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Mitgliederversammlung am Jubiläumswochenende

Weinbaupräsident sieht Chance in der Krise

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Vor 75 Jahren wurde die Weinkellerei Hohenlohe gegründet, um notwendige Investitionen für zukunftsfähiges Wirtschaften gemeinsam zu stemmen. Die derzeitige Absatzkrise mache wieder kreative Ideen notwendig, ist Tenor der Mitgliederversammlung am Festwochenende. 

Gleich drei Weinhoheiten feiern mit den Mitgliedern der Weinkellerei Hohenlohe bei der Mitgliederversammlung. Die amtierende Weinkönigin Simela Koyunseven wird gerahmt von der 18. Weinkönigin Silke Schmitgall (links) und deren Nachfolgerin Grit Seber-Kraft.
Gleich drei Weinhoheiten feiern mit den Mitgliedern der Weinkellerei Hohenlohe bei der Mitgliederversammlung. Die amtierende Weinkönigin Simela Koyunseven wird gerahmt von der 18. Weinkönigin Silke Schmitgall (links) und deren Nachfolgerin Grit Seber-Kraft.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Sonnenblumen stehen auf den Tischen, an denen die Mitglieder in großer Zahl sitzen. Die 75 prangt in Variationen, oft als Luftballon, an Bühne und Deko. Die Weinkellerei Hohenlohe hat auch die Mitgliederversammlung ganz ins Zeichen des Jubiläums gestellt. Zu den vielen Weinbauern gesellten sich verschiedene Gäste und Gratulanten, darunter Landrat Ian Schölzel und Bürgermeister Martin Piott. Letzterer berichtet von seinem „persönlichen Dilemma des Abends: als bekennender fränkischer Biertrinker fehlt mit die fachliche Grundlage“, stellt er seiner Rede voran.

Weinkellerei Hohenlohe feiert ein Wochenende lang

Da er trotzdem die Vorzüge der Region und vor allem der Gemeinde Bretzfeld, die mit Weinlagen gesegnet ist, zu schätzen weiß, sei ihm seitens der Wein-Experten verziehen. Piott mahnt die Wengerter an, mutig und offen für neue Ideen zu sein. Die aktuelle Krise im Weinbau könne als Chance genutzt werden. „Schreiben sie ein neues Erfolgskapitel“, wendet er sich an die Mitglieder. Damit in 25 Jahren auf 100 erfolgreiche Jahre zurückgeblickt werden könne. Die Gemeinde werde das so gut als möglich unterstützen: „0901 ist unsere Mitgliedsnummer“, zeigt Piott die Verbundenheit.

Gäste der Weinkellerei Hohenlohe loben die Weinlagen

 Auch Landrat Ian Schölzel ist voll des Lobes über Region, Wein und Leute. Dietrich Rembold, der seit Februar Präsident des Weinbauverbands Württemberg ist, adressiert ein Lob an die beiden Hohenloher Weinhoheiten, die fast zeitgleich mit ihm ins Amt eingesetzt wurden. Rembold blendet die aktuelle Absatzkrise im Weinbau am Festwochenende nicht aus. Er erinnert aber daran, dass es nicht die erste ist: „Die Weinkellerei wurde vor 75 Jahren nicht aus Jux und Tollerei gegründet“, erinnert er an damalige Schwierigkeiten, die gemeinsames wirtschaftliches Denken und Handeln erforderten. Nur durch den Zusammenschluss habe man die notwendigen Investitionen stemmen können. Die Genossenschaftsidee von Wilhelm Raiffeisen habe nichts von ihrer Aktualität verloren.

Weinkellerei Hohenlohe bietet Gästen humoriges Programm

Rembold wünscht Fritz Reinhold stellvertretend für die Weinkellerei Hohenlohe „immer eine glückliche Hand und zahlungskräftige Kunden“. Eine gute Werbebotschafterin für den Württemberger Wein ist sicherlich Frau Nägele, nach eigenem Bekunden Fachfrau für betreutes Trinken. Mit ihrem Motto „Was Du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen“, erntet sie auf der Bühne gleich großen Applaus. Ein humoriger Einstieg in ein langes Jubiläumswochenende mit vielen Aktionen.

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