtbücherei als Mitarbeiterin gearbeitet. Nach Abschluss der Ausbildung hat sie ein berufsbegleitendes Studium im Informationsmanagement angehängt.
Neue Leiterin der Eppinger Stadtbücherei: Mag die Offenheit der Bürger
Für die Stelle in Eppingen ist sie extra in die Fachwerkstadt gezogen. „Wenn ich eine Leitungsposition übernehme, dann will auch hinlaufen können“, sagt sie. Für die 27-Jährige ist es die erste Stelle in leitender Funktion. Weshalb es sie nach Eppingen verschlagen hat? Zum Einen natürlich wegen der offenen Stelle. Aber bei ihrer Wahl sei ihr Eppingen als attraktive Stadt zum Arbeiten und Wohnen aufgefallen. „In Stuttgart ist man größtenteils anonym, aber in Eppingen schauen einem die Leute ins Gesicht, und man grüßt sich“, erklärt die 27-Jährige.
„Es liegt mir am Herzen, die Stadtbücherei als Ort der Begegnung weiterzuentwickeln.“ Dieser Satz aus ihrer Bewerbung sei Oberbürgermeister Klaus Holaschke im Gedächtnis geblieben. Malsch hat sich am Ende gegen eine weitere Bewerberin durchsetzen können. „Sie hat eine sehr offene Art. Ich habe ihr abgenommen, was sie erzählt“, so Holaschke.
Stelle seit einem Jahr unbesetzt: Posten in Eppinger Stadtbücherei wieder voll besetzt
Vor einem Jahr hatte die damalige Leiterin Yvonne Herrfurth den Posten aufgegeben. Seitdem hat das Team die anfallenden Arbeiten übernommen. Allen voran Tanja Dittrich. „Es war eine Herausforderung, aber uns allen war klar, dass wir die Bücherei nicht hängen lassen“, sagt sie. „Aber jetzt freuen wir uns, dass Frau Malsch da ist.“
Zum Beginn schaut sie sich erstmal die ganzen Arbeitsabläufe an, hat dabei schon eine gewisse Routine entwickelt. Sie arbeitet mit den Kunden, leiht ihnen Bücher aus, nimmt ausgeliehene Bücher wieder an, geht mit den Leuten ins Gespräch. Kontakte zu umliegenden Büchereien hat sie auch schon geknüpft. Zum Netzwerken und Austauschen. Ein weiteres Aufgabenfeld: das Administrative. Sie schaut sich die Statistiken an, überlegt, welche Medien bestellt werden sollen. Sie fasst ihre Aufgaben zusammen: „Man geht in die Bücherei und macht gefühlt alles. Genau das ist das Tolle an einem kleineren Team.“
Veranstaltungen in Eppinger Stadtbücherei: Ideen für Kooperationen
Sobald sie sich eingelebt hat, möchte sie ihre Ideen umsetzen. „Ich muss erstmal schauen, was in Eppingen funktioniert“, sagt sie. Wichtig sei ihr, den Kontakt zu Schulen und Kitas wieder zu verstärken. Auch andere Kooperationen kann sich die Leiterin vorstellen. Beispielsweise mit dem Fachwerkmuseum oder der Volkshochschule. „Ich finde es schön, wenn die verschiedenen Bereiche der Stadt zusammenarbeiten.“
Für OB Klaus Holaschke ist die Besetzung der Leitungsstelle ein wichtiges Anliegen, denn „der neue Standort ist regelrecht durch die Decke gegangen“. Er merke, dass die Stadt die Kultur brauche. Deshalb werde auch im Haushalt ein neues Budget für die Stadtbücherei angesetzt. Wie genau Melissa Malsch dieses einsetzt, wird sie in den nächsten Wochen und Monaten planen.
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