Tourismusverband will mehr Wohnmobilisten in die Region locken
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Tourimia-Geschäftsführer Bernhard Mosandl macht den Ausbau des Wohnmobiltourismus zur Chefsache. Wie die Sparte ausgebaut werden soll und was sich in Hohenlohe aktuell tut.
Von tak, rei
Foto: GMK Marke. Design. Digital.
Nicht nur Hohenlohe ist prädestiniert für den Wohnmobiltourismus, sondern der gesamte touristische Norden des Landes, dessen gemeinsame Stärken seit einem Jahr einheitlich vermarket werden. Bernhard Mosandl führt die Geschäfte dieser Dachgesellschaft namens Tourimia Tourismus GmbH. Sie soll in Kooperation mit dem Land die finanzielle Förderung ankurbeln und als zentrale Beratungsplattform dienen, um das Marketing der bestehenden Touristikgemeinschaften vom Odenwald übers Heilbronner Land bis Hohenlohe zu optimieren.
Wohnmobiltourismus soll in der Region weiter ausgebaut werden
Vier Top-Produkte wurden definiert, der Wohnmobil- und Campingtourismus ist neben Radfahren oder Wein einer davon. Bernhard Mosandl hat ihn „zur Chefsache gemacht“, wie er sagt. Das heißt: Er ist Vorsitzender des dahinter stehenden gebietsübergreifenden Arbeitskreises, der am 30. Juli erstmals tagt. Der Tourimia-Geschäftsführer kennt sich in diesem Bereich besonders gut aus: Von November 2019 bis März 2020 managte er einen Campingpark in Bodenmais, bevor er sich im Dezember 2020 selbstständig machte und bis Juni 2024 geschäftsführender Gesellschafter seiner eigenen Regio-Tourismus-Marketing GmbH war, die bundesweit über 200 Kommunen beriet.
„Ich baue auf dem auf, was es im Norden schon gibt“, sagt Mosandl. Die Touristikgemeinschaften hätten gute Vorarbeit geleistet, „jetzt kommt es auf den Feinschliff an und darauf, das Ganze zu optimieren“. Dafür stehen er und seine Mitarbeiter den regionalen Verantwortlichen mit Rat und Tat zur Seite. „Es geht vor allem darum, die Strukturen in die qualitativ richtige Richtung zu bringen.“ Die Vielfalt sei schon jetzt beachtlich: „Es gibt kleinere und größere Stellplätze, für jede Urlaubsform ist etwas dabei.“ Und mancherorts werde schon viel richtig gemacht: etwa in Tauberbischofsheim oder Mudau, wo sehr gute und sehr schöne Plätze neu gebaut worden seien. „Auch der Freizeitpark in Tripsdrill will sich dieses Themas annehmen.“
Neue Wohnmobilstellplätze entstehen aktuell in Niedernhall
In Niedernhall baut die Stadt derzeit 16 Stellplätze neben Freibad, Solebad und günstig am Kochertalradweg gelegen. In Betrieb gehen soll der Platz noch diesen Sommer, wie Hauptamtsleiter Alfons Rüdenauer mitteilt. Bis zur Eröffnung des Solebads im Dezember müssen Camper jedoch noch mit Baustellenlärm aufgrund der Sanierung rechnen.
In Niedernhall entstehen derzeit 16 Wohnmobil-Stellplätze direkt am Radweg.
Foto: Ludwig, Tamara
Insgesamt 268 Stellplätze gibt es dann im Hohenlohekreis. Die Nachfrage, das bestätigt das Landratsamt Hohenlohekreis, sei sehr hoch. „Über die Feiertage, Brückentage und in den Pfingstferien waren viele Plätze ausgebucht. Für die kommenden Sommerferien ist erfreulicherweise ebenfalls eine sehr gute Platzbelegung absehbar“, heißt es aus der Pressestelle. Wer außerhalb der Ferienzeit buche und besonderen Wert auf Ruhe lege, solle seinen Aufenthalt am Wochenanfang planen, so der Tipp der Behörde.
Noch mehr Urlauber sollen Hohenlohe als Destination entdecken
Idylle und Stille haben die Besucher des Green Camps an den Tiroler Seen in Forchtenberg gefunden. Der Platz, der im vergangenen Jahr eröffnet hat, ist in den Pfingstferien gut besucht und dennoch ruhig. Das gefällt Walter und Barbara Andreas, die aus Donauwörth angereist sind. Fahrradfahren, die Gegend erkunden, Sonne genießen, das steht bei ihnen auf dem Programm. Auf Hohenlohe als Urlaubsregion sind sie durch ihre Tochter gestoßen. „Unsere Tochter wohnt in der Nähe, die besuchen wir.“ Außerdem habe man so Gelegenheit, Zeit mit der Enkelin zu verbringen.
Walter und Barbara Andreas aus Donauwörth urlauben in Hohenlohe.
Foto: Ludwig, Tamara
Aus dem Main-Tauber-Kreis sind Natascha Brettschneider und ihr Sohn Cedric gekommen, um ein paar Tage zu campen. Zwar sei ihre Heimat Bad Mergentheim nicht weit, aber Forchtenberg sei gerade weit genug weg, um dennoch ein Urlaubsfeeling zu haben und zu entspannen. Auf den Platz ist sie durch die Empfehlung eines Kollegens aufmerksam geworden und ist begeistert.
Natascha Brettschneider und ihr Sohn Cedric machen in den Pfingstferien ein paar Tage Camping-Urlaub an den Schleierhofer Seen.
Foto: Ludwig, Tamara
Tourimia-Chef machte Probe aufs Exempel
Auch Tourimia-Chef Mosandl hat sich vom Campen in der Region selbst ein Bild gemacht. Ende Oktober 2024 besuchte er den Stellplatz Hei-Camp in Öhringen. „Die haben dort sehr viel richtig gemacht.“ Von Fronleichnam bis zum Wochenende machte er dann die Probe aufs Exempel auf einer Caravaning-Tour mit Stopps im Kraichgau, in Heilbronn und in Schwäbisch Hall.
Chancen
Auch Tourismus-Staatssekretär Patrick Rapp singt ein Hohelied auf die Chancen des Wohnmobiltourismus im Norden des Landes: „Wir haben hier sieben Ferienregionen, die als Qualitätsmarken schon hinlänglich bekannt sind. Und die können Reisemobilisten sehr gut wie an einer Perlenkette nach und nach entdecken.“ So eine Tour de Nord mit dem Wohnmobil könnten Besucher der Stuttgarter Fachmesse CMT im Januar 2026 gewinnen, kündigt Tourimia-Chef Bernhard Mosandl an. Dann wird sich der gesamte Norden erstmals an einem gemeinsamen Stand präsentieren. Bereits 2025 wurde eine gemeinsame neue Broschüre zu diesem Thema vorgestellt.
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