Stimme+
Meinung
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Bad Rappenau muss auf dem Weg zum Zertifikat „Gesunde Stadt“ weitergehen

  
Erfolgreich kopiert!

Die Kurstadt Bad Rappenau ist auf einem guten Weg. Vieles, was bei dem Zertifizierungsprozess zur „Gesunden Stadt“ verlangt wird, gibt es dort schon. Doch ein Zertifikat allein reicht nicht aus, meint unsere Autorin.

Trinkwasserbrunnen auf dem Kirchplatz (von links): der Bad Rappenauer Oberbürgermeister Sebastian Frei, Alexander Freygang vom Wasserzweckverband Mühlbachgruppe und Klimaschutzmanager João Carlos De Oliveira Souza.
Trinkwasserbrunnen auf dem Kirchplatz (von links): der Bad Rappenauer Oberbürgermeister Sebastian Frei, Alexander Freygang vom Wasserzweckverband Mühlbachgruppe und Klimaschutzmanager João Carlos De Oliveira Souza.  Foto: Plapp-Schirmer, Ulrike

Wer, wenn nicht Bad Rappenau? Der Ort mit den meisten Kliniken im Landkreis Heilbronn. Mit drei großen Parks, Hallen- und Freibad mit Saunalandschaft und einem öffentlich jederzeit zugänglichen Gradierwerk. Da spricht doch viel dafür, dass die Kurstadt das Zertifikat „Gesunde Stadt“, das sie nun beantragt, auch bekommt.

Die Initiative des Gesundheitsamtes Heilbronn, in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt in Stuttgart, hat Charme. Denn das Programm hat eine gesündere Gesellschaft zum Ziel. Angesichts von Klima- und demografischem Wandel ist das absolut zu begrüßen.

Ernährung, Alkohol, Drogen: Auch das muss Gesundheitsvorsorge beleuchten

Gesundheit wird durch den Zertifizierungsprozess in Bad Rappenau zum Thema für alle, nicht nur für Kurgäste. Gesundheit wird Leitthema für die Stadtentwicklung. Und Gesundheit kann, ja muss Thema für Bildungsarbeit sein. Ernährung, Bewegung, aber auch Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum schon im Jugendalter haben Aufklärungsarbeit bitter nötig. Natürlich nicht nur in Bad Rappenau.

Aber dort gibt es bereits Strukturen und Akteure, mit deren Hilfe sich diese Themen überall leicht platzieren lassen. Beschattung am Kirchplatz, Baumpflanzungen und ein Trinkbrunnen sind Beispiele für jüngste Aktivitäten. Bad Rappenau ist bereits auf einem guten Weg – auch ohne Zertifikat. Doch das Stück Papier kann Stadt und Einwohnerschaft dazu bewegen, auf diesem Weg konsequent weiterzugehen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben