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Ostern in Hohenlohe
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Ziege, Bierathlon, Osterspaziergang: So verbringen die Hohenloher die Ostertage

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Alte und neue Traditionen, mit und ohne Familie werden bei dem vor allem heiteren Wetter an den Osterfeiertagen in Hohenlohe gelebt.

Seit Karsamstag haben die neuen Pächter den Kiosk am Schleierhofer See geöffnet. Das Geschäft läuft prächtig, erzählt Pächterin Ivana Majcen
Seit Karsamstag haben die neuen Pächter den Kiosk am Schleierhofer See geöffnet. Das Geschäft läuft prächtig, erzählt Pächterin Ivana Majcen  Foto: Götz Greiner

Familie, Traditionen – und Familientraditionen. Darum drehen sich die freien Tage an Ostern, wie eine Reise durch Hohenlohe zeigt. Die Menschen genießen das größtenteils heitere Wetter. Georgis Karpouchtsis und Sabrina Müller-Karpouchtsis aus Kupferzell haben mit ihrem Sohn Michail beim Blumenfeld an der B19 Halt gemacht – wo auch zahlreiche andere auf ihren Reisen an diesem Tag Tulpen selbst schneiden. „Wir sind auf dem Weg zu meinen Eltern nach Künzelsau, zum Ziegen-Essen“, sagt der Vater. Das sei die traditionelle Ostermahlzeit in Griechenland. Die Familie gehört zur großen griechisch-orthodoxen Gemeinde in Künzelsau. In manchen Jahren unterscheidet sich deren Ostertermin und der der westeuropäischen Konfessionen. „Aber in diesem Jahr ist es das gleiche Datum“. Die Ziege stamme von einem Hof im Ingelfinger Teilort Dörrenzimmern.

Bierathlon – Laufen mit einem Kasten Bier an Ostersonntag

Ein Ostersonntags-Ereignis der anderen Art pflegt der Mulfinger Jugend- und Kulturverein Himmelreich wieder: Den Bierathlon. Nach mehr als zehn Jahren Pause sind im vergangenen Jahr erstmals die Zweier-Teams wieder gelaufen. Heuer gibt es acht. Jedes muss einen Kasten Bier über eine Strecke von 5,3 Kilometern tragen, erklärt der Vorsitzende Simon Riegler. An mehreren Stationen müssen die Läufer dann unterwegs die Flaschen trinken. „Der Rekord liegt bei 48 Minuten“, sagt Riegler.


Die neuen Pächter des Kiosks am Schleierhofer See, Ivana und Tomislav Majcen begrüßen viele Ausflügler. An Karsamstag hatten sie erstmals eröffnet, „das lief super gut“, sagt die Wirtin, die auch am Sonntag viel zu tun hat. Auf dem Spiel- und Grillplatz sind zahlreiche Gruppen, die auch beim aufziehenden Wind noch sitzen bleiben.

Neue Familientradition ist durch Corona entstanden

Seit mittlerweile fünf Jahren gehen die Familien von Annika und Jan-Nicolas Vogel und Freunde am Ostersonntag wandern, picknicken und spielen – seit Corona, denn damals war das bis dahin traditionelle Forellenessen der Niedernhaller nicht möglich, erzählen die Geschwister. „Zwei fahren mit dem Auto voraus und bringen die Sachen mit, der Rest wandert“, sagt der Bruder. Dieses Jahr haben sie es sich an der Badestelle bei Kloster Schöntal gemütlich gemacht, mit Campingtisch, Stühlen und einer Spike-Ball-Ausrüstung – ein Spiel, bei dem ein Ball auf ein Trampolin geschlagen wird. Und Jan-Nicolas Vogel hat in der Jagst die Badesaison eingeläutet: „Ich stand bis zum Hals im Wasser. Aber es ist noch eiskalt.“

Und dann gibt es noch den Klassiker: Den Osterspaziergang. Die Pfedelbacher Familie Schmidt macht ihn „zwischen Braten und Kaffee“, wie die Mutter erzählt.

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