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Blacksheep-Team macht den Bonfeld Schlosspark bereit fürs Sommerfest

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Im Schlosspark laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren – am 28. Juni wird dann das erste Blacksheep Sommerfest gefeiert. Tickets gibt es noch an der Tageskasse.

Auch wenn der Aufbau für das Blacksheep Sommerfest anstrengend ist: Die gute Laune lassen sich die Mitglieder der Kulturinitiative nicht nehmen.
Auch wenn der Aufbau für das Blacksheep Sommerfest anstrengend ist: Die gute Laune lassen sich die Mitglieder der Kulturinitiative nicht nehmen.  Foto: Hofmann, Elfi

Die große Bühne im Bonfelder Schlosspark ist fertig aufgebaut, das Deko-Team bindet fleißig Kränze aus Efeu, die die Tische schmücken sollen. Mittendrin Aufbauleiter Holger Fiedler. „Es gibt 1000 Dinge, die man beachten muss“, sagt er, während sein Handy klingelt. Da muss er jetzt kurz rangehen. Die Vorbereitungen für das erste Blacksheep-Sommerfest laufen auf Hochtouren, in etwas mehr als 24 Stunden fällt der Startschuss. Bis dahin haben die Mitglieder noch einiges zu tun.

Auch wenn der Aufbau für das Blacksheep Sommerfest anstrengend ist: Alle genießen die gemeinsame Zeit

Am Samstag habe man mit dem Aufbau begonnen, erzählt die zweite Vorsitzende Ulrike Plapp-Schirmer: „Der Aufwand ist hoch, obwohl das Fest nur einen Tag dauert.“ Von dem Festival-Konzept hatte sich die Kulturinitiative im vergangenen Jahr verabschiedet. Vor allem der oft schleppende Vorverkauf und die damit verbundene fehlende Planbarkeit führten zu dieser Entscheidung.

Jetzt müssen sich alle an teils neue Abläufe gewöhnen. Auch Holger Fiedler: Die Struktur im Aufbau sei verändert, die Realität sehe etwas anders aus als in der Planung. Er zeigt auf eine Hecke. Die Pflanzen sind nicht in einer Linie gesetzt, sondern in einem Bogen. Das müsse beachtet werden. „Aber wir haben gute und zuverlässige Menschen hier.“ Das kann Ulrike Plapp-Schirmer nur bestätigen: „Der Aufbau ist hart, aber wir verbringen eine schöne Zeit miteinander.“

Buntes Rahmenprogramm mit Pantomine und Stelzenläufern

Viele Mitglieder nehmen sich extra Urlaub, einige nehmen lange Fahrten auf sich, um dabei zu sein. Denn die ganze Arbeit mündet schließlich in der Veranstaltung, die am Samstag um 15 Uhr beginnt.

Neben Musik von vier Bands ist ein buntes Rahmenprogramm geplant, für das Stefanie Siebert zuständig ist. Stelzenläufer, ein argentinischer Pantomine, eine Seifenblasenkünstlerin, die auch Workshops anbietet: „Ich versuche immer, spannende Menschen zu bekommen“, sagt Siebert. Dazu gehört auch eine Künstlergruppe aus Stuttgart, die innerhalb weniger Minuten Porträts anfertigt. Das Besondere daran: Alles läuft non verbal, also ohne ein Wort zu sprechen ab. „Man wird angeschaut, dann bringt der Künstler das per Schreibmaschine aufs Papier und gibt das dem Zeichner weiter“, erklärt Stefanie Siebert. So entsteht schließlich ein Bild. 

Am Samstag, 28. Juni, lädt die Kulturinitiative Blacksheep zum ersten Sommerfest in den Bonfelder Schlosspark ein. Ab 17 Uhr treten vier Bands auf, darunter Ardú aus Irland, The Gardener & The Tree aus der Schweiz und die britische Oysterband. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Walking Acts, Mitmachangeboten und einer Kinder-Area mit Hüpfburg, Schminken und Bastelaktionen.Tickets kosten 55 Euro an der Tageskasse, VIP-Tickets sind für 133 Euro zu haben. Kinder bis 14 Jahren dürfen in Begleitung Erwachsener kostenlos mitfeiern. Parkplätze gibt es auf Wiesen nahe der Fürfelder Straße sowie auf gewerblichen Flächen, zudem stehen Behindertenparkplätze an der Schulstraße bereit. Auch ein bewachter Fahrradstellplatz wird angeboten.

Ein Verein wie eine große Familie

Davon hat Jürgen Puscher einige zu Hause. Seit 24 Jahren ist er aktiv bei Blacksheep und vor allem für Licht und Ton auf der Bühne zuständig. Gerade verlegt er am Merchandise-Stand Stromkabel für die Beleuchtung. Vieles sei neu dieses Jahr, einiges habe man neu strukturieren müssen. „Es ist aber auch sehr spannend“, sagt er. Der Verein sei wie eine große Familie mit einer großen Mischung.

Seit 24 Jahren ist Jürgen Puscher bei der Kulturinitiative Blacksheep engagiert und für Licht und Ton zuständig.
Seit 24 Jahren ist Jürgen Puscher bei der Kulturinitiative Blacksheep engagiert und für Licht und Ton zuständig.  Foto: Hofmann, Elfi

Die spürt und sieht man sofort. Junge und jung gebliebene Menschen arbeiten Hand in Hand, begrüßen sich mit herzlichen Umarmungen. Viele kennen sich seit Jahren, manche sind praktisch bei Blacksheep aufgewachsen. Dazu gehört auch Jürgen Puschers Tochter Melissa, eine der Künstlerbetreuerinnen. Zwei Personen sind einer Band zugeteilt. Durch die Verkleinerung habe man jetzt mehr Kapazitäten, erzählt sie und schwelgt in Erinnerungen: „Als kleines Kind habe ich Lose für die Tombola verkauft, jetzt bin ich richtig dabei.“ Apropos Kinder: Einen Kids-Club mit Betreuung, wie beim Festival, wird es diesmal nicht geben. Stattdessen ist beim Spielplatz eine Kids Area eingerichtet.

Programm für die kleinsten Besucher

Dort werden Aktivitäten wie Kinderschminken, Malen oder Badminton angeboten. „Wir haben auch eine Hüpfburg“, erzählt Tanja Richter lächelnd. Sie ist ebenfalls seit vielen Jahren in der Kulturinitiative engagiert und hat eine Überraschung in petto: Für das Spiel Tic-Tac-Toe hat sie Steine vorbereitet, die von den Kindern bemalt und dann direkt eingesetzt werden können. Jetzt muss am Samstag nur noch das Wetter halten. Denn eine Schlammschlacht wie im vergangenen Jahr, das muss nicht noch mal sein.

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