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Jubiläumswochenende bei Weinkellerei Hohenlohe

Kleine Holzfässer und große Stahltanks faszinieren Besucher

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Zum Jubiläumswochenende öffnet die Weinkellerei Hohenlohe ihren Keller. Dort staunen die Besucher über große Tanks und kleine Fässer.

Von Regina Koppenhöfer
Viele Besucher nutzen am Sonntag die Chance,  bei einer Führung die Weinkellerei Hohenlohe kennenzulernen.
Viele Besucher nutzen am Sonntag die Chance, bei einer Führung die Weinkellerei Hohenlohe kennenzulernen.  Foto: Alternativer Fotograf

Draußen zeigt das Thermometer 30 Grad. Im Weinkeller sind es gerade mal acht Grad. Die Teilnehmer der Kellerführung atmen auf, genießen die Abkühlung. Doch die Erfrischung ist nur von kurzer Dauer. Verweilt wird im kühlen Keller nicht, denn der zweite Kellermeister Stephan Dagenbach hat noch mehr zu zeigen und zu erzählen. Dagenbach ist einer von mehreren Mitarbeitern, die am Sonntag Führungen durch den Keller der Weinkellerei Hohenlohe in Adolzfurt anbieten. Die Führungen finden im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der Weinkellerei statt. Mit einem Festwochenende wurde der runde Geburtstag gefeiert: Weinausschank, leckere Speisen und ein abwechslungsreiches musikalisches Rahmenprogramm erwarten die vielen Besucher. 

Weinkellerei Hohenlohe lässt Blick in Anlieferungsbereich werfen

Besonders interessiert sind die an mehreren kostenlosen Führungen, die am Sonntagnachmittag angeboten werden. Gestartet wird im Annahmebereich. Hier werden im Herbst die Trauben angeliefert. werden. Hier können die Teilnehmer einen Blick werfen auf die große Abbeermaschine, auf eine mächtige Stachelwalze, auf Wiegetrichter und auch auf Rohre, durch die der Traubensaft fließt.Der Geschäftsführer und Vorstand der Kellerei, Eberhard Brand, der die Führung begleitet, erzählte im Gespräch, dass in dieser Phase der Verarbeitung die Menge und auch die Qualität der einzelnen abgelieferten „Positionen“ erfasst werden. Brand und Dagenbach berichten, dass rund 380 aktive Mitglieder der Genossenschaft etwa 560 Hektar Reben bewirtschaften. Auf 60 Prozent der Fläche würden Trauben für Weißweine, auf den restlichen 40 Prozent jene für Rotweine produziert. Bei der mehr als einstündigen Führung, die sich über mehrere Stockwerke in die Tiefe der Kellerei zieht, können die Besucher die vier großen Pressen sehen, ebenso wird ein Abstecher in den Rotweinbereich gemacht, wo etwa die mächtigen Maischegärtanks stehen.

Weinkellerei Hohenlohe gewährt kleinen Einblick ins Schatzkästchen

Auch im Kellerbereich mit den Holzfässern, „in denen die hochwertigeren Weine lagern“, so Dagenbach, und in der Schatzkammer, wo einzelne recht alte Flaschen lagern, wird eine Stippvisite gemacht.Beeindruckend ist der Besuch der großen Tankhalle. Hier steht der größte Tank der Kellerei, der stattliche 270000 Liter fasst. Und hier informiert auch ein Schild über die Kapazitäten der Weinkellerei: Zu lesen ist, dass der Gesamtlagerraum 318 Tanks mit mehr als sieben Millionen Litern Fassungsvermögen betrage. Dagenbach zeigt jedoch nicht nur die Technik oder die Tanks, er berichtet auch von den unterschiedlichsten Vorgängen und Verfahren bei der Produktion des Weines. 

Weinkellerei Hohenlohe steht für Zusammenhalt

 Aufmerksam lauschen die vielen Teilnehmer, nicht wenige stellen dem Fachmann Fragen. Unter die Besucher hat sich am Sonntag Anna Gogel mit ihrer Familie gemischt. Die Frau aus Wüstenrot meint: „Es ist spannend, hier mal hinter die Kulissen zu schauen.“ Ähnlich ergeht es Ruth und Horst Bühlmayer. „Wir haben das hier noch nie gesehen. Die Führung ist super“, ist sich das Paar aus Obersöllbach einig. Horst Bühlmayer ergänzt dann noch: „Man merkt, was hier geschafft wird.“Schaffen ist das Stichwort zu Brigitte Pfisterer. Die Scheppacherin nimmt sich nämlich keine Zeit für eine Kellerführung. Als Mitglied in der Genossenschaftskellerei und auch beim Weingärtnerverein Adolzfurt hilft sie beim Kuchenbüfett, für das sie auch eine stattliche Torte gebacken hat. Brigitte Pfisterer freut sich sehr übers Jubiläum ihrer Kellerei. Sie sagt: „Für eine Genossenschaft ist es schon toll, dass sie so lange durchgehalten hat. Zusammenhalten, zusammen schaffen und schauen, dass was Gutes daraus wird, das macht eine Genossenschaft doch aus. Und ich hoffe, dass es noch eine Weile so bleiben wird.“

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