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Knapp 50.000 Euro

Weißbacher Weiler Halberg erhält neuen Glockenturm

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Im Jahr 2023 musste der Glockenturm in Halberg abgerissen werden. Die Gemeinderäte aus Weißbach haben sich nun bereits öfters mit dem Glockenturm beschäftigt.

In der Halberger Ortsmitte steht derzeit noch ein Provisorium als Glockenturm. Der neue wird um einiges höher als dieser.
In der Halberger Ortsmitte steht derzeit noch ein Provisorium als Glockenturm. Der neue wird um einiges höher als dieser.  Foto: Götz Greiner

Die Glocke soll endlich wieder in einem stattlichen Turm läuten, im Weißbacher Weiler Halberg. Deswegen entscheidet sich der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung dafür, einen neuen Turm für knapp 25.000 Euro herstellen zu lassen. Er besteht aus vier senkrechten Holzpfosten. Sie werden mit Kreuzstreben stabilisiert. Die Glocke soll im oberen Drittel hängen und von einem Zeltdach vor Regen geschützt werden. Der Turm soll etwas mehr als acht Meter hoch und 1,25 Meter breit sein.

Gemeinderat hat sich bereits vor 1,5 Jahren für Variante entschieden.

Bereits im Jahr 2024 habe sich der Gemeinderat für diesen Holzturm, der nach allen Seiten offen ist, ausgesprochen. Damals standen mehrere Varianten zur Debatte, zum Beispiel aus Stahl und mit Türmen, bei denen die Glocke auf Augenhöhe hängt.

„Die Vergabe war schwierig“, sagt Noch-Bürgermeister Rainer Züfle in der vergangenen Gemeinderatssitzung. „Wir haben mehrere Firmen angefragt“, aber nur zwei haben Angebote eingereicht, die preislich nah beieinander liegen. Im Haushaltsplan 2025 waren 50.000 Euro für den Turm eingeplant. Die sollen nun in das laufende Jahr übertragen werden – und sind auch nötig, wie Züfle in der Sitzungsunterlage betont: Denn es fallen etliche weitere Kosten an, zum Beispiel für die Elektroarbeiten, den Einbau der Glocke und die Steuerung.

Holz des alten Glockenturms war morsch

Im Jahr 2023 habe der alte Turm abgebaut werden müssen, weil das Holz morsch war, erzählt Torsten Keilbach, Leiter des Bauamts des Gemeindeverwaltungsverbandes Mittleres Kochertal, der das Ergebnis der Ausschreibung vorstellt. Derzeit steht an der Stelle ein Provisorium. 

Glocke stammt aus altem Bauernhaus

Ratsmitglied Markus Rüdele fragt nach der Holzsorte – angesichts des Preises. „Für Eiche hat es nicht gereicht“, scherzt Keilbach. Züfle ergänzt, dass der Turm aus Lärchenholz gebaut wird. Rüdele will außerdem wissen, ob auch die Glocke erneuert werde. Doch es bleibe bei der alten, sagt  Rainer Züfle. „Die Glocke steht unter Denkmalschutz und muss erhalten bleiben.“ Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt der Bürgermeister: Die Glocke ist eine Überbleibsel aus einem alten Hohenloher Bauernhaus, das an der Stelle des Turms gestanden habe und abgerissen wurde.

Seit 1976 stehe in Halbach der Glockenturm. Die Geschichte der Glocke wird auf einer Holztafel beschrieben, die am alten Turm angebracht war. Allerdings ist sich Züfle während des Gesprächs nicht sicher, ob diese Tafel den Abriss des alten Glockenturms überlebt hat. Die Glocke läute zur vollen Stunde und für Würdigungen, zum Beispiel wenn ein Einwohner gestorben ist.

Züfle will Einweihung noch als Bürgermeister erleben

Die Lieferzeit für den Turm betrage fünf bis sieben Wochen, bringt Keilbach an. Auch deswegen freut sich Züfle über die Entscheidung: „Wenn Sie rechnen – das liegt noch in meiner Amtszeit. Ich will diese Einweihung noch feiern!“ Die Räte stimmen schnell und einstimmig für diese Erneuerung des Halberger Glockenturms.

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