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Bauchweh-Themen junger Eppinger sichtbar machen

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In den Sommerferien startet die Eppi-City. Anmeldungen dafür sind nach Ostern möglich. Die Jugend- und Schulsozialarbeiter in Eppingen starten eine Plakataktion mit Zitaten junger Menschen, die unter die Haut gehen. Das sind die kommenden Aktionen für Kids und Jugendliche: 

Plakate geben jungen Menschen eine Plattform: Jugendkoordinator David Menner und Mitarbeiterin Cathrin Weiler (beide DJHN) zeigen ein Beispiel.
Foto: Jörg Kühl
Plakate geben jungen Menschen eine Plattform: Jugendkoordinator David Menner und Mitarbeiterin Cathrin Weiler (beide DJHN) zeigen ein Beispiel. Foto: Jörg Kühl  Foto: Jörg Kühl

„Ich bin hässlich und nichts wert“. „Ich nenne andere Idiot, weil ich selbst so genannt werde“. „Ich darf nicht über meinen Vater sprechen. Wenn ich sage, ich möchte ihn öfter sehen, sagt meine Mutter, ich kann ausziehen.“ Mit einer Plakataktion, die aussagekräftige Zitate junger Menschen transportiert, möchten die Jugendsozialarbeiter und Schulsozialarbeiter in Eppingen auf Themen aufmerksam machen, die Heranwachsende in Eppingen und den Ortsteilen beschäftigt und belastet. Ein Plakat fasst dieses Anliegen so zusammen: „Genau daher benötigen wir junge Menschen eine Stimme, um zu sagen, was wir wirklich brauchen, und was uns bewegt.“ Die Plakate sollen im ersten Schritt an Schulen und im Jugendzentrum in der Scheuerlesstraße aufgehängt werden, so der Leiter der Jugendsozialarbeit in Eppingen, David Menner, im Eppinger Verwaltungsausschuss. In einem weiteren Schritt nach der Landtagswahl sollen die Plakate auch an anderen kommunalen Plätzen zur Geltung kommen. Die Schul- und Jugendsozialarbeit in Eppingen wird von der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn (DJHN) getragen.  

Das sind die Themen, die Kinder und Jugendliche in Eppingen bewegen:

Mobbing David Menner, der seit 13 Monaten das zwölfköpfige Jugendteam leitet, hat seinen ersten Jahresbericht, nämlich den des Schuljahrs 2024/25, in die Bereiche Grundschulen, weiterführende Schulen und Jugendzentrum (Juze) gegliedert. Demnach sind in den Grundschulen unter anderem Frustration, Kindeswohlgefährdung, Diebstahl, dissoziales Verhalten, der Konsum digitaler Medien, Schulangst, Leistungsdruck, Drohungen, Beschuldigungen und Mobbing Themen. Menner und sein Team hatten zuvor eine Bedarfsanalyse an der Grundschule im Rot durchgeführt. Befragt wurden Schüler, Eltern und Schulpersonal.

An Grundschulen gibt es seit einigen Jahren die Streitschlichterausbildung, die in den Herbstferien durchgeführt wird. Themen an weiterführenden Schulen sind demnach unter anderem Mobbing, Leistungsdruck und Unterrichtsstörungen. „Problematische Mediennutzung spielt eine ganz große Rolle“, so Menner. Zu den Angeboten an weiterführenden Schulen zählen Streitschlichter, das „Offene Büro“, Klassenrat sowie die Projekte „Miteinander statt übereinander“ und „Mädchen in Aktion“.

So häufig wird das Eppinger Jugendzentrum aufgesucht

Menner informierte auch über die Entwicklungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Demnach wurde das Juze 2024/2025 von 2896 Besuchern frequentiert, das entspricht durchschnittlich 19,8 pro Tag. Auch die weiteren Aktivitäten, wie Ausflüge, Grillabende, das Mittagspausenangebot an der Hellbergschule und die Weihnachtskarten-Aktion für das Seniorenheim wurden gut angenommen und sind beliebt.

Im August koordiniert das Jugendteam um David Menner die Eppi-City. Dabei handelt es sich um ein kleineres Format des Eppi-Zentrums, des beliebten Ferien-Mitmachprogramms mit basisdemokratischer Ausrichtung. Beide Formate wechseln sich jährlich ab, wie Menner informiert. Anmeldungen seien nach den Osterferien möglich.

Plakate geben jungen Menschen eine Plattform: Jugendkoordinator David Menner und Mitarbeiterin Cathrin Weiler (beide DJHN) zeigen ein Beispiel.
Plakate geben jungen Menschen eine Plattform: Jugendkoordinator David Menner und Mitarbeiterin Cathrin Weiler (beide DJHN) zeigen ein Beispiel.  Foto: Jörg Kühl
Plakate geben jungen Menschen eine Plattform: Jugendkoordinator David Menner und Mitarbeiterin Cathrin Weiler (beide DJHN) zeigen ein Beispiel.
Foto: Jörg Kühl
Plakate geben jungen Menschen eine Plattform: Jugendkoordinator David Menner und Mitarbeiterin Cathrin Weiler (beide DJHN) zeigen ein Beispiel. Foto: Jörg Kühl  Foto: Jörg Kühl
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