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Palmbräu investiert weiter in Eppinger Produktionsstätte. Braulinie für alkoholfreie Getränke in Vorbereitung. Darum wurde am Dienstag ein sieben Meter hohes Silo installiert:

Silbrig glänzend, sieben Meter lang, 3,20 Meter Durchmesser: Was vor der Eppinger Palmbräu-Zentrale am Dienstag per Mobilkran abgeladen und auf einer Bodenplatte montiert wurde, ist keine Raketen-Endstufe. Vielmehr handelt es sich um das neue Treber-Silo der Brauerei.
Der Behälter, der per Tieflader aus Bulgarien angeliefert wurde, ersetzt das alte Silo, das sich im Innenhof der Adelshofer Straße 1 befindet. Das war über die Jahre undicht geworden. „Es hat das Ende seiner Lebenszeit erreicht“, so Palmbräu-Mitinhaber Lionel Berger. Der Manager und Bierkenner ließ es sich nicht nehmen, die spektakuläre Montage von Anfang bis Ende mitzuverfolgen.
Das neue Treber-Silo reiht sich ein in eine Reihe von Investitionen, die Palmbräu in Eppingen tätigt. In den vergangenen Tagen ist außerdem eine neue Dampfversorgung installiert worden. „Wir benötigen eine weitere Kurzzeit-Erhitzung, um Flaschen- und Fassbier gleichzeitig abfüllen zu können“, so Berger. Auch am anderen Ende der Temperaturskala wird kräftig investiert. Gerade bauen Monteure eine neue Kälteversorgung ein. Sie soll wesentlich energieeffizienter arbeiten, als die Vorgängeranlage.
„Wir bereiten gerade eine Produktionslinie für alkoholfreies Bier vor“, so der Mitinhaber. Palmbräu investiere am Eppinger Standort erneut „einen siebenstelligen Betrag“, erzählt Berger. Erst vor eineinhalb Jahren hatte die Brauerei mit dem Einbau eines neuen Tunnel-Pasteurs und einer neuen Flaschenreinigungsanlage kräftig in die Tasten gehauen.
Auch personell ist Palmbräu in Eppingen neu aufgestellt. Zdenek Prokop, von 2016 bis 2025 Braumeister, hat sich in Heilbronn als Vollgastronom selbstständig gemacht. Als Nachfolger sind zwei „Eigengewächse“ nachgerückt: Michael Störner ist für die Produktion zuständig, Florentin Marquardt verantwortet die Füllerei. Maximilian Pfeil hat als Betriebsleiter die Nachfolge von Oliver Kohler angetreten, der sich mit einem Getränkefachhandel in Eppingen selbstständig gemacht hat.
Treber ist ein Rückstand des Braumalzes, der bei der Bierherstellung entsteht. Er enthält Rohprotein, Faser und einige Vitamine, die ihn zu einem wertvollen Futtermittel für Milchkühe und Mastrinder machen. Bisher haben die Bauern der Umgebung den Treber im Innenhof der Adelshofer Straße 1 aus dem alten Silo gezapft. Künftig sollen es die Abnehmer aus dem Tank entnehmen, der rechts neben dem Sudhaus im Freien errichtet wurde. „Wir erzielen mit dem neuen Silo kürzere Transportwege“, so Berger. Außerdem werde den Landwirten die Entnahme des Trebers am frei stehenden Silo erleichtert.
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