Wohlfühl-Weihnachtsmarkt in Neuenstein kommt beim Publikum gut an
Die Neuensteiner Stadtweihnacht zieht Hunderte von Besuchern an

Gerade schließt Susanne Geisser ihr kleines heimelig beleuchtetes Ladengeschäft in der Spitalgasse. Obwohl ihr Laden etwas abseits von der Neuensteiner Stadtweihnacht gelegen sei, habe sie zahlreiche Kunden verzeichnet, berichtet die Keramikerin. „Made in Neuenstein“ ist auch das Leitmotiv vieler Marktstände um den großen Christbaum auf dem Vorstadtplatz, wo am frühen Abend ein reges Marktgeschehen im Gange ist.
Sogar der stattliche Weihnachtsbaum, der auf der Mitte des Vorstadtplatzes für weihnachtlichen Lichterglanz sorgt, zeugt von der Kreativität der jüngsten Neuensteiner: Er ist mit rund 200 eindimensionalen, bemalten Christbaumkugeln geschmückt. Während sich viele Besucher beim Getränkestand der TSV-Fußballabteilung mit obligatorischen Glühwein wappnen, bietet Evrensel Tülin ihre aparten, handgehäkelten Taschen aus Makramee-Garn am Nachbarstand feil. Tülins Tochter Melek dagegen hat einige orientalische Alternativen zu Glühwein und Punsch im Angebot.
Neuensteiner Stadtweihnacht ist so gemütlich: Selbst als der Strom ausfällt, bleiben alle gelassen
Ein weiterer Anziehungspunkt auf dem vorweihnachtlichen Markt ist der liebevoll dekorierte Stand der beiden Neuensteiner Schwestern Naomi und Leonie Kraft: Während die jüngere der Beiden feine Kreationen aus der eigenen Backstube anbietet, versteht sich Leonie Kraft im Herstellen von Deko aus Holz, Keramik und Glückwunschkarten oder im Dekorieren von Kerzen. „Das wäre doch etwas für Opa Wolfi zum 80. Geburtstag“, befinden Besucherin Stefanie Gruna und deren Sohn Nils, als sie eine Kerze mit der Aufschrift „Geburtstagskind“ betrachten.
Obwohl die Beleuchtung ausgefallen ist, ist auch der Stand von Vroni Löffelhardt mit Patchwork-Sternen, Nudel-Engeln und Upcycling-Taschen ein Hingucker – dank mitgebrachter Laterne. „Da ist wohl eine Wurst zu viel auf dem Grill gelandet“, kommentiert die Standinhaberin den vorübergehenden Stromausfall gelassen. Ob Etageren, Vogeltränken aus nostalgischen Sammeltassen oder christliche Kalender: Viele langjährige Marktbeschicker auf der Stadtweihnacht haben einen festen Kundenstamm.
Neuensteiner Stadtweihnacht: Warum der Besuch für manche Gäste ein Muss ist
So wie Simone Bauer, die sich seit mehr als zehn Jahren mit der japanischen Kunst des Papierfaltens beschäftigt: Ein wahrer Augenschmaus sind Bauers Weihnachtskugeln, Sterne oder Windlichter aus buntem Papier. Auf ihre Stammkunden kann sich auch Bianca Kugler, Beraterin für Schweizer Naturprodukte aus Neu-Kupfer, verlassen.
Für Gudrun Vollmer und Sigrid Riedling ist der Besuch an Kuglers Stand bei jeder Stadtweihnacht ein Muss: „Wir sind einfach nur begeistert von diesen Cremes, Salben und Ölen“, da sind sich die Wellness-Expertin für Massagen und die Haarkünstlerin einig. Beide Neuensteiner Geschäftsfrauen fiebern dem vergangenen Sonntag entgegen: Da öffnen sich die Türen ihrer beiden Salons.

Neuensteiner Stadtweihnacht: Auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz
Auch die Kulinarik kommt auf dem Vorstadtplatz nicht zu kurz: „Der Wild-Burger vom Damwildgehege Waldenburg war phänomenal gut“, lobt Besucherin Sandra Masuch. Neben Maultaschen, Grillwurst, Schupfnudeln oder süßen Waffeln und Crêpes, kann sich die Getränkeauswahl ebenso sehen lassen: Es gibt Hot Aperol, Süße Rosi oder Feuerzangenbowle. Das Getränk mit dem brennenden Zuckerhütchen ist die Spezialität am Stand des MGV Frohsinn.
Wie viele andere Neuensteiner Vereine sorgen auch die MGV-Mitstreiter Clemens Treffert und Komparsen für das leibliche Wohlbefinden der Besucher. Das kommt bei allen gut an. „Hier gibt’s so tolle Stände und alles ist wunderschön dekoriert“, findet die Besucherin Inge Mohler, die gemeinsam mit ihrer Clique vor dem Christbaum ihren Glühwein genießt.
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