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Nach Heizkeller-Brand: Wieder normaler Schulbetrieb in Obergimpern

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Nach dem Brand im Heizkeller der Grundschule Obergimpern läuft der Unterricht dank einer mobilen Flüssiggas-Heizung weiter. Schulleiterin Jasmin Kunz lobt die schnelle Reaktion der Stadt.


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In Bad Rappenau-Obergimpern kann nach dem Brand im Heizkeller der Grundschule der Schulbetrieb seit Dienstag wieder weitergehen. Die Stadt installierte übergangsweise eine Flüssiggas-Heizung, mit der nun warme Luft ins Gebäude geblasen wird. Die Lehrerinnen sind begeistert von der flexiblen Übergangslösung. „Wir sind wirklich stolz, dass die Stadt do so schnell reagiert hat“, sagt Schulleiterin Jasmin Kunz.

Ihr persönlich sei es wichtig gewesen, die Schulkinder pädagogisch aufzufangen. „Da waren natürlich Fragen, wir hatten schon Redebedarf“, sagt Kunz. Und es gehe ihr darum, den Kindern Ängste zu nehmen. Zumal ihr Zimmer der Klasse 3 derzeit nicht genutzt werden könne, weil es direkt über dem Heizkeller liegt. Sie sei erschrocken, als sie vom Brand erfahren habe, so Kunz weiter – aber auch erleichtert, dass es zu diesem Ereignis nicht während des regulären Schulbetriebs gekommen war, sondern in der Ferienzeit. „Sonst hätten wir nochmal eine andere Situation für die Kinder.“

Chemiker stellt nach Brand in Obergimpern fest: keine Schadstoffbelastung in Schule

Auf den Fluren der Grundschule stehen nun Bauventilatoren, die die warme Luft verteilen sollen. Vom Geräuschpegel her sei das nicht störend, sagt Kunz. Zusätzlich stehen in den Klassenzimmern Elektroheizer. Die Kinder lassen sich auch nichts anmerken. „Es ist ein Provisorium“, sagt Alexander Speer, Leiter des Hochbauamts Bad Rappenau. „Aber es funktioniert.“ Die Flüssiggasheizung habe man von der derzeit nicht mehr belegten Zelt-Flüchtlingsunterkunft in Fürfeld übernommen. Ein Schreiner habe zwei Glasfenster herausgenommen, um die Belüftungsrohre ins Gebäude zu führen.

Mitarbeiter des Hochbauamts organisierten auf die Schnelle eine provisorische Flüssiggas-Heizung.
Foto: Adrian Hoffmann
Mitarbeiter des Hochbauamts organisierten auf die Schnelle eine provisorische Flüssiggas-Heizung. Foto: Adrian Hoffmann  Foto: Hoffmann, Adrian

Ein Chemiker sei zuvor in der Schule gewesen und habe festgestellt, dass es keine Schadstoffbelastung in den Räumen gebe. Zum Brand im Heizkeller werde als nächstes ein Gutachten erstellt und anschließend, so hofft Speer, werde man bald zur Instandsetzung kommen. Zwei bis drei Monate veranschlagt er, bis der reguläre Heizkeller wieder in Betrieb genommen werden kann. Über die lobenden Worte des Schulpersonals über das schnelle Agieren der Stadtverwaltung freut er sich. „Das Hochbauamt ist schon schlagkräftig.“ Man habe technische Mitarbeiter, die mitzögen, so Speer.

Die warme Luft wird mit Hilfe von Bauventilatoren in den Schulräumen verteilt.
Die warme Luft wird mit Hilfe von Bauventilatoren in den Schulräumen verteilt.  Foto: Hoffmann, Adrian

Schulleiterin Kunz zu Notbetreuung: „Das war so ähnlich wie zu Corona-Zeiten“

Zum Brand der Ölheizung war es am Morgen des Samstag, 3. Januar, gekommen. Ein technischer Defekt wird als Ursache vermutet. Leitungen und Dichtungen sind verschmort. Eine Pumpe und ein Steuerungsrelais wurden durch das Feuer zerstört. Ein Mitarbeiter des Bauamts hatte das Feuer eigenen Angaben zufolge zufällig bemerkt, als die Rauchmelder schrillten. Der Feuerwehr war zunächst ein Zimmerbrand gemeldet worden, bis die Einsatzkräfte vor Ort feststellen, dass es sich beim Brandobjekt um die Schule handelte. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer zügig löschen.

Für wenige Tage lang hatte es nach den Ferien einen Schul-Notbetrieb im Katholischen Pfarrzentrum in der Ortsmitte von Obergimpern geben. „Das war so ähnlich wie zu Corona-Zeiten“, sagt Schulleiterin Kunz: Die Kinder, deren Eltern eine Notbetreuung brauchten, durften kommen – die anderen hatten schulfrei oder lernten zu Hause. 83 Kinder besuchen die Grundschule Obergimpern.

Nach Brand in Obergimpern: Kleines Hallenbad derzeit noch außer Betrieb

Das kleine Hallenbad für schulische Zwecke, das sich im Gebäude befindet, ist derzeit noch außer Betrieb. Das Wasser hatte abgelassen werden müssen wegen Frostgefahr in den Leitungen.

Wann das Bad wieder genutzt werden kann, steht noch nicht fest. Die Grundschule in Obergimpern gilt ohnehin als sanierungsbedürftig. Im Haushaltsentwurf für 2026 waren bereits Mittel für die Planung einer Sanierung vorgesehen.

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